: Auserwählte(r) :

Anmeldungsdatum: 19.12.2001
Beiträge: 3367
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Titel: Der Unterschied zwischen denken und selber denken
Hallo Forum,
ein Gespräch mit einem Freund und unser Forumskollege Uwe hat mich auf eine spannende Frage gebracht, die allerdings einen doppelten Boden enthält.
Wann und wie fängt man an, selber zu denken?
Ich meine damit nicht, wann ein Kind anhört zu brabbeln und schreien und anfängt zu denken. Nein, es geht vielmehr um den Moment im Leben, an dem man sein Wissen nicht nur konsumiert sondern damit auch spielen kann.
Ihr kennt viele Beispiele. Es gibt Menschen, die können einem tolle Sachen erzählen, die kennen Fakten auswendig und haben ein immenses Allgemeinwissen. Sie könnten einen stundenlang mit Geschichten über Kreuzzüge, Wirtschaftspolitik oder Kochrezepten unterhalten, DENKEN aber tun sie nicht.
Das gleiche gilt für Leute, die bestimmte Arten von Fragen stellen. Schon an der Art der Fragen erkennt man, ob sie selber mitdenken oder eben nicht. Denn mE ist der Unterschied zwischen Wissen konsumieren und selbst denken der Prozess dazwischen. Er bringt schon Erkenntnisse mit sich, die wiederum die richtigen Fragen auslösen.
Um es mal schwarzweiß zu plakatieren: Manche haben Wissendurst ohne Ende und ihr Wissen verrottet im Kopf. Andere haben vielleicht nicht so viel Wissen, aber es sprüht wie ein Feuerwerk im Kopf.
Beispiel: Es gibt Wissen-Konsum-Studenten, die lernen 4 Wochen für eine Klausur und schreiben eine 8 Punkte. Und es gibt denkende Studenten, die lernen 4 Tage und schreiben 14 Punkte.
Natürlich finde ich letztes attraktiver, aber es ist niemandem anzukreiden, wenn er sich noch im ersteren Stadium befindet. Ich selber habe lange genug darin verharrt.
Deswegen aber meine Fragen:
Gruß
cmk12
PS: Wer weiß, worin der doppelte Boden besteht?
ein Gespräch mit einem Freund und unser Forumskollege Uwe hat mich auf eine spannende Frage gebracht, die allerdings einen doppelten Boden enthält.
Wann und wie fängt man an, selber zu denken?
Ich meine damit nicht, wann ein Kind anhört zu brabbeln und schreien und anfängt zu denken. Nein, es geht vielmehr um den Moment im Leben, an dem man sein Wissen nicht nur konsumiert sondern damit auch spielen kann.
Ihr kennt viele Beispiele. Es gibt Menschen, die können einem tolle Sachen erzählen, die kennen Fakten auswendig und haben ein immenses Allgemeinwissen. Sie könnten einen stundenlang mit Geschichten über Kreuzzüge, Wirtschaftspolitik oder Kochrezepten unterhalten, DENKEN aber tun sie nicht.
Das gleiche gilt für Leute, die bestimmte Arten von Fragen stellen. Schon an der Art der Fragen erkennt man, ob sie selber mitdenken oder eben nicht. Denn mE ist der Unterschied zwischen Wissen konsumieren und selbst denken der Prozess dazwischen. Er bringt schon Erkenntnisse mit sich, die wiederum die richtigen Fragen auslösen.
Um es mal schwarzweiß zu plakatieren: Manche haben Wissendurst ohne Ende und ihr Wissen verrottet im Kopf. Andere haben vielleicht nicht so viel Wissen, aber es sprüht wie ein Feuerwerk im Kopf.
Beispiel: Es gibt Wissen-Konsum-Studenten, die lernen 4 Wochen für eine Klausur und schreiben eine 8 Punkte. Und es gibt denkende Studenten, die lernen 4 Tage und schreiben 14 Punkte.
Natürlich finde ich letztes attraktiver, aber es ist niemandem anzukreiden, wenn er sich noch im ersteren Stadium befindet. Ich selber habe lange genug darin verharrt.
Deswegen aber meine Fragen:
- Was ist dafür der Auslöser?
- Ist man nicht erst als denkender Mensch zu Kritik fähig?
- Wäre es nicht gerechter, wenn man nur denkende Menschen wählen ließe? (Achtung, gefährliche Frage!)
- Ist man denkend oder konsumierend glücklicher?
Gruß
cmk12
PS: Wer weiß, worin der doppelte Boden besteht?
: Orakel :

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Titel:
Das ist mir auch schon aufgefallen.
Und persönlich denke ich dass der zweite weg der bessere ist,
also das man mit dem wissen das man hat auch jonglieren kann.
Was bringt es einem wenn man tonnenweise infos im kopf hat, mit denen aber nichts tut ?
Z.
Und persönlich denke ich dass der zweite weg der bessere ist,
also das man mit dem wissen das man hat auch jonglieren kann.
Was bringt es einem wenn man tonnenweise infos im kopf hat, mit denen aber nichts tut ?
Z.
: Auserwählte(r) :

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Titel:
Zero. hat Folgendes geschrieben:
Das ist mir auch schon aufgefallen.
Und persönlich denke ich dass der zweite weg der bessere ist,
also das man mit dem wissen das man hat auch jonglieren kann.
Was bringt es einem wenn man tonnenweise infos im kopf hat, mit denen aber nichts tut ?
Z.
Und persönlich denke ich dass der zweite weg der bessere ist,
also das man mit dem wissen das man hat auch jonglieren kann.
Was bringt es einem wenn man tonnenweise infos im kopf hat, mit denen aber nichts tut ?
Z.
Wie Dir hoffentlich auch aufgefallen sein wird, hat man nicht die freie Wahl zwischen beiden Wegen. Entweder das eine oder das andere.
Auch wenn man nicht selbst denkt, kann man durchaus Diskussionen führen. Nur kommt man eben nicht voran. Man steht auf der Stelle. Das einzige, was passiert ist, dass man entweder mehr Wissen aufnimmt oder andere vom eigenen Wissen überzeugt.
Gruß
cmk12
PS: Was glaubst Du, wozu gehörst Du?
PS2: Hätte mich gefreut, wenn Du auf die Fragen eingegangen wärst.
Zuletzt bearbeitet von cmk12 am 15.04.2004, 18:30, insgesamt einmal bearbeitet
: Orakel :
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Titel: Re: Der Unterschied zwischen denken und selber denken
Zitat:
Nein, es geht vielmehr um den Moment im Leben, an dem man sein Wissen nicht nur konsumiert sondern damit auch spielen kann.
Jetzt könnte man gut einiges Aufzählen von wegen, wenn der Stoff verinnerlicht ist und man bei dem Thema motiviert ist und der IQ ist auch entscheidend und blabla.
Aber ich glaube nicht, dass es annähernd von sowas abhängt.
Zitat:
Ihr kennt viele Beispiele. Es gibt Menschen, die können einem tolle Sachen erzählen, die kennen Fakten auswendig und haben ein immenses Allgemeinwissen. Sie könnten einen stundenlang mit Geschichten über Kreuzzüge, Wirtschaftspolitik oder Kochrezepten unterhalten, DENKEN aber tun sie nicht.
Wer zu dieser Gruppe gehört, kann perfekt Lehrer werden. Deine Ausführung wird auf 99% zutreffen.
Zitat:
Beispiel: Es gibt Wissen-Konsum-Studenten, die lernen 4 Wochen für eine Klausur und schreiben eine 8 Punkte. Und es gibt denkende Studenten, die lernen 4 Tage und schreiben 14 Punkte.
Und wissen sie auch noch ein halbes Jahr später, was sie gelernt haben? Oft wird in kurzer Zeit Wissen ins Hirn gepackt um damit irgendwas zu bestehen. Nach einer Woche is die Hälfte wieder verschwunden..
Aber wer würde nicht gerne im Stande sein und sich innerhalb von ein paar stunden wissensberge in den Kopf einflößen?
Ich glaube, es ist unpassend, aber mir bietet sich grade ein kleiner Zusammenhang zu Matrix an.
