: Orakel-Schüler(in) :

Anmeldungsdatum: 06.11.2003
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1794
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Titel:
[Reale Welt - Necessitas - Kiawas Quartier - Kiawa]
Kiawa saß da, ihre Ellenbogen auf die Tischplatte gestützt und ihr Kopf ruhte in ihren Händen. Diese Haltung hatte sie sich in der letzten Zeit angewöhnt, wenn sie nachdachte. Ihre Augen waren offen und sahen gerade aus, doch sehen, taten sie im Grunde nichts. Kiawa bewegte sich nicht, lediglich das leichte Heben und Senken ihres Brustkorbes und das Schlagen ihrer Lider, von Zeit zu Zeit, verrieten, dass sie lebte.
Ihre Gedanken waren bei ihrer Arbeit. Vor vielen Jahren hatte sie sich für den Kriegsdienst entschieden und sich zur Rebellin ausbilden lassen. Damals war sie mit ehrenvollen Absichten und heldenhaften Vorstellungen an die Arbeit gegangen, doch mit der Zeit hatte die Realität ihr Ernüchterung verschafft. Sie hatte durch diesen Krieg viel Leid erfahren und sie hatte Menschen verloren, die ihr ihr Leben bedeutet hatten. Dieser Krieg hatte nichts Heldenhaftes und auch nichts Ehrenvolles und Kiawa musste an all die jungen Rebellen denken, die genau wie sie damals, sich immer wieder mit diesen Vorstellungen zum Dienst meldeten und irgendwann genauso ernüchtert aus ihrem Traum von Ruhm und Ehre erwachten, wie sie selbst.
Doch inzwischen hatte sich so etwas wie Verbissenheit bei Kiawa eingestellt. Der Krieg war das Einzige, was ihr geblieben war und der Kampf um die Freiheit füllte Kiawas ganzes Denken und Handeln aus. Ihr Ziel war einzig und allein der Sieg über die Maschinen. Dafür lebte sie und entweder würde sie dieses Ziel erreichen oder daran zu Grunde gehen. Sie musste den Auserwählten finden! Er war ihrer aller Rettung und er würde den Krieg beenden und den Menschen ihre Freiheit zurückgeben, auf die sie nun schon so lange hatten verzichten müssen.
Kiawa wollte jedoch nicht nur ihn finden. So viele Menschen waren noch versklavt und lebten in dieser Scheinwelt, die in Kiawa einen gewissen Ekel hervorrief.
Der Mann aus dem Auto kam ihr wieder in den Sinn. In seinen Augen hatte eine gewisse Traurigkeit und Ernsthaftigkeit gelegen. Viele Menschen in der Matrix hatten diese unendliche Leere im Blick und gleichzeitig sah man ihnen ihre Sehnsucht an. Die Sehnsucht nach etwas, das sie ausfüllen würde.
Kiawa hatte Mitleid mit den Menschen und dieses Gefühl bestärkte sie in ihrer Überzeugung, für den Krieg zu leben.
„Captain, ich hab Neuigkeiten für dich!“
Cassies Stimme hallte durch Kiawas Kabine und diese zuckte erschrocken zusammen. Sie musste ein paar Mal blinzeln, um von ihren Gedanken zurück in die Wirklichkeit zu finden:
„Gott Cassie, mir wäre fast das Herz stehen geblieben. Ja, ich komme …“, antwortete Kiawa dann durch den Bordfunk. Sie stand auf und konnte sich das Grinsen, das sicherlich auf dem Gesicht ihrer Freundin lag, lebhaft vorstellen.
Sie machte sich nicht die Mühe, ihre Haare wieder zu einem Zopf zu binden und verließ so, wie sie war, ihr Quartier.
[Reale Welt – Necessitas – Hauptdeck – Cassie, Kiawa]
Kiawa hatte sich nicht geirrt. Als sie das Hauptdeck betrat und zu Cassies Konsole herüber ging, hatte diese Tatsache ein schadenfreudiges Lächeln auf dem Gesicht.
„Nun, was gibt’s?“ fragte Kiawa jedoch, ohne der Mimik ihrer Freundin irgendwelche Beachtung zu schenken.
Cassies Lächeln verbreiterte sich noch etwas, bevor sie sich zu Kiawa umdrehte und sagte:
“Wir haben eine Nachricht von der Bahamut erhalten. Simeon hat das Postfach nicht leeren können, das System kam ihm in die Quere … Kiawa, sie haben unser Postfach entdeckt und geöffnet.“ Cassie hielt inne, während Kiawas Augen sich weiteten.
„Ja, Simeon war noch einmal beim Orakel und sie hat ihm eine Nachricht für dich mitgegeben … du sollst den weißen Drachen befreien.“
Für einen Moment herrschte Stille. Die beiden Frauen sahen sich an und in Kiawas Kopf begannen die vielen Gedanken und Erlebnisse der letzten Tage allmählich ein bestimmtes Muster zu ergeben. Ein immer klarer werdendes Bild entstand und nahm feste Formen an.
Kiawa nickte langsam: „Mhmm …“, machte sie und kaute geistesabwesend auf ihrer Unterlippe. Dann schien ein Ruck durch ihren Körper zu gehen, ihr Blick wurde klar und augenblicklich gab sie Cassie eindeutige Anweisungen:
„PC, ich habe da so eine Vermutung. Ich habe ein Gesicht auf einem Plakat für einen neuen Film gesehen, als ich in der Matrix war. Finde alles darüber heraus. Ich muss wissen, wie dieser Mann heißt!“
Kiawa ging zum Bordfunk:
„Spooky, suche einen sicheren Landeplatz und komm dann aufs Hauptdeck!“
Sie wartete keine Antwort ab, bevor sie den Funk wieder unterbrach, sondern kehrte sofort wieder zu Cassie zurück:
„Hast du schon was?“
„Ja, hier …“, Cassie deutete auf einige Angaben. „Der Film heißt „White Tiger“ … sein Hauptdarsteller … warte …“, wieder flogen ihre Finger über die Tastatur.
