: Orakel :

Anmeldungsdatum: 06.11.2003
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Titel: Gedichte raten
Zitat:
x-cyrion hat Folgendes geschrieben:
ist das alter wichtig?
ist es wichtig frühling zu haben?
ob sich diese verbinden lassen?
was ist im leben der frühling?
ist der frühling das junge alter?
gibt es zeiten die gerne als frühling bezeichnen würde?
ist es wichtig frühling zu haben?
ob sich diese verbinden lassen?
was ist im leben der frühling?
ist der frühling das junge alter?
gibt es zeiten die gerne als frühling bezeichnen würde?
Lithium hat Folgendes geschrieben:
wo wir gerade beim Gedichte raten sind:
Im düstern Auge keine Träne
Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne:
Deutschland, wir weben dein Leichentuch,
Wir weben hinein den dreifachen Fluch -
Wir weben, wir weben!
...
Im düstern Auge keine Träne
Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne:
Deutschland, wir weben dein Leichentuch,
Wir weben hinein den dreifachen Fluch -
Wir weben, wir weben!
...
Arwen hat Folgendes geschrieben:
Ich weiß es!!
Das ist "Die schlesischen Weber" von Heinrich Heine.
Das ist "Die schlesischen Weber" von Heinrich Heine.
Lithium hat Folgendes geschrieben:
Das hat dir der Teufel gesagt!
ok du bist dran mit Gedicht zum raten aussuchen...
ok du bist dran mit Gedicht zum raten aussuchen...
Zero. hat Folgendes geschrieben:
Falls es so einen thread noch nicht gibt, könnt ihr ja einen aufmachen.
Lithium hat Folgendes geschrieben:
nur wenn du ein Gedicht vorträgst....
@Lithium
Dein wunsch sei mir befehl
Ich denke ich muss nicht viel erklären oder ?
Einer postet ein gedicht, natürlich ohne autor-angabe,
wer es rausbekommt darf das nächste bringen usw.
Ich mach gleich mal den anfang:
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andere, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden . . .
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
Gruss
Z.
: Crewmitglied :
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Titel:
HERMANN HESSE!!!
gut ich hab das nächste...
Ein Hündchen wird gesucht
das niemals bellt und beisst
das alte scherben frisst
und diamanten scheisst
Ein relativ unbekanntes Gedicht von einem berühmten Dichter
gut ich hab das nächste...
Ein Hündchen wird gesucht
das niemals bellt und beisst
das alte scherben frisst
und diamanten scheisst
Ein relativ unbekanntes Gedicht von einem berühmten Dichter
: Orakel-Schüler(in) :
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Titel:
Johann Wolfgang von Goethe?




mm, mir fällt nix ein...
mm, mir fällt nix ein...
Zuletzt bearbeitet von Sid am 21.03.2004, 16:54, insgesamt 2-mal bearbeitet
: Crewmitglied :
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Titel:
richtig
EIN SCHEISS!!!! wie konntest du das sooo schnell raten??

EIN SCHEISS!!!! wie konntest du das sooo schnell raten??
: Senator(in) :

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Titel:
die idee
es ist deine idee
es war deine idee
es wird meine sein
es ist entstanden
es war begonnen
es wird enden
es ist erweitert
es war erschaffen
es wird verwendet
es ist besser
es war leicht
es wird leben
es ist deine idee
es war deine idee
es wird meine sein
es ist entstanden
es war begonnen
es wird enden
es ist erweitert
es war erschaffen
es wird verwendet
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es war leicht
es wird leben
: Ranglos :
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Titel: la te ralus
Eichendorf?
: Orakel-Schüler(in) :

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Titel:
x-cyrion, gib uns einen Tip... 
: Senator(in) :

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Titel:
nö!
es ist keiner den man in der schule kennen lernt und keiner der berühmt ist.
es ist keiner den man in der schule kennen lernt und keiner der berühmt ist.
: Orakel-Schüler(in) :