Neo bekommt sämtliches Wissen einfach in den Kopf geladen, z.B. seine Kampfkünste. Das sind scheinbar Massen in ein paar Stunden.
Ich glaube, es ist ziemlich wichtig dass das Wissen, was man sich in den Kopf reinkippt zum einen verarbeitet und zum anderen irgendwann weiß und erkennt, DASS man es weiß.
Denke, es sind auch manchmal bestimmte Vorkomnisse oder Lebenserfahrungen nötig, damit das Gehirn mal richtig anspringt und aus seinem Alltagstrott rauskommt.
Zitat:
[*]Was ist dafür der Auslöser?
Hm Entwicklung? Reizung anderer Gehirnregionen?
Ich beobachte das bei mir Phasenweise und es ist konfus, wenn man irgendwann zusieht, wie die Phase wieder zuende geht und man wieder ganz normal weiterdenkt.
Zitat:
[*]Ist man nicht erst als denkender Mensch zu Kritik fähig?
Was genau meinst du damit?
Ne Menge Menschen greifen auf vorgefertigte Argumente und Kritikpunkte zurück, wenn sie kritisieren.
Meinst du, dass "komplett selbst denkende" nicht auch auf solches Zurückgreifen, sondern sich alles selber Zurechtdenken?
Oder das die Kritik einfach anders ist?
Solange jemand annähernd den Durchblick hat, was mit ihm geschiet und was für ihn gut und was schlecht ist, wird er auch fähig sein Kritik zu üben.
Zitat:
[*]Wäre es nicht gerechter, wenn man nur denkende Menschen wählen ließe? (Achtung, gefährliche Frage!)
Wäre es nicht BESSER, wenn man nur denkende Menschen wählen könnte?
Gerechter wäre es nicht.
Wie sieht es mit der Definition aus?
Stell dir mal vor, es würde wirklich so sein. Wie würde man herausfinden, wer im Volk wirklich denkt, und wer nicht? Durch Tests. Und diese dürften nicht so Umfangreich sein, dass sie nicht in Massen auszuwerten wären..
Des weiteren wäre es eine ziemlich harte Einteilung in Klassen.
Zitat:
[*]Ist man denkend oder konsumierend glücklicher?
Wissen konsumierend?
Ich glaube nicht. Zuviel denken kann eindeutig negativ sein.
Wenn man aber mit dem Wissen was man hat, umzugehen weiß, und es auf vielen Ebenen anzuwenden weiß, ist es Ideal
: Orakel :

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Titel:
cmk12 hat Folgendes geschrieben:
Wie Dir hoffentlich auch aufgefallen sein wird, hat man nicht die freie Wahl zwischen beiden Wegen.
Warum sollte man nicht die wahl haben ?
(Abgsehen davon das alle entscheidungen vorbestimmt sind… kausalität… schicksal... usw...)
Meinst du nicht eher das sich die wege überschneiden ?
cmk12 hat Folgendes geschrieben:
Wäre es nicht gerechter, wenn man nur denkende Menschen wählen ließe? (Achtung, gefährliche Frage!)
Wie Lezz gesagt hat, gerechter wäre es nicht.
Aber denkst du das die mehrheit der jetzigen wähler selber denkt ?
Zitat:
PS: Was glaubst Du, wozu gehörst Du
Ich glaube ich gehöre zu der sorte die nicht wissen ansammelt, sondern versucht mit bisschen wissen was sie haben zu lernen.
Ich würde mich z.b. mit leuten auf diskussionen einlassen, die ihren standpunkt als das einzig richtige betrachten
und ihr gegenüber nur überzeugen wollen.
Wenn ich bei meiner meinung nachgebe erwarte ich das auch vom anderen.
Z.
: Ranglos :

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Titel:
Konsumierend glücklicher?
Meinst Du "Wissen konsumierend und nicht selber denken" oder überhaupt ohne Hirnbeteiligung konsumieren (siehe Konsumterrorthred)?
Hmmmm.....
Ich glaube, man ist konsumierend (in beiden Bedeutungen) glücklich, solange man nicht ahnt, daß es was zu denken gibt. Und man ist glücklich, wenn man das "Feuerwerk" im Kopf steuern kann.
Dazwischen dagegen ist man extrem unglücklich. Man weiß, da wär´was, kann es aber nicht erreichen, oder nicht verwenden, oder mit den Gedanken nicht für sich selber zufriedenstellend umgehen.
Ich glaube, daß die meisten Leute, 70% vielleicht, überhapt nicht in Deiner Definition "selber" denken, 20% sind fetzenunglücklich, weil sie vorne und hinten mit den Möglichkeiten nicht zurande kommen, und 10%, maximal, wenn´s SEHR viel ist, sind verläßliche "Pyrotechniker" des Gedankenfeuerwerks.
Und die Idee, nur die Denker wählen zu lassen (jetzt mal abgesehen von der Frage, wie Du die zweifelsfrei feststellst), ist undemokratisch bis dort hinaus. Demokratie ist Mehrheitsentscheidung, nicht Entscheidung der Klugen, Denker oder was auch immer.
Und die Mehrheit ist nun mal......ähem, lass´ma das (Meine Mutter sagt, 80% der Menschheit sind Deppen
, )
Die Frage 1., was ist der Auslöser?, DIE finde ich überlegenswert.
Vielleicht Unglück?
Mir kommt immer mehr vor, daß die Leute, die ihr Hirn verwenden, Lebenskrisen hinter sich haben, teilweise ganz ganz massive.
Ich meine nicht so halbbanale Sachen wie der 25. Liebeskummer, sondern wirkliche Grenzsituationen.
Das kann für jeden was anderes sein, aber ich meine Situationen, wo man weiß, SO geht es nicht weiter. Wie auch immer, aber SO nicht mehr. Da springen die einen von der Brücke, und die anderen beginnen zu denken.
Was meinst du zu der These?
Meinst Du "Wissen konsumierend und nicht selber denken" oder überhaupt ohne Hirnbeteiligung konsumieren (siehe Konsumterrorthred)?
Hmmmm.....
Ich glaube, man ist konsumierend (in beiden Bedeutungen) glücklich, solange man nicht ahnt, daß es was zu denken gibt. Und man ist glücklich, wenn man das "Feuerwerk" im Kopf steuern kann.
Dazwischen dagegen ist man extrem unglücklich. Man weiß, da wär´was, kann es aber nicht erreichen, oder nicht verwenden, oder mit den Gedanken nicht für sich selber zufriedenstellend umgehen.
Ich glaube, daß die meisten Leute, 70% vielleicht, überhapt nicht in Deiner Definition "selber" denken, 20% sind fetzenunglücklich, weil sie vorne und hinten mit den Möglichkeiten nicht zurande kommen, und 10%, maximal, wenn´s SEHR viel ist, sind verläßliche "Pyrotechniker" des Gedankenfeuerwerks.
Und die Idee, nur die Denker wählen zu lassen (jetzt mal abgesehen von der Frage, wie Du die zweifelsfrei feststellst), ist undemokratisch bis dort hinaus. Demokratie ist Mehrheitsentscheidung, nicht Entscheidung der Klugen, Denker oder was auch immer.
Und die Mehrheit ist nun mal......ähem, lass´ma das (Meine Mutter sagt, 80% der Menschheit sind Deppen
, )
Die Frage 1., was ist der Auslöser?, DIE finde ich überlegenswert.
Vielleicht Unglück?
Mir kommt immer mehr vor, daß die Leute, die ihr Hirn verwenden, Lebenskrisen hinter sich haben, teilweise ganz ganz massive.
Ich meine nicht so halbbanale Sachen wie der 25. Liebeskummer, sondern wirkliche Grenzsituationen.
Das kann für jeden was anderes sein, aber ich meine Situationen, wo man weiß, SO geht es nicht weiter. Wie auch immer, aber SO nicht mehr. Da springen die einen von der Brücke, und die anderen beginnen zu denken.
Was meinst du zu der These?
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Titel:
Kognitive Konflikte!!!
Sie sind es, die zum selbstständigen Denken führen!!!
Ich habe jetzt nur zwei Minuten, Erläuterung folgt.