„Ah, hab ihn … Quan Shuang Jian, ist er das?“
Cassie hatte das Bild des Schauspielers auf dem Bildschirm. Es war eben das, welches Kiawa in den Schaufenstern des Kinos gesehen hatte und … es war dasselbe Gesicht, dass sie aus dem Auto heraus angesehen hatte und das sie nicht mehr aus ihren Gedanken vertreiben konnte. Wieder nickte sie.
„Ja, das ist er …“, Kiawa überlegte kurz. „Das Orakel hatte von einem weißen Drachen gesprochen, nicht von einem Tiger …“. Sie ließ die Worte im Raum stehen und betrachtete weiterhin das Gesicht von Quan Shuang Jian.
Er war es! Sie wusste es. Sie konnte nicht sagen woher, doch sie wusste ganz genau, dass er der weiße Drache und somit der fehlende Stein in der Mauer war, den sie suchen und befreien sollte.
Ein Ruckeln ging abermals durch die Necessitas. Spooky war gelandet und Sekunden später verstummten die Motorengeräusche und übrig blieb wie immer nur das elektrische Summen der Technik.
„Hier!“ rief Cassie plötzlich und zum zweiten Mal zuckte Kiawa ihretwegen erschrocken zusammen.
„Sieh dir das an! Die Produktionsfirma hat einen weißen Drachen als Firmensymbol, könnte das etwas zu bedeuten haben?“
Kiawas Miene hellte sich sichtlich auf:
„Und ob das was zu bedeuten hat! Wir haben den weißen Drachen … ich habe es gewusst!“
Kiawa ging schnell auf und ab und ihre Schritte schienen im ganzen Schiff wider zu hallen. Ihre Gedanken überschlugen sich. Das System wusste mit Sicherheit bereits, wer Quan war, denn sie hatten das Postfach geöffnet und waren nun in Besitz des Spielsteines. Sie musste also schnell handeln. Wieder kaute sie auf ihrer Unterlippe und sprach leise immer wieder dieselben Worte:
„Ich hab’s gewusst … ich hab’s gewusst!“
[Reale Welt - Necessitas - Hauptdeck - Kiawa, Spooky, Cassie]
Spooky hatte inzwischen das Hauptdeck betreten und mit einem Ruck blieb Kiawa plötzlich stehen, so als hätte ein Seil, das um ihre Mitte gebunden war, sie gestoppt.
„Wir müssen Quan eine Nachricht zukommen lassen, sofort. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir nicht mehr viel Zeit haben, ihn aus dem System zu befreien. Das Netz um ihn wird sich mit jeder Stunde enger zuziehen und wir müssen schnell und effektiv handeln.
PC, wir müssen raus finden, wo er wohnt! Ich muss wissen, ob er Internetanschluss hat und wir müssen eine Leitung zu ihm finden, die halbwegs sicher ist. Auf absolute Sicherheit können wir keine Rücksicht nehmen, dafür haben wir keine Zeit. Kümmere dich darum!“
Kiawa wandte sich an ihren ersten Offizier:
„Spooky, ich vermute, dass auch die Wächter nicht mehr lange untätig bleiben werden. Das System ist auf der Suche nach mir und sie haben das Postfach entdeckt und kennen somit unsere nächsten Pläne. Ich denke, sie werden nun verstärkt überall nach uns Rebellen suchen, sowohl in der Matrix, als auch in der Realität. Halte dich bereit, lass die Wächteranzeigen nicht aus den Augen, ich möchte über jede noch so kleine Aktivität sofort informiert werden!“
Spooky, ebenso wie Cassie war der Ernst und die Dringlichkeit der Lage sofort klar und so befolgten sie ihre Befehle ohne zu zögern.
Kiawa indes, lief weiterhin auf und ab. Eine gewisse Erregung hatte sie erfasst. Es war keine Nervosität oder gar Angst. Es war das Kribbeln des Ehrgeizes und des Tatendrangs, das durch ihre Adern strömte und von ihrem ganzen Körper Besitz ergriff. Auf ihren Wangen zeigte sich ein leichtes Rot und Kiawa sah sich einer Herausforderung gegenüber gestellt, die genau nach ihrem Geschmack war.
[Reale Welt – Necessitas – Hauptdeck – Kiawa, Cassie, Spooky]
Kiawa saß da, ihre Ellenbogen auf die Tischplatte gestützt und ihr Kopf ruhte in ihren Händen. Diese Haltung hatte sie sich in der letzten Zeit angewöhnt, wenn sie nachdachte. Ihre Augen waren offen und sahen gerade aus, doch sehen, taten sie im Grunde nichts. Kiawa bewegte sich nicht, lediglich das leichte Heben und Senken ihres Brustkorbes und das Schlagen ihrer Lider, von Zeit zu Zeit, verrieten, dass sie lebte.
Ihre Gedanken waren bei ihrer Arbeit. Vor vielen Jahren hatte sie sich für den Kriegsdienst entschieden und sich zur Rebellin ausbilden lassen. Damals war sie mit ehrenvollen Absichten und heldenhaften Vorstellungen an die Arbeit gegangen, doch mit der Zeit hatte die Realität ihr Ernüchterung verschafft. Sie hatte durch diesen Krieg viel Leid erfahren und sie hatte Menschen verloren, die ihr ihr Leben bedeutet hatten. Dieser Krieg hatte nichts Heldenhaftes und auch nichts Ehrenvolles und Kiawa musste an all die jungen Rebellen denken, die genau wie sie damals, sich immer wieder mit diesen Vorstellungen zum Dienst meldeten und irgendwann genauso ernüchtert aus ihrem Traum von Ruhm und Ehre erwachten, wie sie selbst.
Doch inzwischen hatte sich so etwas wie Verbissenheit bei Kiawa eingestellt. Der Krieg war das Einzige, was ihr geblieben war und der Kampf um die Freiheit füllte Kiawas ganzes Denken und Handeln aus. Ihr Ziel war einzig und allein der Sieg über die Maschinen. Dafür lebte sie und entweder würde sie dieses Ziel erreichen oder daran zu Grunde gehen. Sie musste den Auserwählten finden! Er war ihrer aller Rettung und er würde den Krieg beenden und den Menschen ihre Freiheit zurückgeben, auf die sie nun schon so lange hatten verzichten müssen.