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Titel:
es ist von dir selber?
: Senator(in) :

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Titel:
ok, ich lasse es, es ist dumm. es kann sowieso keiner erraten.
ja es war meins, habe ich 3min für gebraucht, wo ich das hier gelesen habe
habe noch nie gedichte gemocht.
ja es war meins, habe ich 3min für gebraucht, wo ich das hier gelesen habe
habe noch nie gedichte gemocht.
: Orakel-Schüler(in) :

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Titel:
wieso, ich habs doch eh erraten?
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Titel:
@x-cyrion
Sorry, aber eigene gedichte zählen leider nicht *g*
Z.
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Titel:
trotzdem hab ich es erraten, und hier kommt das nächste Gedicht:
Es ist Nacht
Es ist Nacht,
und mein Herz kommt zu dir,
hält's nicht aus,
hält's nicht aus mehr bei mir.
Legt sich dir auf die Brust,
wie ein Stein,
sinkt hinein,
zu dem deinen hinein.
Dort erst,
dort erst kommt es zur Ruh,
liegt am Grund
seines ewigen Du.
wer weiss von wem es ist?
Es ist Nacht
Es ist Nacht,
und mein Herz kommt zu dir,
hält's nicht aus,
hält's nicht aus mehr bei mir.
Legt sich dir auf die Brust,
wie ein Stein,
sinkt hinein,
zu dem deinen hinein.
Dort erst,
dort erst kommt es zur Ruh,
liegt am Grund
seines ewigen Du.
wer weiss von wem es ist?
: Auserwählte(r) :

Anmeldungsdatum: 19.12.2001
Beiträge: 3367
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Titel:
Darf ich mal eine Frage stellen?
Ratet oder googelt ihr?
cmk12
Ratet oder googelt ihr?
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Anmeldungsdatum: 06.11.2003
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Titel:
also ich hab geraten, weil ich vorher grad ein Gedicht von x-cyrion hier im Forum gelesen hab, und weil sonst keiner geantwortet hat (ausser Lithium, den ganzen Tag)
...allerdings sitze ich an meinem Arbeitsplatz (Bibliothek) natürlich an der Quelle, auch ohne Google...
...allerdings sitze ich an meinem Arbeitsplatz (Bibliothek) natürlich an der Quelle, auch ohne Google...
: Orakel-Schüler(in) :

Anmeldungsdatum: 06.11.2003
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Titel:
na, was ist? Es ist jemand bekanntes, keine Sorge
: Crewmitglied :