Gruß Baltus
Sie sind es, die zum selbstständigen Denken führen!!!
Ich habe jetzt nur zwei Minuten, Erläuterung folgt.
Gruß Baltus
: Orakel-Schüler(in) :

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Titel:
Wenn ich mal von einer Gruppe von Schülern ausgehen darf:
Die Klasse rechnet eine Aufgabe (gestelltes Beispiel): Ein LKW fährt auf der Autobahn mit 140. Ein PKW überholt mit 160. Wie lange ist der Überholweg?
Ohne mich jetzt konkret mit dieser Aufgabe zu befassen:
Schüler 1 rechnet die Aufgabe problemlos, ist als erster fertig und streckt.
Schüler 2 fragt sich, wie ein LKW auf der Autobahn 140 fahren darf, rechnet aber trotzdem und ist als zweiter fertig.
Schüler 3 fragt sich, wieso der LKW so schnell fährt und lässt sich davon total ablenken, dass er nicht rechnet. Seine Gedanken hacken nur auf den Fehlern der Aufgabe herum (egal wie authentisch).
Schüler 4 rechnet die Aufgabe, kann sie jedoch nicht erledigen, weil er sie nicht versteht. Seine Gedanken kreisen um das Problem, dass er im Endeffekt aber nicht zu lösen vermag.
Welcher Schüler DENKT selbst?
Die Klasse rechnet eine Aufgabe (gestelltes Beispiel): Ein LKW fährt auf der Autobahn mit 140. Ein PKW überholt mit 160. Wie lange ist der Überholweg?
Ohne mich jetzt konkret mit dieser Aufgabe zu befassen:
Schüler 1 rechnet die Aufgabe problemlos, ist als erster fertig und streckt.
Schüler 2 fragt sich, wie ein LKW auf der Autobahn 140 fahren darf, rechnet aber trotzdem und ist als zweiter fertig.
Schüler 3 fragt sich, wieso der LKW so schnell fährt und lässt sich davon total ablenken, dass er nicht rechnet. Seine Gedanken hacken nur auf den Fehlern der Aufgabe herum (egal wie authentisch).
Schüler 4 rechnet die Aufgabe, kann sie jedoch nicht erledigen, weil er sie nicht versteht. Seine Gedanken kreisen um das Problem, dass er im Endeffekt aber nicht zu lösen vermag.
Welcher Schüler DENKT selbst?
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Titel:
Yaso hat Folgendes geschrieben:
Welcher Schüler DENKT selbst?
Keiner!?!!!! Warum sollten sie mehr Arbeiten als die Lehrer??
Schule ist dazu da, um alle einmal auf eine ähnliche Ebene herunter zu bringen.. und um das Kurzzeitgedächtnis zu trainieren.. toller Laden..
cmk12 hat Folgendes geschrieben:
Wäre es nicht gerechter, wenn man nur denkende Menschen wählen ließe? (Achtung, gefährliche Frage!)
Nochmal was ganz kurz hierzu: Wenn du diese Frage stellst, dann siehst du dich doch selbst automatisch auf der Seite, der klugen Denker, DIE wählen dürfen, richtig? Keiner würde so ein Modell vorschlagen und sich dabei sein Wahlrecht absprechen..
@Gueldenstern: sehr gute und interessante Ausführung!
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Titel:
Hallo!
Ich glaube um sich zu einem selbst denkenden Menschen zu entwickeln, denn keiner wird als ein solcher geboren, bedarf es zweierlei: 1. Situationen, die Denken auslösen. 2. Das Bedürfnis, dieses ist vielleicht angeboren, den Dingen auf den Grund zu gehen.
Als Auslöser eignen sich „kognitive Konflikte“. Dieser (aus der pädagogischen Wissenschaft stammende Begriff) bezeichnet Situationen, die ein Mensch mit seinem bisherigen Wissen nicht erklären kann, bzw. noch besser, Situationen, die sich in das bestehende Weltbild nicht integrieren lassen. Werde ich mit solch einer Situation konfrontiert, dann muss ich selbst anfangen zu denken, ich bin gezwungen der Sache auf den Grund zu gehen. Stelle ich also fest, dass mein bisheriges Weltbild eine Lücke beinhaltete, ich diese Lücke finde und schließe, dann habe ich selbstständig denkend meine Wirklichkeitskonstruktion, bezogen auf einen bestimmten Aspekt, auf eine neue höhere Ebene gehoben.
Ein Beispiel aus der pädagogischen Praxis: Grundschüler sollen etwas über die verschiedenen Eigenschaften von Papiersorten lernen. Man kann den Schülern die Unterschiede vorführen und sie so die Informationen konsumieren lassen. Wenn man zwei identisch aussehende Papierschiffe in einem Eimer Wasser schwimmen lässt und das eine nach kurzer Zeit anfängt zu sinken, während das andere weiterhin fröhlich vor sich hin schwimmt, dann verstehen die Schüler nicht, warum dies so ist, sie erleben einen kognitiven Konflikt. Sie müssen selbst nach Erklärungen für das Phänomen, das sie beobachten, suchen. Finden sie es heraus, dann haben sie selbst gedacht und nicht nur Wissen konsumiert.
Ich selbst habe den Schritt vom Wissenskonsumenten zum Selbstdenker (entschuldigt meine mangelnde Bescheidenheit) in meinem Studium vollzogen, als ich anfing in den Geisteswissenschaften Hausarbeiten zu schreiben. Wenn man einen historischen oder biblischen Text liest und eine Interpretation, dann konsumiert man Wissen, wenn man aber fünf Interpretationen liest und feststellen muss, dass sie alle zu verschiedenen Ergebnissen kommen, dann steht man wieder vor einem Konflikt. Ich musste den Text selbst interpretieren, ich habe mich gefragt, warum kommen diese Menschen zu verschiedenen Ergebnissen, auf welchen Annahmen basieren ihre Interpretationen, welche Weltbilder stehen dahinter, wie sieht meine Interpretation aus, warum sieht meine Interpretation genauso aus, welche Vorannahmen liegen meinen Ergebnissen zugrunde. Nicht alle diese Schritte kommen auf einmal, aber sie kommen.
Vertrete ich also die These, dass es nur eine Frage der Gelegenheit ist, ob jemand selbst denkt oder Wissen konsumiert? Keineswegs, denn es gibt noch Bedingung 2. Ein Mensch, der in sich nicht das Bedürfnis verspürt, den Dingen wirklich auf den Grund gehen zu wollen, den Konflikte nicht dazu animieren sie aufzulösen, der wahrscheinlich dazu gar keine Notwendigkeit sieht, solch ein Mensch wird nicht zum selbst denkenden. Warum einige von uns in sich dieses Suchen nach der Wahrheit, nach dem Grund haben und andere so überhaupt nicht, ist für mich eines der großen Rätsel dieser Existenz. In meinem Studium waren jedenfalls die wirklich Suchenden eine sehr kleine Minderheit.
Ja! Selbst denken zu können setze ich gleich mit Kritikfähigkeit. Wobei ich glaube, dass selbst denken auf diversen Ebenen stattfindet und jemand, der auf der einen Ebene unglaublich kritikfähig ist, kann auf einer anderen Ebene völlig unfähig zu Kritik sein.
Das ist wohl in erster Linie eine Frage des Gerechtigkeitsbegriffs. Wer wollte die Wahl treffen? Welche Kriterien könnte man anwenden?
Als braver Staatsbürger und guter Demokrat muss ich diesen Gedanken natürlich ablehnen, aber: Wenn ich beobachte, wie unsere Politik immer mehr zu einer reinen Inszenierung auf dem Niveau der Bildzeitung verkommt und nicht Vernunft, sondern der Blick auf die Wählergunst politische Entscheidungen beeinflusst, dann wünsche ich mir hin und wieder, dass nur die Menschen das Schicksal unseres Landes bestimmen dürfen, die über das notwendige Wissen und die entsprechende Kritikfähigkeit verfügen.
Es handelt sich ja hier lediglich um einen von vielen Faktoren, die über unser Wohlbefinden entscheiden. Grundsätzlich glaube ich aber, dass selbst denken das Leben schwieriger und komplizierter macht. Allerdings bekommt es so auch mehr Tiefe, da man nicht nur an der Oberfläche verweilt.