Kiawa wollte jedoch nicht nur ihn finden. So viele Menschen waren noch versklavt und lebten in dieser Scheinwelt, die in Kiawa einen gewissen Ekel hervorrief.
Der Mann aus dem Auto kam ihr wieder in den Sinn. In seinen Augen hatte eine gewisse Traurigkeit und Ernsthaftigkeit gelegen. Viele Menschen in der Matrix hatten diese unendliche Leere im Blick und gleichzeitig sah man ihnen ihre Sehnsucht an. Die Sehnsucht nach etwas, das sie ausfüllen würde.
Kiawa hatte Mitleid mit den Menschen und dieses Gefühl bestärkte sie in ihrer Überzeugung, für den Krieg zu leben.
„Captain, ich hab Neuigkeiten für dich!“
Cassies Stimme hallte durch Kiawas Kabine und diese zuckte erschrocken zusammen. Sie musste ein paar Mal blinzeln, um von ihren Gedanken zurück in die Wirklichkeit zu finden:
„Gott Cassie, mir wäre fast das Herz stehen geblieben. Ja, ich komme …“, antwortete Kiawa dann durch den Bordfunk. Sie stand auf und konnte sich das Grinsen, das sicherlich auf dem Gesicht ihrer Freundin lag, lebhaft vorstellen.
Sie machte sich nicht die Mühe, ihre Haare wieder zu einem Zopf zu binden und verließ so, wie sie war, ihr Quartier.
[Reale Welt – Necessitas – Hauptdeck – Cassie, Kiawa]
Kiawa hatte sich nicht geirrt. Als sie das Hauptdeck betrat und zu Cassies Konsole herüber ging, hatte diese Tatsache ein schadenfreudiges Lächeln auf dem Gesicht.
„Nun, was gibt’s?“ fragte Kiawa jedoch, ohne der Mimik ihrer Freundin irgendwelche Beachtung zu schenken.
Cassies Lächeln verbreiterte sich noch etwas, bevor sie sich zu Kiawa umdrehte und sagte:
“Wir haben eine Nachricht von der Bahamut erhalten. Simeon hat das Postfach nicht leeren können, das System kam ihm in die Quere … Kiawa, sie haben unser Postfach entdeckt und geöffnet.“ Cassie hielt inne, während Kiawas Augen sich weiteten.
„Ja, Simeon war noch einmal beim Orakel und sie hat ihm eine Nachricht für dich mitgegeben … du sollst den weißen Drachen befreien.“
Für einen Moment herrschte Stille. Die beiden Frauen sahen sich an und in Kiawas Kopf begannen die vielen Gedanken und Erlebnisse der letzten Tage allmählich ein bestimmtes Muster zu ergeben. Ein immer klarer werdendes Bild entstand und nahm feste Formen an.
Kiawa nickte langsam: „Mhmm …“, machte sie und kaute geistesabwesend auf ihrer Unterlippe. Dann schien ein Ruck durch ihren Körper zu gehen, ihr Blick wurde klar und augenblicklich gab sie Cassie eindeutige Anweisungen:
„PC, ich habe da so eine Vermutung. Ich habe ein Gesicht auf einem Plakat für einen neuen Film gesehen, als ich in der Matrix war. Finde alles darüber heraus. Ich muss wissen, wie dieser Mann heißt!“
Kiawa ging zum Bordfunk:
„Spooky, suche einen sicheren Landeplatz und komm dann aufs Hauptdeck!“
Sie wartete keine Antwort ab, bevor sie den Funk wieder unterbrach, sondern kehrte sofort wieder zu Cassie zurück:
„Hast du schon was?“
„Ja, hier …“, Cassie deutete auf einige Angaben. „Der Film heißt „White Tiger“ … sein Hauptdarsteller … warte …“, wieder flogen ihre Finger über die Tastatur.
„Ah, hab ihn … Quan Shuang Jian, ist er das?“
Cassie hatte das Bild des Schauspielers auf dem Bildschirm. Es war eben das, welches Kiawa in den Schaufenstern des Kinos gesehen hatte und … es war dasselbe Gesicht, dass sie aus dem Auto heraus angesehen hatte und das sie nicht mehr aus ihren Gedanken vertreiben konnte. Wieder nickte sie.
„Ja, das ist er …“, Kiawa überlegte kurz. „Das Orakel hatte von einem weißen Drachen gesprochen, nicht von einem Tiger …“. Sie ließ die Worte im Raum stehen und betrachtete weiterhin das Gesicht von Quan Shuang Jian.
Er war es! Sie wusste es. Sie konnte nicht sagen woher, doch sie wusste ganz genau, dass er der weiße Drache und somit der fehlende Stein in der Mauer war, den sie suchen und befreien sollte.
Ein Ruckeln ging abermals durch die Necessitas. Spooky war gelandet und Sekunden später verstummten die Motorengeräusche und übrig blieb wie immer nur das elektrische Summen der Technik.
„Hier!“ rief Cassie plötzlich und zum zweiten Mal zuckte Kiawa ihretwegen erschrocken zusammen.
„Sieh dir das an! Die Produktionsfirma hat einen weißen Drachen als Firmensymbol, könnte das etwas zu bedeuten haben?“
Kiawas Miene hellte sich sichtlich auf:
„Und ob das was zu bedeuten hat! Wir haben den weißen Drachen … ich habe es gewusst!“
Kiawa ging schnell auf und ab und ihre Schritte schienen im ganzen Schiff wider zu hallen. Ihre Gedanken überschlugen sich. Das System wusste mit Sicherheit bereits, wer Quan war, denn sie hatten das Postfach geöffnet und waren nun in Besitz des Spielsteines. Sie musste also schnell handeln. Wieder kaute sie auf ihrer Unterlippe und sprach leise immer wieder dieselben Worte:
„Ich hab’s gewusst … ich hab’s gewusst!“
[Reale Welt - Necessitas - Hauptdeck - Kiawa, Spooky, Cassie]
Spooky hatte inzwischen das Hauptdeck betreten und mit einem Ruck blieb Kiawa plötzlich stehen, so als hätte ein Seil, das um ihre Mitte gebunden war, sie gestoppt.