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Titel:
Alae...
nachdem hier keiner antwortet, will ich mich mal aufdrängen...
In den unergründlichen Weiten des Inetzes bin ich auf Christian Morgenstern als Autor gestossen! ???
So ich würd gern ein ziemlich bekanntes Werk posten, das aber zu leicht zu erkennen wäre, also gibs nur einen kurzen Extrakt:
Wie gesagt, nicht allzu schwer, aber dennoch ein mMn geniales Werk!
lG
nachdem hier keiner antwortet, will ich mich mal aufdrängen...
In den unergründlichen Weiten des Inetzes bin ich auf Christian Morgenstern als Autor gestossen! ???
So ich würd gern ein ziemlich bekanntes Werk posten, das aber zu leicht zu erkennen wäre, also gibs nur einen kurzen Extrakt:
Zitat:
Aus der Wolke, ohne Wahl,
Zuckt der Strahl!
Hört ihr ’s wimmern hoch vom Turm?
Das ist Sturm!
Rot wie Blut
Ist der Himmel,
Das ist nicht des Tages Glut!
Welch Getümmel
Straßen auf!
Dampf wallt auf!
Flackernd steigt die Feuersäule,
Durch der Straße lange Zeile
Wächst es fort mit Windeseile
Zuckt der Strahl!
Hört ihr ’s wimmern hoch vom Turm?
Das ist Sturm!
Rot wie Blut
Ist der Himmel,
Das ist nicht des Tages Glut!
Welch Getümmel
Straßen auf!
Dampf wallt auf!
Flackernd steigt die Feuersäule,
Durch der Straße lange Zeile
Wächst es fort mit Windeseile
Wie gesagt, nicht allzu schwer, aber dennoch ein mMn geniales Werk!
lG
: Bürger(in) Zions :
Anmeldungsdatum: 06.11.2003
Wohnort: Hamburg
Beiträge: 834
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Titel:
Friedrich Schiller: Die Glocke
So! Aus meiner Schulzeit:
Wild zuckt der Blitz. In fahlem Lichte steht ein Turm.
Der Donner rollt. Ein Reiter kämpft mit seinem Roß,
Springt ab und pocht ans Tor und lärmt. Sein Mantel saust
Im Wind. Er hält den scheuen Fuchs am Zügel fest.
Ein schmales Gitterfenster schimmert goldenhell
Und knarrend öffnet jetzt das Tor ein Edelmann ...
- "Ich bin ein Knecht des Königs, als Kurier geschickt
Nach Nîmes. Herbergt mich! Ihr kennt des Königs Rock!"
- Es stürmt. Mein Gast bist du. Dein Kleid, was kümmert's mich?
Tritt ein und wärme dich! Ich sorge für dein Tier!"
Der Reiter tritt in einen dunklen Ahnensaal,
Von eines weiten Herdes Feuer schwach erhellt,
Und je nach seines Flackerns launenhaftem Licht
Droht hier ein Hugenott im Harnisch, dort ein Weib,
Ein stolzes Edelweib aus braunem Ahnenbild ...
Der Reiter wirft sich in den Sessel vor dem Herd
Und starrt in den lebend'gen Brand. Er brütet, gafft ...
Leis sträubt sich ihm das Haar. Er kennt den Herd, den Saal ...
Die Flamme zischt. Zwei Füße zucken in der Glut.
Den Abendtisch bestellt die greise Schaffnerin
Mit Linnen blendend weiß. Das Edelmägdlein hilft.
Ein Knabe trug den Krug mit Wein. Der Kinder Blick
Hangt schreckensstarr am Gast und hangt am Herd entsetzt ...
Die Flamme zischt. Zwei Füße zucken in der Glut.
- "Verdammt! Dasselbe Wappen! Dieser selbe Saal!
Drei Jahre sind's ... Auf einer Hugenottenjagd ...
Ein fein, halsstarrig Weib ... 'Wo steckt der Junker? Sprich!'
Sie schweigt. 'Bekenn!' Sie schweigt. 'Gib ihn heraus!' Sie schweigt.
Ich werde wild. D e r Stolz! Ich zerre das Geschöpf ...
Die nackten Füße pack ich ihr und strecke sie
Tief mitten in die Glut ... 'Gib ihn heraus!' ... Sie schweigt ...
Sie windet sich ... Sahst du das Wappen nicht am Tor?