Gruß Baltus
Zitat:
Was ist dafür der Auslöser?
Ich glaube um sich zu einem selbst denkenden Menschen zu entwickeln, denn keiner wird als ein solcher geboren, bedarf es zweierlei: 1. Situationen, die Denken auslösen. 2. Das Bedürfnis, dieses ist vielleicht angeboren, den Dingen auf den Grund zu gehen.
Als Auslöser eignen sich „kognitive Konflikte“. Dieser (aus der pädagogischen Wissenschaft stammende Begriff) bezeichnet Situationen, die ein Mensch mit seinem bisherigen Wissen nicht erklären kann, bzw. noch besser, Situationen, die sich in das bestehende Weltbild nicht integrieren lassen. Werde ich mit solch einer Situation konfrontiert, dann muss ich selbst anfangen zu denken, ich bin gezwungen der Sache auf den Grund zu gehen. Stelle ich also fest, dass mein bisheriges Weltbild eine Lücke beinhaltete, ich diese Lücke finde und schließe, dann habe ich selbstständig denkend meine Wirklichkeitskonstruktion, bezogen auf einen bestimmten Aspekt, auf eine neue höhere Ebene gehoben.
Ein Beispiel aus der pädagogischen Praxis: Grundschüler sollen etwas über die verschiedenen Eigenschaften von Papiersorten lernen. Man kann den Schülern die Unterschiede vorführen und sie so die Informationen konsumieren lassen. Wenn man zwei identisch aussehende Papierschiffe in einem Eimer Wasser schwimmen lässt und das eine nach kurzer Zeit anfängt zu sinken, während das andere weiterhin fröhlich vor sich hin schwimmt, dann verstehen die Schüler nicht, warum dies so ist, sie erleben einen kognitiven Konflikt. Sie müssen selbst nach Erklärungen für das Phänomen, das sie beobachten, suchen. Finden sie es heraus, dann haben sie selbst gedacht und nicht nur Wissen konsumiert.
Ich selbst habe den Schritt vom Wissenskonsumenten zum Selbstdenker (entschuldigt meine mangelnde Bescheidenheit) in meinem Studium vollzogen, als ich anfing in den Geisteswissenschaften Hausarbeiten zu schreiben. Wenn man einen historischen oder biblischen Text liest und eine Interpretation, dann konsumiert man Wissen, wenn man aber fünf Interpretationen liest und feststellen muss, dass sie alle zu verschiedenen Ergebnissen kommen, dann steht man wieder vor einem Konflikt. Ich musste den Text selbst interpretieren, ich habe mich gefragt, warum kommen diese Menschen zu verschiedenen Ergebnissen, auf welchen Annahmen basieren ihre Interpretationen, welche Weltbilder stehen dahinter, wie sieht meine Interpretation aus, warum sieht meine Interpretation genauso aus, welche Vorannahmen liegen meinen Ergebnissen zugrunde. Nicht alle diese Schritte kommen auf einmal, aber sie kommen.
Vertrete ich also die These, dass es nur eine Frage der Gelegenheit ist, ob jemand selbst denkt oder Wissen konsumiert? Keineswegs, denn es gibt noch Bedingung 2. Ein Mensch, der in sich nicht das Bedürfnis verspürt, den Dingen wirklich auf den Grund gehen zu wollen, den Konflikte nicht dazu animieren sie aufzulösen, der wahrscheinlich dazu gar keine Notwendigkeit sieht, solch ein Mensch wird nicht zum selbst denkenden. Warum einige von uns in sich dieses Suchen nach der Wahrheit, nach dem Grund haben und andere so überhaupt nicht, ist für mich eines der großen Rätsel dieser Existenz. In meinem Studium waren jedenfalls die wirklich Suchenden eine sehr kleine Minderheit.
Zitat:
Ist man nicht erst als denkender Mensch zu Kritik fähig?
Ja! Selbst denken zu können setze ich gleich mit Kritikfähigkeit. Wobei ich glaube, dass selbst denken auf diversen Ebenen stattfindet und jemand, der auf der einen Ebene unglaublich kritikfähig ist, kann auf einer anderen Ebene völlig unfähig zu Kritik sein.
Zitat:
Wäre es nicht gerechter, wenn man nur denkende Menschen wählen ließe?
Das ist wohl in erster Linie eine Frage des Gerechtigkeitsbegriffs. Wer wollte die Wahl treffen? Welche Kriterien könnte man anwenden?
Als braver Staatsbürger und guter Demokrat muss ich diesen Gedanken natürlich ablehnen, aber: Wenn ich beobachte, wie unsere Politik immer mehr zu einer reinen Inszenierung auf dem Niveau der Bildzeitung verkommt und nicht Vernunft, sondern der Blick auf die Wählergunst politische Entscheidungen beeinflusst, dann wünsche ich mir hin und wieder, dass nur die Menschen das Schicksal unseres Landes bestimmen dürfen, die über das notwendige Wissen und die entsprechende Kritikfähigkeit verfügen.
Zitat:
Ist man denkend oder konsumierend glücklicher?
Es handelt sich ja hier lediglich um einen von vielen Faktoren, die über unser Wohlbefinden entscheiden. Grundsätzlich glaube ich aber, dass selbst denken das Leben schwieriger und komplizierter macht. Allerdings bekommt es so auch mehr Tiefe, da man nicht nur an der Oberfläche verweilt.
Gruß Baltus
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Titel:
Zitat:
Keiner!?!!!! Warum sollten sie mehr Arbeiten als die Lehrer??
Schule ist dazu da, um alle einmal auf eine ähnliche Ebene herunter zu bringen.. und um das Kurzzeitgedächtnis zu trainieren.. toller Laden ...
Schule ist dazu da, um alle einmal auf eine ähnliche Ebene herunter zu bringen.. und um das Kurzzeitgedächtnis zu trainieren.. toller Laden ...
Okay, ich sehe schon du bist ein Schüler der Sorte 2 oder 3.
Zitat:
Schüler 1 rechnet die Aufgabe problemlos, ist als erster fertig und streckt.
Schüler 2 fragt sich, wie ein LKW auf der Autobahn 140 fahren darf, rechnet aber trotzdem und ist als zweiter fertig.
Schüler 3 fragt sich, wieso der LKW so schnell fährt und lässt sich davon total ablenken, dass er nicht rechnet. Seine Gedanken hacken nur auf den Fehlern der Aufgabe herum (egal wie authentisch).
Schüler 4 rechnet die Aufgabe, kann sie jedoch nicht erledigen, weil er sie nicht versteht. Seine Gedanken kreisen um das Problem, dass er im Endeffekt aber nicht zu lösen vermag.
Welcher Schüler DENKT selbst?
Schüler 2 fragt sich, wie ein LKW auf der Autobahn 140 fahren darf, rechnet aber trotzdem und ist als zweiter fertig.
Schüler 3 fragt sich, wieso der LKW so schnell fährt und lässt sich davon total ablenken, dass er nicht rechnet. Seine Gedanken hacken nur auf den Fehlern der Aufgabe herum (egal wie authentisch).
Schüler 4 rechnet die Aufgabe, kann sie jedoch nicht erledigen, weil er sie nicht versteht. Seine Gedanken kreisen um das Problem, dass er im Endeffekt aber nicht zu lösen vermag.
Welcher Schüler DENKT selbst?
Nochmal von vorne. Welcher Schüler denkt selbst?Welcher ist es?
Ich meine doch wohl die letzten drei.
Also der supergute Schüler macht sich dazu gar keine Gedanken. Ist er nun intelligenter oder nicht?
Auch wenn der vierte Schüler das Problem nicht versteht, er denkt darüber nach.
: Ranglos :
Anmeldungsdatum: 06.11.2003
Wohnort: Die Gegenden der Sorgen, düstre Schatten, wo Friede nicht, noch Ruhe je verweilt...