„Wir müssen Quan eine Nachricht zukommen lassen, sofort. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir nicht mehr viel Zeit haben, ihn aus dem System zu befreien. Das Netz um ihn wird sich mit jeder Stunde enger zuziehen und wir müssen schnell und effektiv handeln.
PC, wir müssen raus finden, wo er wohnt! Ich muss wissen, ob er Internetanschluss hat und wir müssen eine Leitung zu ihm finden, die halbwegs sicher ist. Auf absolute Sicherheit können wir keine Rücksicht nehmen, dafür haben wir keine Zeit. Kümmere dich darum!“
Kiawa wandte sich an ihren ersten Offizier:
„Spooky, ich vermute, dass auch die Wächter nicht mehr lange untätig bleiben werden. Das System ist auf der Suche nach mir und sie haben das Postfach entdeckt und kennen somit unsere nächsten Pläne. Ich denke, sie werden nun verstärkt überall nach uns Rebellen suchen, sowohl in der Matrix, als auch in der Realität. Halte dich bereit, lass die Wächteranzeigen nicht aus den Augen, ich möchte über jede noch so kleine Aktivität sofort informiert werden!“
Spooky, ebenso wie Cassie war der Ernst und die Dringlichkeit der Lage sofort klar und so befolgten sie ihre Befehle ohne zu zögern.
Kiawa indes, lief weiterhin auf und ab. Eine gewisse Erregung hatte sie erfasst. Es war keine Nervosität oder gar Angst. Es war das Kribbeln des Ehrgeizes und des Tatendrangs, das durch ihre Adern strömte und von ihrem ganzen Körper Besitz ergriff. Auf ihren Wangen zeigte sich ein leichtes Rot und Kiawa sah sich einer Herausforderung gegenüber gestellt, die genau nach ihrem Geschmack war.
[Reale Welt – Necessitas – Hauptdeck – Kiawa, Cassie, Spooky]
: Orakel-Schüler(in) :
Anmeldungsdatum: 06.11.2003
Wohnort: Zamonien
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Titel:
[Reale Welt – Necessitas – Operator – Cassie]
Cassie setzte sich an ihr Terminal. Ihre Finger glitten über die Tastatur. Der Auftrag lautete mehr über Quan heraus zufinden. Wie Perlen in einer Kette reihten sich ihre eingaben aneinander. In Gednken war sie stets einen Schritt weiter, nichts unterbrach den Informationsfluss, der sich über die Kommunikationseinheiten der Nec in die Matrix einhackte. Die Perlenkette lößte sich in der Matrix auf und suchte ihre wege. Telefonbücher, Intranet, Krankenakten wurden auf Quans-Identität hingeprüft und ebenso selbständig wie die Daten ihren Weg in das System suchten, perlten die Informationen in Datenpaketen zurück zur Nec. Sie ergaben zusammengesetzt die Akte Quan. Ein Mann der befreit werden wollte und er suchte etwas oder jemanden.
Sie fasste die Daten zusammen und schickte sie zu Kiawa über das Message Board ins Cockpit.
http://myblog.de/whitet
"Wir könnten ihn bei der Permiere erwischen. Er hält sein Privat leben bewusst bedeckt. Sein Status als Prominenter ist ein guter Deckmantel für ihn, aber ich glaube, dass er mehr versucht als nur sein Privatleben zu schützen. Er riegelt sich von der Öffentlichkeit ab, so gut es als Schauspieler geht.
Er hat exzellente Skills in Kampfsportarten.
Kiawa, ich will sehen wie ihr miteinander kämpft - in der Simulation. Btw. Wenn wir nach Zion kommen, möchte ich auch wieder ein paar Lektionen bekommen. Das Herumsitzen auf dem Operatorsessel ist ganz schön lähmend. Alles was sich bewegt sind meine Finger und mein Geist."
[Reale Welt – Necessitas – Hauptdeck – Kiawa]
Cassie setzte sich an ihr Terminal. Ihre Finger glitten über die Tastatur. Der Auftrag lautete mehr über Quan heraus zufinden. Wie Perlen in einer Kette reihten sich ihre eingaben aneinander. In Gednken war sie stets einen Schritt weiter, nichts unterbrach den Informationsfluss, der sich über die Kommunikationseinheiten der Nec in die Matrix einhackte. Die Perlenkette lößte sich in der Matrix auf und suchte ihre wege. Telefonbücher, Intranet, Krankenakten wurden auf Quans-Identität hingeprüft und ebenso selbständig wie die Daten ihren Weg in das System suchten, perlten die Informationen in Datenpaketen zurück zur Nec. Sie ergaben zusammengesetzt die Akte Quan. Ein Mann der befreit werden wollte und er suchte etwas oder jemanden.
Sie fasste die Daten zusammen und schickte sie zu Kiawa über das Message Board ins Cockpit.
http://myblog.de/whitet
"Wir könnten ihn bei der Permiere erwischen. Er hält sein Privat leben bewusst bedeckt. Sein Status als Prominenter ist ein guter Deckmantel für ihn, aber ich glaube, dass er mehr versucht als nur sein Privatleben zu schützen. Er riegelt sich von der Öffentlichkeit ab, so gut es als Schauspieler geht.
Er hat exzellente Skills in Kampfsportarten.
Kiawa, ich will sehen wie ihr miteinander kämpft - in der Simulation. Btw. Wenn wir nach Zion kommen, möchte ich auch wieder ein paar Lektionen bekommen. Das Herumsitzen auf dem Operatorsessel ist ganz schön lähmend. Alles was sich bewegt sind meine Finger und mein Geist."