Wer hieß dich hier zu Gaste gehen, dummer Narr?
Hat er nur einen Tropfen Bluts, erwürgt er dich." -
Eintritt der Edelmann. "Du träumst! Zu Tische, Gast ..."
Da sitzen sie. Die drei in ihrer schwarzen Tracht
Und er. Doch keins der Kinder spricht das Tischgebet.
Ihn starren sie mit aufgerißnen Augen an -
Den Becher füllt und übergießt er, stürzt den Trunk,
Springt auf: "Herr, gebet jetzt mir meine Lagerstatt!
Müd bin ich wie ein Hund!" Ein Diener leuchtet ihm,
Doch auf der Schwelle wirft er einen Blick zurück
Und sieht den Knaben flüstern in des Vaters Ohr ...
Dem Diener folgt er taumelnd in das Turmgemach.
Fest riegelt er die Tür. Er prüft Pistol und Schwert.
Gell pfeift der Sturm. Die Diele bebt. Die Decke stöhnt.
Die Treppe kracht ... Dröhnt hier ein Tritt? Schleicht dort ein Schritt? ...
Ihn täuscht das Ohr. Vorüberwandelt Mitternacht.
Auf seinen Lidern lastet Blei, und schlummernd sinkt
Er auf das Lager. Draußen plätschert Regenflut.
Er träumt. "Gesteh!" Sie schweigt. "Gib ihn heraus!" Sie schweigt.
Er zerrt das Weib. Zwei Füße zucken in der Glut.
Aufsprüht und zischt ein Feuermeer, das ihn verschlingt ...
- "Erwach! Du solltest längst von hinnen sein! Es tagt!"
Durch die Tapetentür in das Gemach gelangt,
Vor seinem Lager steht des Schlosses Herr - ergraut,
Dem gestern dunkelbraun sich noch gekraust das Haar.
Sie reiten durch den Wald. Kein Lüftchen regt sich heut.
Zersplittert liegen Ästetrümmer quer im Pfad.
Die frühsten Vöglein zwitschern, halb im Traume noch.
Friedsel'ge Wolken schimmern durch die klare Luft,
Als kehrten Engel heim von einer nächt'gen Wacht.
Die dunklen Schollen atmen kräft'gen Erdgeruch.
Die Ebne öffnet sich. Im Felde geht ein Pflug.
Der Reiter lauert aus den Augenwinkeln: "Herr,
Ihr seid ein kluger Mann und voll Besonnenheit
Und wißt, daß ich dem größten König eigen bin.
Lebt wohl! Auf Nimmerwiedersehn!" Der andre spricht:
"Du sagst's! Dem größten König eigen! Heute ward
Sein Dienst mir schwer ... Gemordet hast Du teuflisch mir
Mein Weib! Und lebst ... Mein ist die Rache, redet Gott."
So! Aus meiner Schulzeit:
Wild zuckt der Blitz. In fahlem Lichte steht ein Turm.
Der Donner rollt. Ein Reiter kämpft mit seinem Roß,
Springt ab und pocht ans Tor und lärmt. Sein Mantel saust
Im Wind. Er hält den scheuen Fuchs am Zügel fest.
Ein schmales Gitterfenster schimmert goldenhell
Und knarrend öffnet jetzt das Tor ein Edelmann ...
- "Ich bin ein Knecht des Königs, als Kurier geschickt
Nach Nîmes. Herbergt mich! Ihr kennt des Königs Rock!"
- Es stürmt. Mein Gast bist du. Dein Kleid, was kümmert's mich?
Tritt ein und wärme dich! Ich sorge für dein Tier!"
Der Reiter tritt in einen dunklen Ahnensaal,
Von eines weiten Herdes Feuer schwach erhellt,
Und je nach seines Flackerns launenhaftem Licht
Droht hier ein Hugenott im Harnisch, dort ein Weib,
Ein stolzes Edelweib aus braunem Ahnenbild ...
Der Reiter wirft sich in den Sessel vor dem Herd
Und starrt in den lebend'gen Brand. Er brütet, gafft ...
Leis sträubt sich ihm das Haar. Er kennt den Herd, den Saal ...
Die Flamme zischt. Zwei Füße zucken in der Glut.
Den Abendtisch bestellt die greise Schaffnerin
Mit Linnen blendend weiß. Das Edelmägdlein hilft.
Ein Knabe trug den Krug mit Wein. Der Kinder Blick
Hangt schreckensstarr am Gast und hangt am Herd entsetzt ...