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Titel: There is a game I play Try to make myself okay
im Grunde genommen ist mehr oder weniger jeder Menschen - ein denkender Mensch... OK in wie weit der Mensch seine Gabe zu denken nutzen kann hängt immer sehr stark von seiner Umgebung & den Lebensbedingungen ab:
ein Mensch der um's Überleben kämpfen muss wird weniger Zeit haben sich Gedanken über das Wesen von Gut & Böse oder die Bestimmung der Menschheit machen bzw. sich die brühmte Frage stellen: "Wie sollten die Menschen leben?"...
ein Mensch der um's Überleben kämpfen muss wird weniger Zeit haben sich Gedanken über das Wesen von Gut & Böse oder die Bestimmung der Menschheit machen bzw. sich die brühmte Frage stellen: "Wie sollten die Menschen leben?"...
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Titel:
Yaso hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Schüler 1 rechnet die Aufgabe problemlos, ist als erster fertig und streckt.
Schüler 2 fragt sich, wie ein LKW auf der Autobahn 140 fahren darf, rechnet aber trotzdem und ist als zweiter fertig.
Schüler 3 fragt sich, wieso der LKW so schnell fährt und lässt sich davon total ablenken, dass er nicht rechnet. Seine Gedanken hacken nur auf den Fehlern der Aufgabe herum (egal wie authentisch).
Schüler 4 rechnet die Aufgabe, kann sie jedoch nicht erledigen, weil er sie nicht versteht. Seine Gedanken kreisen um das Problem, dass er im Endeffekt aber nicht zu lösen vermag.
Schüler 2 fragt sich, wie ein LKW auf der Autobahn 140 fahren darf, rechnet aber trotzdem und ist als zweiter fertig.
Schüler 3 fragt sich, wieso der LKW so schnell fährt und lässt sich davon total ablenken, dass er nicht rechnet. Seine Gedanken hacken nur auf den Fehlern der Aufgabe herum (egal wie authentisch).
Schüler 4 rechnet die Aufgabe, kann sie jedoch nicht erledigen, weil er sie nicht versteht. Seine Gedanken kreisen um das Problem, dass er im Endeffekt aber nicht zu lösen vermag.
Nochmal von vorne. Welcher Schüler denkt selbst?Welcher ist es?
Ich meine doch wohl die letzten drei.
Also der supergute Schüler macht sich dazu gar keine Gedanken. Ist er nun intelligenter oder nicht?
Er denkt nicht, er funktioniert nur. Intelligenz kann daran nicht gemessen werden.
Zitat:
Auch wenn der vierte Schüler das Problem nicht versteht, er denkt darüber nach.
Erinnert mich grade an ein Tier. Es kann auch nicht lesen,aber schaut sich ne Zeitung an.. wie intelligent is es?
Denken tun meiner Meinung nach 2+3, 4 beschäftigt sich zwar mit dem thema aber versteht es nicht. Kann also auch nicht großartig über das Problem nachdenken
Was ist mit Schüler 5+6?
Schüler 5 liest die Aufgabe durch, denkt sich "wasn scheiß" und fängt an mit dem Nachbarn zu diskutieren/den Lehrer voll zu texten, erledigt die Aufgabe letztendlich nicht.
Schüler 6 weiß, dass es eine Übung ist, die ihm bei der korrekten Lösung zu einer besseren Zensur verhilft. Er macht die trotzdem nicht.
Mir fehlt in der Überschrift des Threads noch ne Ausführung.
"Der Unterschied zwischen denken und selber denken und gedacht werden" im sinne, vorgegebene strukturen in die jeweilige situation einzuflechten.
Hab das Gefühl, cmk12 will uns wiedermal auf den Pfad bringen und uns Zeigen, dass wir uns über irgend ein Thema halb weg diskutieren und den Kopf heiß denken können.. für andere Menschen in anderen Ländern wäre das wahrscheinlich nicht relevant bzw. sie hätten einfach was besseres zu tun, als über so nen scheiß nachzudenken.. Uns gehts zu gut und wir haben zuviel Zeit.
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Wohnort: Die Gegenden der Sorgen, düstre Schatten, wo Friede nicht, noch Ruhe je verweilt...
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Titel: Try so hard to make the pieces all fit Smash it apart
Zitat:
für andere Menschen in anderen Ländern wäre das wahrscheinlich nicht relevant bzw. sie hätten einfach was besseres zu tun, als über so nen scheiß nachzudenken.. Uns gehts zu gut und wir haben zuviel Zeit.
Zitat:
"...eine hierarchische Gesellschaft kann nur bestehen auf der Grundlage von Armut und Unwissenheit"
in diesem Sinne:
Frieden ist Krieg!
Freiheit ist Sklaverei!
Unwissenheit ist Stärke!
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Titel:
@ Baltus: Und der Ansatz mit den Lebenskrisen? Hältst Du den für völlig verfehlt?
Prinzipiell geb´ich Dir schon recht mit den kognitiven Konflikten, aber das allein ist´s glaub´ich noch nicht, was cmk12 gemeint hat.
Das mit den Papierschiffen z.B: Klar regt es durch den Konflikt die Schüler zum Denken an. Aber zum "selber" denken? Da würde, um beim Beispiel zu bleiben, nicht nur die Antwort, warum ein Schiff schneller sinkt, dazugehören, sondern v.a. die Frage: wie kann ich das Schiff anders konstruieren, daß es trotzem nicht schneller sinkt? Was hat es für Vorteile, trotz des sich schneller Ansaufens dieses Material für ein Schiff zu verwenden? usw. usf.
Worauf ich rauswill: WIRKLICH kreatives Denken ist meiner Ansicht nach das Fragen finden, nicht das Antworten finden.
Und genau das beschreibst du ja bei bei Deinen GEWI-Arbeiten.
Wie kommt man nun zum Schritt von ch antworte" zu ch frage"? Da sehe ich die Lebenskrisen-Frage schlagend werden.
Der Schritt ist der Schritt vom Denken zum "selber" denken, nicht das, was die Schüler machen, wenn sie kognitive Konflikte auflösen.
Sitze ich jetzt im Tintenfaß?
Ich bin weder Psychologe noch Philosoph, daher fehlen mir die wissenschaftlichen Grundlagen für solche Debatten. Von mir bekommst Du nur meine persönliche Meinung, Baltus, tut mir leid.......
Prinzipiell geb´ich Dir schon recht mit den kognitiven Konflikten, aber das allein ist´s glaub´ich noch nicht, was cmk12 gemeint hat.
Das mit den Papierschiffen z.B: Klar regt es durch den Konflikt die Schüler zum Denken an. Aber zum "selber" denken? Da würde, um beim Beispiel zu bleiben, nicht nur die Antwort, warum ein Schiff schneller sinkt, dazugehören, sondern v.a. die Frage: wie kann ich das Schiff anders konstruieren, daß es trotzem nicht schneller sinkt? Was hat es für Vorteile, trotz des sich schneller Ansaufens dieses Material für ein Schiff zu verwenden? usw. usf.
Worauf ich rauswill: WIRKLICH kreatives Denken ist meiner Ansicht nach das Fragen finden, nicht das Antworten finden.
Und genau das beschreibst du ja bei bei Deinen GEWI-Arbeiten.
Wie kommt man nun zum Schritt von ch antworte" zu ch frage"? Da sehe ich die Lebenskrisen-Frage schlagend werden.
Der Schritt ist der Schritt vom Denken zum "selber" denken, nicht das, was die Schüler machen, wenn sie kognitive Konflikte auflösen.
Sitze ich jetzt im Tintenfaß?
Ich bin weder Psychologe noch Philosoph, daher fehlen mir die wissenschaftlichen Grundlagen für solche Debatten. Von mir bekommst Du nur meine persönliche Meinung, Baltus, tut mir leid.......
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Anmeldungsdatum: 16.04.2004
Beiträge: 209
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Titel:
##Wäre es nicht gerechter, wenn man nur denkende Menschen wählen ließe? (Achtung, gefährliche Frage!) ##
Mhmmm... Der Doppelte Boden.
Jeder Mensch ist grundsätzlich in der Lage zu denken. Aber bedeutet dann denken auch nachdenken?