[Reale Welt – Necessitas – Hauptdeck – Kiawa]
Zuletzt bearbeitet von La_Penna am 27.09.2004, 09:29, insgesamt einmal bearbeitet
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Titel:
[Reale Welt – Necessitas – Hauptdeck – Cassie, Spooky, Kiawa]
Cassie hatte sämtliche Daten über Quan herausgefunden und nun offenbarten die Bildschirme vor ihr sein ganzes künstliches und absolut unechtes Leben.
Kiawa lief ein kalter Schauer über den Rücken und mit einem Kribbeln, wie tausend Ameisen, überzog eine Gänsehaut ihren ganzen Körper.
Doch Kiawa achtete nicht darauf, andere Dinge waren jetzt wesentlich wichtiger. Sie musste Quan eine Nachricht zukommen lassen und das möglichst schnell und möglichst unauffällig.
Sie überlegte fieberhaft, suchte nach den passenden Worten. Die Nachricht durfte nicht zu offensichtlich, aber auch nicht zu kompliziert sein. Kiawa wandte sich zu Cassie um:
„Wann ist diese Premiere, von der du gesprochen hast?“
Cassie überprüfte noch einmal die Daten:
„Heute Captain … 21:00 Uhr, also … genau jetzt! Sie läuft, seit 72 Minuten, im Ultimo Kino.“
Kiawa nickte: „Ja, sicher!“ Wieder kaute sie nachdenklich auf ihrer Unterlippe.
„Ok PC, hat er ein Handy? Hast du seine Nummer?“
Wieder suchte Cassie in den Anzeigen auf ihren Bildschirmen:
„Ja, hat er … die Nummer ist 291185200674. Möchtest du ihn anrufen?“
„Nein, noch nicht. Schick ihm eine kurze Nachricht, ich möchte sehen, wie er darauf reagiert. Er muss gewarnt werden, er muss wissen, dass er in großer Gefahr ist. Können wir ihn sehen, PC?“
Cassie gab ein paar Befehle in den Rechner und augenblicklich änderte sich auf einem der Bildschirme der Code:
„Hier Kiawa, wie es aussieht, läuft der Film. Der Saal ist bis auf den letzten Platz ausverkauft und … Captain, Agenten sind in der Nähe.“
„Das hatte ich befürchtet …“, Kiawa atmete tief ein. „Schreib PC!“
Cassies Finger legten sich auf die Tasten und folgten zeitgleich Kiawas Diktat:
„Sieh dich um! Sie suchen dich! Dein Leben ist in Gefahr, du musst da raus!“
Cassie hielt inne.
„Schick es ab, PC, jetzt!“ befahl Kiawa und Cassie folgte dieser Anweisung ohne zu zögern.
Für einen Moment herrschte absolute Stille. Cassie hatte die Luft angehalten und auch Kiawa wartete gespannt ab. Dann atmete Cassie hörbar aus:
„Die Nachricht ist angekommen, er hat sie und es sieht fast so aus, als hätte das System nichts bemerkt. Die Agenten verhalten sich noch immer vollkommen ruhig. Sie scheinen auf etwas zu warten.“
Kiawa entspannte sich etwas:
„Gut, nun müssen wir seine Reaktion abwarten. Sollte er in der nächsten halben Stunde nicht reagieren, wie auch immer, dann rufen wir ihn an.“
„Alles klar!“ Cassie ließ ihre Bildschirme nicht aus den Augen.
Die Minuten verstrichen und Kiawa kam es vor, als wäre jede einzelne so lang wie mehrere Stunden. Zeit konnte so quälend langsam vergehen, wenn man auf etwas wartete. Doch es schien, als warteten sie um sonst, Quan zeigte keine Reaktion.
„Captain, die halbe Stunde ist vorbei. Und wie es aussieht, auch der Film. Ziemlich viel Bewegung auf einmal in dem Saal, ich kann nicht wirklich erkennen, ob er noch dort ist.“
„Dann rufen wir ihn jetzt an!“ Cassie sah ihre Freundin mit großen Augen an:
„Das ist nicht ganz ungefährlich, die Leitungen werden sicherlich überprüft.“
„Ich weiß, PC, aber wir haben jetzt keine Zeit für vorsichtiges Handeln. Das Risiko müssen wir eingehen. Verbinde mich mit ihm!“
Cassie sog zischend die Luft durch die Zähne ein und warf Spooky einen viel sagenden Blick zu, der ihm klar machen sollte, bloß nicht die Wächteranzeigen aus den Augen zu lassen. Dann stellte sie eine Leitung her und in der Matrix, im großen Premierensaal des Ultimo Kinos, klingelte in einer ganz bestimmten Jacketttasche ein Telefon:
„Quan, du weißt nicht, wer ich bin – aber ich sage dir, du musst mir vertrauen! Sie sind hinter dir her, dein Leben ist in größter Gefahr und ich rate dir, verschwinde da, sofort!“
[Reale Welt – Necessitas – Hauptdeck – Kiawa, Spooky, Cassie]
Cassie hatte sämtliche Daten über Quan herausgefunden und nun offenbarten die Bildschirme vor ihr sein ganzes künstliches und absolut unechtes Leben.
Kiawa lief ein kalter Schauer über den Rücken und mit einem Kribbeln, wie tausend Ameisen, überzog eine Gänsehaut ihren ganzen Körper.
Doch Kiawa achtete nicht darauf, andere Dinge waren jetzt wesentlich wichtiger. Sie musste Quan eine Nachricht zukommen lassen und das möglichst schnell und möglichst unauffällig.
Sie überlegte fieberhaft, suchte nach den passenden Worten. Die Nachricht durfte nicht zu offensichtlich, aber auch nicht zu kompliziert sein. Kiawa wandte sich zu Cassie um:
„Wann ist diese Premiere, von der du gesprochen hast?“
Cassie überprüfte noch einmal die Daten:
„Heute Captain … 21:00 Uhr, also … genau jetzt! Sie läuft, seit 72 Minuten, im Ultimo Kino.“
Kiawa nickte: „Ja, sicher!“ Wieder kaute sie nachdenklich auf ihrer Unterlippe.