Die Flamme zischt. Zwei Füße zucken in der Glut.
- "Verdammt! Dasselbe Wappen! Dieser selbe Saal!
Drei Jahre sind's ... Auf einer Hugenottenjagd ...
Ein fein, halsstarrig Weib ... 'Wo steckt der Junker? Sprich!'
Sie schweigt. 'Bekenn!' Sie schweigt. 'Gib ihn heraus!' Sie schweigt.
Ich werde wild. D e r Stolz! Ich zerre das Geschöpf ...
Die nackten Füße pack ich ihr und strecke sie
Tief mitten in die Glut ... 'Gib ihn heraus!' ... Sie schweigt ...
Sie windet sich ... Sahst du das Wappen nicht am Tor?
Wer hieß dich hier zu Gaste gehen, dummer Narr?
Hat er nur einen Tropfen Bluts, erwürgt er dich." -
Eintritt der Edelmann. "Du träumst! Zu Tische, Gast ..."
Da sitzen sie. Die drei in ihrer schwarzen Tracht
Und er. Doch keins der Kinder spricht das Tischgebet.
Ihn starren sie mit aufgerißnen Augen an -
Den Becher füllt und übergießt er, stürzt den Trunk,
Springt auf: "Herr, gebet jetzt mir meine Lagerstatt!
Müd bin ich wie ein Hund!" Ein Diener leuchtet ihm,
Doch auf der Schwelle wirft er einen Blick zurück
Und sieht den Knaben flüstern in des Vaters Ohr ...
Dem Diener folgt er taumelnd in das Turmgemach.
Fest riegelt er die Tür. Er prüft Pistol und Schwert.
Gell pfeift der Sturm. Die Diele bebt. Die Decke stöhnt.
Die Treppe kracht ... Dröhnt hier ein Tritt? Schleicht dort ein Schritt? ...
Ihn täuscht das Ohr. Vorüberwandelt Mitternacht.
Auf seinen Lidern lastet Blei, und schlummernd sinkt
Er auf das Lager. Draußen plätschert Regenflut.
Er träumt. "Gesteh!" Sie schweigt. "Gib ihn heraus!" Sie schweigt.
Er zerrt das Weib. Zwei Füße zucken in der Glut.
Aufsprüht und zischt ein Feuermeer, das ihn verschlingt ...
- "Erwach! Du solltest längst von hinnen sein! Es tagt!"
Durch die Tapetentür in das Gemach gelangt,
Vor seinem Lager steht des Schlosses Herr - ergraut,
Dem gestern dunkelbraun sich noch gekraust das Haar.
Sie reiten durch den Wald. Kein Lüftchen regt sich heut.
Zersplittert liegen Ästetrümmer quer im Pfad.
Die frühsten Vöglein zwitschern, halb im Traume noch.
Friedsel'ge Wolken schimmern durch die klare Luft,
Als kehrten Engel heim von einer nächt'gen Wacht.
Die dunklen Schollen atmen kräft'gen Erdgeruch.
Die Ebne öffnet sich. Im Felde geht ein Pflug.
Der Reiter lauert aus den Augenwinkeln: "Herr,
Ihr seid ein kluger Mann und voll Besonnenheit
Und wißt, daß ich dem größten König eigen bin.
Lebt wohl! Auf Nimmerwiedersehn!" Der andre spricht:
"Du sagst's! Dem größten König eigen! Heute ward
Sein Dienst mir schwer ... Gemordet hast Du teuflisch mir
Mein Weib! Und lebst ... Mein ist die Rache, redet Gott."
: Bürger(in) Zions :
Anmeldungsdatum: 06.11.2003
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Titel:
Davon musste ich irgendwann mal die erste Strophe auswendig lernen...
Dieses Gedicht hat mich damals richtig geschockt *g*
Es heißt "Die Füße im Feuer", glaub ich. An den Verfasser kann ich mich aber nicht mehr erinnern...
Dieses Gedicht hat mich damals richtig geschockt *g*
Es heißt "Die Füße im Feuer", glaub ich. An den Verfasser kann ich mich aber nicht mehr erinnern...
: Orakel-Schüler(in) :
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Titel:
conrad ferdinand meier
mussten wir "damals" auch lernen....
mussten wir "damals" auch lernen....
Seite 1 von 3
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