Nun, ich denke ist oft ein falscher Ansatz, denn meist ist man eben der Ansicht. Was diese Frage angeht. Ja gefährlich ist sie gewiss. Gerechtigkeit gibt es nicht. Das ist nur ein Ausdruck der dadurch entstanden ist, da wir Menschen ein Rechtssystem haben das uns unsere Grenzen offenbart. Worauf ich hinaus will, ist das es eigentlich keiner von uns entscheiden kann was gerecht ist.
Daher können wir nicht entscheiden wenn wir wählen lassen dürfen.
Wenn du sagst es ist gerecht nur einen denkenden Menschen wählen lassen zu dürfen frage ich dich was du mit denken meinst.
Wer entscheidet das? Du, ich, Adolf Hitler, Georg Bush....
Wenn es so einfach ist, wieso lässt man uns nicht die Wahl...
Wir leben in einer Welt in der andere Entscheidungen treffen mit dennen wir nicht konform gehen, aber wir dennoch dannach leben. Gesetze und Regeln sind dazu da um uns Menschen nicht ins Chaos zu stürzen. Es ist gut das wir nicht die Wahl haben. Auch wenn es bedeutet das wir im Grunde nicht frei sind.
Die Entsscheidung zu treffen ob ich das rote T-Shirt anziehe oder die blaue Bluse ist eine Sachen, aber zu wählen ob ich meinen Nachbarn erschieße oder nicht eine andere. Moral ist hier das Zauberwort.
Moral entwickelt sich aus Regeln. Regeln wurden von anderen entschieden und uns von unseren Eltern vermittelt. Wir erhalten, erkennen und wissen um die Moral. Deshalb kennen wir auch den Unterschied zwischen gut und böse. Dennoch würden wir/ ich/du nicht losgehen und den Nachbarn erschiessen, weil wir eben durch die Umwelt geprägt wurden, oder doch gerade weil wir durch sie geprägt wurden?
Das könnte denken sein. Ja oder nein.
Nun, sollte ich jetzt losgehen und naja du weist schon was tun, heisst das aber noch lange nicht ich hätte nicht nachgedacht. Was denken wieder vorraus setzt. Ich habe mich dazu entschlossen, obwohl ich weiss das es wider der Regeln ist.
Kausalität spielt hier keine Rolle. Ursache und Wirkung. Motivation und Motiv. Handeln, nicht handeln. Am Ende werden alle Entscheidungen durch das Umfeld entschieden.
So beschränkt sich unser freier Wille, denn wer will schon bestrafft werden.
Mhmmm... Der Doppelte Boden.
Jeder Mensch ist grundsätzlich in der Lage zu denken. Aber bedeutet dann denken auch nachdenken?
Nun, ich denke ist oft ein falscher Ansatz, denn meist ist man eben der Ansicht. Was diese Frage angeht. Ja gefährlich ist sie gewiss. Gerechtigkeit gibt es nicht. Das ist nur ein Ausdruck der dadurch entstanden ist, da wir Menschen ein Rechtssystem haben das uns unsere Grenzen offenbart. Worauf ich hinaus will, ist das es eigentlich keiner von uns entscheiden kann was gerecht ist.
Daher können wir nicht entscheiden wenn wir wählen lassen dürfen.
Wenn du sagst es ist gerecht nur einen denkenden Menschen wählen lassen zu dürfen frage ich dich was du mit denken meinst.
Wer entscheidet das? Du, ich, Adolf Hitler, Georg Bush....
Wenn es so einfach ist, wieso lässt man uns nicht die Wahl...
Wir leben in einer Welt in der andere Entscheidungen treffen mit dennen wir nicht konform gehen, aber wir dennoch dannach leben. Gesetze und Regeln sind dazu da um uns Menschen nicht ins Chaos zu stürzen. Es ist gut das wir nicht die Wahl haben. Auch wenn es bedeutet das wir im Grunde nicht frei sind.
Die Entsscheidung zu treffen ob ich das rote T-Shirt anziehe oder die blaue Bluse ist eine Sachen, aber zu wählen ob ich meinen Nachbarn erschieße oder nicht eine andere. Moral ist hier das Zauberwort.
Moral entwickelt sich aus Regeln. Regeln wurden von anderen entschieden und uns von unseren Eltern vermittelt. Wir erhalten, erkennen und wissen um die Moral. Deshalb kennen wir auch den Unterschied zwischen gut und böse. Dennoch würden wir/ ich/du nicht losgehen und den Nachbarn erschiessen, weil wir eben durch die Umwelt geprägt wurden, oder doch gerade weil wir durch sie geprägt wurden?
Das könnte denken sein. Ja oder nein.
Nun, sollte ich jetzt losgehen und naja du weist schon was tun, heisst das aber noch lange nicht ich hätte nicht nachgedacht. Was denken wieder vorraus setzt. Ich habe mich dazu entschlossen, obwohl ich weiss das es wider der Regeln ist.
Kausalität spielt hier keine Rolle. Ursache und Wirkung. Motivation und Motiv. Handeln, nicht handeln. Am Ende werden alle Entscheidungen durch das Umfeld entschieden.
So beschränkt sich unser freier Wille, denn wer will schon bestrafft werden.
: Orakel-Schüler(in) :

Anmeldungsdatum: 06.11.2003
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Beiträge: 2058
Titel:
Viele Politiker beginnen ihre Sätze gerne mit "Ich denke mal" oder "Ich denke jetzt mal" (damit man auch die Einzigartigkeit des Vorgangs nachvollziehen kann) ... da wird's dann echt gefährlich
.
Ich ging davon aus, dass die Schüler grundsätzlich versuchen die Aufgabe zu lösen. Wer sich mit dem Problem nicht befassen will, der hat auf der Schule nichts zu suchen. Klingt hart, ich weiß ...
Zitat:
Was ist mit Schüler 5+6?
Ich ging davon aus, dass die Schüler grundsätzlich versuchen die Aufgabe zu lösen. Wer sich mit dem Problem nicht befassen will, der hat auf der Schule nichts zu suchen. Klingt hart, ich weiß ...
: Crewmitglied :
Anmeldungsdatum: 06.11.2003
Beiträge: 1469
Anmeldungsdatum: 06.11.2003
Beiträge: 1469
Titel:
Tja, das alles sind Fragen, die auch ich mir immer und immer wieder stelle.
gueldensterns letzter Absatz gilt für mich selbstverständlich ebenso. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass Wissen konsumieren der einfachere Weg ist und der Mensch dazu neigt, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. Selbst hier im Forum stosse ich auf Menschen, die fast ausschliesslich mit "gestohlenen" Gedanken argumentieren. Unglücklich sind die aber nicht, sie merken es selbst garnicht und wenn man sie darauf hinweist, sind sie zutiefst beleidigt.
Mit den Wahlen ist es so eine Sache, da muss ich mich meinen Vorrednern anschliessen, wer soll das entscheiden? Meiner Meinung nach setzt sich die Wählerschaft aus den "Stammwählern" (die Partei X hat schon mein Vater gewählt), den "Prognosewählern" (wenn die Mehrheit die Partei X wählt, dann wähle ich die auch) und den sehr wenigen "Denkern" zusammen. Viele "Denker" gehen aber schon garnicht wählen, weil sie wissen, dass alle Stimmen dieser "Denker" den Wahlausgang nicht beeinflussen können und/oder es garkeine Partei gibt, die sie wählen würden.
Wer wählt denn jetzt eigentlich? Die Stammwähler bilden einen relativ gleichbleibenden Sockel an Stimmen der Parteien. Die Denker spürt man kaum oder garnicht im Wahlausgang.
Die einzigen "Wahlentscheider" sind somit die Prognosewähler, also letztendlich die Medien. Das ist eine gerechte Wahl?
Der reine "Selbstdenker" ist meines Erachtens eine fast kaum vorhandene Ausprägung. Zumindest ist es ein sehr steiniger Weg, ein solcher zu bleiben.
Irgendetwas in unserem Gehirn ist so gestrickt, dass es dem "Selbstdenken" entgegen wirkt, so erscheint es mir zumindest.
Ich frage mich nur, ob das strukturell bedingt ist oder charakterlich festgelegt wird.