„Ok PC, hat er ein Handy? Hast du seine Nummer?“
Wieder suchte Cassie in den Anzeigen auf ihren Bildschirmen:
„Ja, hat er … die Nummer ist 291185200674. Möchtest du ihn anrufen?“
„Nein, noch nicht. Schick ihm eine kurze Nachricht, ich möchte sehen, wie er darauf reagiert. Er muss gewarnt werden, er muss wissen, dass er in großer Gefahr ist. Können wir ihn sehen, PC?“
Cassie gab ein paar Befehle in den Rechner und augenblicklich änderte sich auf einem der Bildschirme der Code:
„Hier Kiawa, wie es aussieht, läuft der Film. Der Saal ist bis auf den letzten Platz ausverkauft und … Captain, Agenten sind in der Nähe.“
„Das hatte ich befürchtet …“, Kiawa atmete tief ein. „Schreib PC!“
Cassies Finger legten sich auf die Tasten und folgten zeitgleich Kiawas Diktat:
„Sieh dich um! Sie suchen dich! Dein Leben ist in Gefahr, du musst da raus!“
Cassie hielt inne.
„Schick es ab, PC, jetzt!“ befahl Kiawa und Cassie folgte dieser Anweisung ohne zu zögern.
Für einen Moment herrschte absolute Stille. Cassie hatte die Luft angehalten und auch Kiawa wartete gespannt ab. Dann atmete Cassie hörbar aus:
„Die Nachricht ist angekommen, er hat sie und es sieht fast so aus, als hätte das System nichts bemerkt. Die Agenten verhalten sich noch immer vollkommen ruhig. Sie scheinen auf etwas zu warten.“
Kiawa entspannte sich etwas:
„Gut, nun müssen wir seine Reaktion abwarten. Sollte er in der nächsten halben Stunde nicht reagieren, wie auch immer, dann rufen wir ihn an.“
„Alles klar!“ Cassie ließ ihre Bildschirme nicht aus den Augen.
Die Minuten verstrichen und Kiawa kam es vor, als wäre jede einzelne so lang wie mehrere Stunden. Zeit konnte so quälend langsam vergehen, wenn man auf etwas wartete. Doch es schien, als warteten sie um sonst, Quan zeigte keine Reaktion.
„Captain, die halbe Stunde ist vorbei. Und wie es aussieht, auch der Film. Ziemlich viel Bewegung auf einmal in dem Saal, ich kann nicht wirklich erkennen, ob er noch dort ist.“
„Dann rufen wir ihn jetzt an!“ Cassie sah ihre Freundin mit großen Augen an:
„Das ist nicht ganz ungefährlich, die Leitungen werden sicherlich überprüft.“
„Ich weiß, PC, aber wir haben jetzt keine Zeit für vorsichtiges Handeln. Das Risiko müssen wir eingehen. Verbinde mich mit ihm!“
Cassie sog zischend die Luft durch die Zähne ein und warf Spooky einen viel sagenden Blick zu, der ihm klar machen sollte, bloß nicht die Wächteranzeigen aus den Augen zu lassen. Dann stellte sie eine Leitung her und in der Matrix, im großen Premierensaal des Ultimo Kinos, klingelte in einer ganz bestimmten Jacketttasche ein Telefon:
„Quan, du weißt nicht, wer ich bin – aber ich sage dir, du musst mir vertrauen! Sie sind hinter dir her, dein Leben ist in größter Gefahr und ich rate dir, verschwinde da, sofort!“
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Titel:
[Reale Welt – Necessitas – Hauptdeck – Kiawa, Spooky, Cassie]Dann rufen wir ihn jetzt an!“ Cassie sah ihre Freundin mit großen Augen an:
„Das ist nicht ganz ungefährlich, die Leitungen werden sicherlich überprüft.“
„Ich weiß, PC, aber wir haben jetzt keine Zeit für vorsichtiges Handeln. Das Risiko müssen wir eingehen. Verbinde mich mit ihm!“
Kiawa trat von hinten an Cassie heran, nahm sich das zweite Headset und legte in einer Geste des Vertauens eine Hand auf Cassies Schulter.
"Stelle ein Verbindung zu seinem Handy her." Lautete die Anweisung.
Am Nachmittag (sofern sich die Zeit aus der Realen Welt einschätzen lässt) war Kiawa bereits in der Matrix gewesen. Sie hatte eine Annäherung an den "Potentiellen" gewagt und sie war sich sicher, dass er sie bemerkt hat. Die Leitung stand.
"Quan, du weißt nicht, wer ich bin - aber ich sage dir, du musst mir vertrauen!"
...
"Sie sind hinter dir her, dein Leben ist in größter Gefahr und ich rate dir, verschwinde da, sofort!“
Die Verbindung war plötzlich unterbrochen. Cassie und Kiawa sahen sich an. Spooky hatte die Szenerie kommentarlos betrachtet.
"Keine Squids. (Kiawa und Cassie atmeten erleichter auf) Gibt es eine Chance ihn zu befreien?"
"Es gibt immer eine Chance, Spooky. Cassie, nimm das Krankenhaus St. Peter Memorial. Spooky bereite alles vor um ihn zu befreien."
Auf den Bildschirmen flimmerten die verschiedenen Bilder. Auf einem konnte man (wenn man verstand die Matrix zu lesen) Quans Flucht beobachten. Noch konnte Kiawa sich nicht auf den Weg zu ihm machen. Sie waren zu weit von den Foetusfields entfernt.
Spooky stürmte hinauf ins Cockpit und programmierte den Kurs zu den Feldern. Kiawa blieb bei Cassie. Sie wollte sehen wie Quan zurecht kommt und sie musste recht zeitig da sein.
Für einen Augenblick verloren beide die Beherrschung, denn sie waren alle bis zum Zerreißen angespannt. Fast gleichzeitig riefen sie: "Lauf Quan Lauf!!!"
Kiawa programmierte sich ihre Bekleidung und den Drop-in. Er sollte möglichst nahe an Quan sein, damit sie ihn nicht lange suchen musste. Cassie nahm die Installationen für die Befreiung Quans vor. Schließlich sollte alles möglichst schnell von statten gehen.
Spooky war mittlerweile nah genug an den Foetusfields. Kiawa und er begaben sich mit schnellen und geübten Handbewegunge in ihre Stühle zum Plug in.
Dann kehrte für einen Augenblick Ruhe auf dem Hoovercraft ein. Sein Metall ächste und von außen würden sicher die Pads dunkelblau nachglühen. Es war eine gespenstische Stille, fast so wie die, die Quan empfunden haben muss, als er Kiawa zum ersten mal begegnete.
Das Knacken in ihrem Headset brachte sie wieder aus der Stille zurück.
"Ich bin drin" antwortete Spooky.
"Auf der Station 6 habe ich alles für die Check-out von ihm vorbereitet.
"Alles klar ich bin auf dem Weg und sichere die Anlage."
Kaum das er auflegte, vernahm sie ein zweites Knacken.
"Ich bin drin. Wo ist er?"
"Auf dem Weg ins Asiatische Viertel. Deine Maschine steht an der nächsten Ecke. Vielleicht kannst du ihn auflesen, denn in diesen Sekunden rennt er an ihr vorbei."
Auf dem Bildschirm war Quans Code kaum von den anderen zu unterscheiden, aber der scheinbar chaotische Muster der Bewegungen der Menschen schien bei ihm nicht nur scheinbar zu sein - es war chaotisch.
[Reale Welt – Necessitas – Hauptdeck – Cassie]
„Das ist nicht ganz ungefährlich, die Leitungen werden sicherlich überprüft.“
„Ich weiß, PC, aber wir haben jetzt keine Zeit für vorsichtiges Handeln. Das Risiko müssen wir eingehen. Verbinde mich mit ihm!“
Kiawa trat von hinten an Cassie heran, nahm sich das zweite Headset und legte in einer Geste des Vertauens eine Hand auf Cassies Schulter.
"Stelle ein Verbindung zu seinem Handy her." Lautete die Anweisung.
Am Nachmittag (sofern sich die Zeit aus der Realen Welt einschätzen lässt) war Kiawa bereits in der Matrix gewesen. Sie hatte eine Annäherung an den "Potentiellen" gewagt und sie war sich sicher, dass er sie bemerkt hat. Die Leitung stand.
"Quan, du weißt nicht, wer ich bin - aber ich sage dir, du musst mir vertrauen!"
...
"Sie sind hinter dir her, dein Leben ist in größter Gefahr und ich rate dir, verschwinde da, sofort!“
Die Verbindung war plötzlich unterbrochen. Cassie und Kiawa sahen sich an. Spooky hatte die Szenerie kommentarlos betrachtet.
"Keine Squids. (Kiawa und Cassie atmeten erleichter auf) Gibt es eine Chance ihn zu befreien?"
"Es gibt immer eine Chance, Spooky. Cassie, nimm das Krankenhaus St. Peter Memorial. Spooky bereite alles vor um ihn zu befreien."
Auf den Bildschirmen flimmerten die verschiedenen Bilder. Auf einem konnte man (wenn man verstand die Matrix zu lesen) Quans Flucht beobachten. Noch konnte Kiawa sich nicht auf den Weg zu ihm machen. Sie waren zu weit von den Foetusfields entfernt.
Spooky stürmte hinauf ins Cockpit und programmierte den Kurs zu den Feldern. Kiawa blieb bei Cassie. Sie wollte sehen wie Quan zurecht kommt und sie musste recht zeitig da sein.
Für einen Augenblick verloren beide die Beherrschung, denn sie waren alle bis zum Zerreißen angespannt. Fast gleichzeitig riefen sie: "Lauf Quan Lauf!!!"
Kiawa programmierte sich ihre Bekleidung und den Drop-in. Er sollte möglichst nahe an Quan sein, damit sie ihn nicht lange suchen musste. Cassie nahm die Installationen für die Befreiung Quans vor. Schließlich sollte alles möglichst schnell von statten gehen.
Spooky war mittlerweile nah genug an den Foetusfields. Kiawa und er begaben sich mit schnellen und geübten Handbewegunge in ihre Stühle zum Plug in.
Dann kehrte für einen Augenblick Ruhe auf dem Hoovercraft ein. Sein Metall ächste und von außen würden sicher die Pads dunkelblau nachglühen. Es war eine gespenstische Stille, fast so wie die, die Quan empfunden haben muss, als er Kiawa zum ersten mal begegnete.
Das Knacken in ihrem Headset brachte sie wieder aus der Stille zurück.
"Ich bin drin" antwortete Spooky.
"Auf der Station 6 habe ich alles für die Check-out von ihm vorbereitet.
"Alles klar ich bin auf dem Weg und sichere die Anlage."
Kaum das er auflegte, vernahm sie ein zweites Knacken.
"Ich bin drin. Wo ist er?"
"Auf dem Weg ins Asiatische Viertel. Deine Maschine steht an der nächsten Ecke. Vielleicht kannst du ihn auflesen, denn in diesen Sekunden rennt er an ihr vorbei."
Auf dem Bildschirm war Quans Code kaum von den anderen zu unterscheiden, aber der scheinbar chaotische Muster der Bewegungen der Menschen schien bei ihm nicht nur scheinbar zu sein - es war chaotisch.
[Reale Welt – Necessitas – Hauptdeck – Cassie]
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Anmeldungsdatum: 06.11.2003
Wohnort: Zamonien
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Titel:
[Reale Welt – Necessitas – Hauptdeck – Cassie]
"Fang an"
Bei diesen Worten lief Cassie ein kalter Schauer den Rücken herunter. Es was das erstemal, dass sie aktiv die Befreiung eines Menschen mit erlebte.