Gelernt habe ich nur, dass es besser ist, sein "Selbstdenken" nicht, bzw. sehr eingeschränkt einzusetzen und erstmal die Menschen in seinem Umfeld kommen zu lassen und sich diesen dann anzupassen. Leider gelingt mir das nicht immer, eher seltenst, ich kann einfach nicht meine Klappe halten, wenn mir eine Frage auf der Zunge liegt, naja, damit muss ich eben leben.
Deine Fragen zu beantworten, fällt mir auch nicht so leicht, cmk12.
Ich beantworte sie mal so:
Die Mehrheit ist der "Wissenskonsumierende" und ein Harmonie liebender Mensch wird sich als Ebensolcher auf jeden Fall glücklicher fühlen.
Ein Selbstdenkender, der sich nicht mal davon lösen kann, wird eher immer der Unglückliche sein.
Wirklich glücklich wird nur der sein, der auf seiner Skala beliebig rauf und runter regeln kann, ohne in diesem Moment darüber nachzudenken.
Gruß Uwe
gueldensterns letzter Absatz gilt für mich selbstverständlich ebenso. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass Wissen konsumieren der einfachere Weg ist und der Mensch dazu neigt, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. Selbst hier im Forum stosse ich auf Menschen, die fast ausschliesslich mit "gestohlenen" Gedanken argumentieren. Unglücklich sind die aber nicht, sie merken es selbst garnicht und wenn man sie darauf hinweist, sind sie zutiefst beleidigt.
Mit den Wahlen ist es so eine Sache, da muss ich mich meinen Vorrednern anschliessen, wer soll das entscheiden? Meiner Meinung nach setzt sich die Wählerschaft aus den "Stammwählern" (die Partei X hat schon mein Vater gewählt), den "Prognosewählern" (wenn die Mehrheit die Partei X wählt, dann wähle ich die auch) und den sehr wenigen "Denkern" zusammen. Viele "Denker" gehen aber schon garnicht wählen, weil sie wissen, dass alle Stimmen dieser "Denker" den Wahlausgang nicht beeinflussen können und/oder es garkeine Partei gibt, die sie wählen würden.
Wer wählt denn jetzt eigentlich? Die Stammwähler bilden einen relativ gleichbleibenden Sockel an Stimmen der Parteien. Die Denker spürt man kaum oder garnicht im Wahlausgang.
Die einzigen "Wahlentscheider" sind somit die Prognosewähler, also letztendlich die Medien. Das ist eine gerechte Wahl?
Der reine "Selbstdenker" ist meines Erachtens eine fast kaum vorhandene Ausprägung. Zumindest ist es ein sehr steiniger Weg, ein solcher zu bleiben.
Irgendetwas in unserem Gehirn ist so gestrickt, dass es dem "Selbstdenken" entgegen wirkt, so erscheint es mir zumindest.
Ich frage mich nur, ob das strukturell bedingt ist oder charakterlich festgelegt wird.
Gelernt habe ich nur, dass es besser ist, sein "Selbstdenken" nicht, bzw. sehr eingeschränkt einzusetzen und erstmal die Menschen in seinem Umfeld kommen zu lassen und sich diesen dann anzupassen. Leider gelingt mir das nicht immer, eher seltenst, ich kann einfach nicht meine Klappe halten, wenn mir eine Frage auf der Zunge liegt, naja, damit muss ich eben leben.
Deine Fragen zu beantworten, fällt mir auch nicht so leicht, cmk12.
Ich beantworte sie mal so:
Die Mehrheit ist der "Wissenskonsumierende" und ein Harmonie liebender Mensch wird sich als Ebensolcher auf jeden Fall glücklicher fühlen.
Ein Selbstdenkender, der sich nicht mal davon lösen kann, wird eher immer der Unglückliche sein.
Wirklich glücklich wird nur der sein, der auf seiner Skala beliebig rauf und runter regeln kann, ohne in diesem Moment darüber nachzudenken.
Gruß Uwe
: Orakel-Schüler(in) :
Anmeldungsdatum: 06.11.2003
Wohnort: Zamonien
Beiträge: 1931
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Beiträge: 1931
Titel:
Mag sein, dass ich mich auf einer völlig falschen Fährte befinde. Aber Deine Ausgangsfragestellung, cmk12, bringt mir zu erst einmal auf das Thema Analyse.
Wenn jemand es versteht eine Situation zu analysieren (siehe Baltus' Beispiel) und ihr Problem erkennt, kann er auf die Suche nach einer Lösung gehen. Diese Lösung erfordert, je nach Komplexität des Problemes, unterschiedliche Wissenstände. Wichtig dabei ist eine solide Grundlage und diese bekommen wir nicht in der Schule oder im Kindergarten vermittelt, sondern im Kleinkindalter. Dort konsumieren wir Erkenntnisse wie: das Runde paßt nicht in das Eckige. (*lach* Vielleicht liegt es daran, dass Frauen kaum Verständnis für Fußball haben.)
Mit diesen Grundlagen schaffen wir es uns zu vergegenwärtigen. Das kann meiner Ansicht nach jeder. Wie jedoch auf diesen Grundlagen aufgebaut wird, ist entscheidend für die Entwicklung dessen was Du als "selbständiges denken" bezeichnest.
Ein Beispiel aus meiner Kindheit (ich war ca. 4 Jahre):
Mit meinem Vater war ich im nahe gelegenen Wald sehr oft Pilze sammeln. Ich verstand, dass es meinen Eltern Freude bereite, wenn ich viele Pilze sammle. Es war nicht das erstemal, dass wir dort waren und meine Eltern waren immer in Sicht- schlimmstenfalls in Rufweite.
Mein Korb war voll und ich sah mich um. Mein Vater war nicht zu sehen, also rief ich laut (ich habe ein sehr kräftiges Organ) in den Wald. Keine Antwort. Für mich war das erst einmal ein Schock (deshalb erinnere ich mich wohl recht gut daran). Aber dann fing es an in meinem Hirn "zu funken". Wo bin ich hier? Ist ein Weg in der Nähe? Wo kam ich her?
Ich wußte nicht mehr wo ich im Wald war.
Es war kein Weg in der Nähe.
Ich wußte auch nicht mehr woher ich kam.
Es folgte die klassische Reaktion eines Kindes. Ich weinte. Doch merkte ich, dass auch das nichts an meiner Situation ändern würde. Also hörte ich mit weinen auf. Zu dem wurde es auch noch dunkel.
Ich begann wieder nachzudenken. Wenn ich dort stehen bleibe, werde ich nicht zurück finden. Also ging ich in irgend eine Richtung los. Der Weg auf dem ich stand, kam mir in keinsterweise bekannt vor.
Ich breche die Geschichte an dieser Stelle ab. Es ist wohl klar worauf ich hinaus will. Ich fing an diesem Abend/ dieser Nacht an selbständig zu denken. (Vorher war ich mir selbst wohl bewußt.) Doch allein die Frage: "Warum" konnte mich nicht aus der Situation befreien. Es war eher ein "Was" und das Handeln, was mein "bewußtes Denken" beeinflußte.
Das Ende der Geschichte war, dass mich ca. 30 Männer und Frauen in dem Wald gesucht haben. Keinen von denen bin ich über den Weg gelaufen. Ich lernte mich zu orientieren, erkannte Wegkreuzungen wieder und Wege die ich bereits gegangen war, ohne das ich zuhause ankam.
Ich letztendlich fand ich den Weg.
Doch das "Geschenk" des (wenn ich Dich richtig verstanden habe) "selbständigen denken" war für mich kein Segen oder brachte mir Freude. Ich kann bis heute das Denken nicht sein lassen, geschweige denn einmal abschalten. Es muß noch nicht einmal produktives Denken sein, Hauptsache da oben passiert etwas.
Leider kann ich mich nicht kurz fassen, aber um noch einmal auf die Fragestellung eingehen zu wollen.
Wichtig ist die Vermittlung der Grundlagen und das Erkennen bzw. Nutzen dieser Gundlagen.
Ich hoffe ich liege mit dieser Behauptung richtig. Aber jeder Schüler wird mehr begreifen, mehr behalten, wenn nicht ein stupides Vermitteln von Systematik oder nur Fakten erfolgt, sondern wenn sie sich ihm erschließen.
Ich halte es deshalb auch für reichlich daneben zu behaupten, dass Lehrer, die Stoff gut vermitteln können zu denen gehören, die nicht "selbständig denken". Ganz im Gegenteil. Erstens haben sie es erst einmal selbst begreifen müssen um es vermitteln zu können und zweitens gehört eine Menge Denkvermögen dazu auf die Fragen der Schüler antworten zu können.
Für falsch halte ich den Gedanken, dass "selbständiges Denken" zu gleichen Ergebnissen führen muss.
Lieben Gruß
La_Penna
P.S. Für meine Lehrer war ich z.T. der Schrecken des zu vermittelnden Schulstoffes. Grade weil ich erkannt hatte, dass ich Lösungen selbst finden kann, versuchte ich es in jeder Hinsicht und brachte die Konzepte durcheinander. Einige Grundlagen, die ich somit gebraucht hätte um Weiterdenken zu können, fehlen mir deshalb.
Wenn jemand es versteht eine Situation zu analysieren (siehe Baltus' Beispiel) und ihr Problem erkennt, kann er auf die Suche nach einer Lösung gehen. Diese Lösung erfordert, je nach Komplexität des Problemes, unterschiedliche Wissenstände. Wichtig dabei ist eine solide Grundlage und diese bekommen wir nicht in der Schule oder im Kindergarten vermittelt, sondern im Kleinkindalter. Dort konsumieren wir Erkenntnisse wie: das Runde paßt nicht in das Eckige. (*lach* Vielleicht liegt es daran, dass Frauen kaum Verständnis für Fußball haben.)
Mit diesen Grundlagen schaffen wir es uns zu vergegenwärtigen. Das kann meiner Ansicht nach jeder. Wie jedoch auf diesen Grundlagen aufgebaut wird, ist entscheidend für die Entwicklung dessen was Du als "selbständiges denken" bezeichnest.
Ein Beispiel aus meiner Kindheit (ich war ca. 4 Jahre):
Mit meinem Vater war ich im nahe gelegenen Wald sehr oft Pilze sammeln. Ich verstand, dass es meinen Eltern Freude bereite, wenn ich viele Pilze sammle. Es war nicht das erstemal, dass wir dort waren und meine Eltern waren immer in Sicht- schlimmstenfalls in Rufweite.
Mein Korb war voll und ich sah mich um. Mein Vater war nicht zu sehen, also rief ich laut (ich habe ein sehr kräftiges Organ) in den Wald. Keine Antwort. Für mich war das erst einmal ein Schock (deshalb erinnere ich mich wohl recht gut daran). Aber dann fing es an in meinem Hirn "zu funken". Wo bin ich hier? Ist ein Weg in der Nähe? Wo kam ich her?
Ich wußte nicht mehr wo ich im Wald war.
Es war kein Weg in der Nähe.
Ich wußte auch nicht mehr woher ich kam.
Es folgte die klassische Reaktion eines Kindes. Ich weinte. Doch merkte ich, dass auch das nichts an meiner Situation ändern würde. Also hörte ich mit weinen auf. Zu dem wurde es auch noch dunkel.
Ich begann wieder nachzudenken. Wenn ich dort stehen bleibe, werde ich nicht zurück finden. Also ging ich in irgend eine Richtung los. Der Weg auf dem ich stand, kam mir in keinsterweise bekannt vor.
Ich breche die Geschichte an dieser Stelle ab. Es ist wohl klar worauf ich hinaus will. Ich fing an diesem Abend/ dieser Nacht an selbständig zu denken. (Vorher war ich mir selbst wohl bewußt.) Doch allein die Frage: "Warum" konnte mich nicht aus der Situation befreien. Es war eher ein "Was" und das Handeln, was mein "bewußtes Denken" beeinflußte.
Das Ende der Geschichte war, dass mich ca. 30 Männer und Frauen in dem Wald gesucht haben. Keinen von denen bin ich über den Weg gelaufen. Ich lernte mich zu orientieren, erkannte Wegkreuzungen wieder und Wege die ich bereits gegangen war, ohne das ich zuhause ankam.
Ich letztendlich fand ich den Weg.
Doch das "Geschenk" des (wenn ich Dich richtig verstanden habe) "selbständigen denken" war für mich kein Segen oder brachte mir Freude. Ich kann bis heute das Denken nicht sein lassen, geschweige denn einmal abschalten. Es muß noch nicht einmal produktives Denken sein, Hauptsache da oben passiert etwas.
Leider kann ich mich nicht kurz fassen, aber um noch einmal auf die Fragestellung eingehen zu wollen.
Wichtig ist die Vermittlung der Grundlagen und das Erkennen bzw. Nutzen dieser Gundlagen.
Ich hoffe ich liege mit dieser Behauptung richtig. Aber jeder Schüler wird mehr begreifen, mehr behalten, wenn nicht ein stupides Vermitteln von Systematik oder nur Fakten erfolgt, sondern wenn sie sich ihm erschließen.
Ich halte es deshalb auch für reichlich daneben zu behaupten, dass Lehrer, die Stoff gut vermitteln können zu denen gehören, die nicht "selbständig denken". Ganz im Gegenteil. Erstens haben sie es erst einmal selbst begreifen müssen um es vermitteln zu können und zweitens gehört eine Menge Denkvermögen dazu auf die Fragen der Schüler antworten zu können.
Für falsch halte ich den Gedanken, dass "selbständiges Denken" zu gleichen Ergebnissen führen muss.
Lieben Gruß
La_Penna
P.S. Für meine Lehrer war ich z.T. der Schrecken des zu vermittelnden Schulstoffes. Grade weil ich erkannt hatte, dass ich Lösungen selbst finden kann, versuchte ich es in jeder Hinsicht und brachte die Konzepte durcheinander. Einige Grundlagen, die ich somit gebraucht hätte um Weiterdenken zu können, fehlen mir deshalb.
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Anmeldungsdatum: 06.11.2003
Beiträge: 1469
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Titel:
@La_Penna: Du gehörst leider (ich finde es natürlich toll, dass es so ist) zu der kleinen Gruppe der "Selbstdenker". Nun müsste man wissen, wieviele Kinder heulend auf der Stelle bleiben, bis sie einschlafen oder erfroren sind. Du hast das angewandte Schema schon viel früher gelernt, wo und wann auch immer, selbst wenn es aus dem Fernseher oder aus einem Märchenbuch stammt.
Du hast den für mich wichtigsten Satz schon geschrieben:
Gerade diese Fähigkeit ist sehr selten, bzw. sind die meisten Menschen ab einer bestimmten Grösse der Situation, falls man das so nennen kann, total überfordert.
Da passt dann wieder das Schülerbeispiel von oben, einer analysiert nichts, er macht, was der Lehrer möchte, ein Anderer analysiert so vor sich hin, dass er das Wesentliche aus den Augen verliert. Da zu kann ich nur mal auf meine Geschichte mit den Videos auf Web-Seiten verweisen
. Von solchen "Spezialisten" könnte ich bedauerlicher Weise Bücher füllen.
Sollte das dann aber bedeuten, dass nur ein perfekter Analytiker auch ein echter "Selbstdenker" sein kann?
Gruß Uwe
Du hast den für mich wichtigsten Satz schon geschrieben:
Zitat:
Wenn jemand es versteht eine Situation zu analysieren (siehe Baltus' Beispiel) und ihr Problem erkennt, kann er auf die Suche nach einer Lösung gehen
Gerade diese Fähigkeit ist sehr selten, bzw. sind die meisten Menschen ab einer bestimmten Grösse der Situation, falls man das so nennen kann, total überfordert.
Da passt dann wieder das Schülerbeispiel von oben, einer analysiert nichts, er macht, was der Lehrer möchte, ein Anderer analysiert so vor sich hin, dass er das Wesentliche aus den Augen verliert. Da zu kann ich nur mal auf meine Geschichte mit den Videos auf Web-Seiten verweisen
Sollte das dann aber bedeuten, dass nur ein perfekter Analytiker auch ein echter "Selbstdenker" sein kann?
Gruß Uwe
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