Die Verbindung zu Spooky stand und durch die Einnahme der Pille, wurde die Entkopplung gestartet. Sie konnte nur ahnen, was in Quans-Kopf vorging. Sein Signal in der Matrix begann schwächer zu werden. Sie sah es auf dem Bildschirm kaum noch. Dann endlich liefen die Signale aus den Foetus Fields ein. Der Sektor konnte bestimmt werden und die Verwertungshalde, auf die der Körper geschickt wurde. Das System nahm an, dass Quan stirbt und wüsste sie nicht so genau, was da grade passiert, sie würde es ebenfalls nicht glauben.
"Kiawa, ich habe alles nötige getan" kam Cassies Anruf im Krankenhaus an.
"Wir kommen zurück" antwortete Kiawa knapp.
In diesem Augenblick nur wurde Cassie einmal bewusst, wie ruhig und routiniert alles gelaufen ist.
[Reale Welt – Necessitas – Hauptdeck – Cassie, Kiawa]
Kiawa trat ruhig von hinten an sie heran. Spooky war sofort in das Cockpit geeilt.
Alle wussten sie wir haben nicht die Zeit zu warten
Der Sektor in den Fields war schnell gefunden. Quans Korpus muss sich sehr weit oben in der Haltung befunden haben, denn er war noch nicht in der Nährlösung der Verwertungsbassins angekommen.
Kiawa machte sich auf den Weg zur Rampe. Spooky war sehr nah herangeflogen. Quan konnte ihnen unmöglich durch die Lappen gehen.
Dann sahen sie ihn. Ungebremst stürzte er in den Bassin unter ihnen.
Mit dem Fangarm des Hoovercraft fischten sie ihn heraus, bevor die Flüssigkeit anfangen würde ihn zu Zersetzen.
[Reale Welt – Necessitas – Cockpit – Spooky]
Spooky sah im Eiltempo zu, dass er aus den Fields in einen halbwegs sicheren Sektor zu kommen. Dann stürzte er aus dem Cockpit hinunter zur Krankenstation. Er wollte den Mann, den sie gerettet haben sehen. Im Krankenhaus sah er so stolz aus und hatte doch etwas verletzliches im Blick.
[Reale Welt – Necessitas – Krankenstation– Spooky, Kiawa, Quan]
In der Station angekommen sah er im ersten Augenblick nichts. Kiawa hatte das Licht abgedreht. Eine gedimmte Taschenlampe, die auf dem Tisch lag, war die einzige Lichtquelle. Quan hatte viele Nadeln in seinem Körper und wurde künstlich ernährt. Seine Knochen unter der Haut stachen seltsam hervor. Sie spannte sich über ihnen und schien nicht ein einziges Haar zu haben. Seine Augenhöhlen lagen tief und so wie er vor ihm aufgebart war, viel es ihm fast einfacher zu glauben, dieser Mann ist Tod und nicht lebendig.
"Der Sturz hat ihm das Schlüsselbein und einige Rippen gebrochen. Der Ellenbogen war ausgekugelt. Kurz um er ist ganz schön ramponiert." sagte Kiawa mit gedämpfter Stimme.
Sie fleuchtete das Tuch wieder mit dem Kräutersud an und tupfte es auf seine Lippen. Quan wollte husten, aber er konnte nicht, sein Körper war zu schwach um sich aufzubäumen. Kiawa nahm eine Spritze und gab ihm eine kleine Dosis eines Beruhigungsmittels.
[Reale Welt – Necessitas – Krankenstation– Cassie, Kiawa, Quan]
Cassie erschien im Raum. Spooky ging, ohne ein weitere Wort zu sagen. Die Überwachung durfte nicht alleine bleiben.
"Wie geht es ihm?" fragte sie besorgt.
"Ich weiß nicht was die Maschinen mit ihm gemacht haben. Aber neben dem, was du erkennen kannst, habe ich den Eindruck, dass sie neuerdings ihrer Opfern die Knochen schon vorzeitig brechen. Wir werden ihn fragen müssen, ob er sich daran erinnern kann, dass ihm die Beine gebrochen wurden."
Cassie sog die schwere Luft in der Krankenstation pfeifend ein. Kiawas Blick war unverändert.
Cassie zählte laut: "Einundzwanzig, Zweiundzwanzig, Dreiundzwanzig.... gut lass uns nachdenken.
Er konnte noch nie laufen, weil er sein Leben lang in dem Behälter gelegen hat."
"Davon sollten wir ausgehen."
"Was heißt, davon sollten wir ausgehen?"
"Momentan möchte ich keine andere Alternative dazu hören."
Cassie sah sie skeptisch an. "Eye Eye Captain. .... Also gut. Laufen lernen müsste er sowie so, wie alles andere auch, dass heißt, wir werden ihn nach den Standard Procedure ausbilden und den Eignungstest machen."
"So sieht es aus. Er wird nicht wissen, dass er zum Humpeln verurteilt ist. Das heißt, in der Matrix wird er das können was er schon vorher konnte und noch viel mehr."
Sie sah Cassie an. "Du bleibts vorerst hier. Ich werde in meine Kabine gehen und über gebrochene Beine nachdenken."
[Reale Welt – Necessitas – Krankenstation– Cassie, Quan]
"Fang an"
Bei diesen Worten lief Cassie ein kalter Schauer den Rücken herunter. Es was das erstemal, dass sie aktiv die Befreiung eines Menschen mit erlebte.
Die Verbindung zu Spooky stand und durch die Einnahme der Pille, wurde die Entkopplung gestartet. Sie konnte nur ahnen, was in Quans-Kopf vorging. Sein Signal in der Matrix begann schwächer zu werden. Sie sah es auf dem Bildschirm kaum noch. Dann endlich liefen die Signale aus den Foetus Fields ein. Der Sektor konnte bestimmt werden und die Verwertungshalde, auf die der Körper geschickt wurde. Das System nahm an, dass Quan stirbt und wüsste sie nicht so genau, was da grade passiert, sie würde es ebenfalls nicht glauben.
"Kiawa, ich habe alles nötige getan" kam Cassies Anruf im Krankenhaus an.
"Wir kommen zurück" antwortete Kiawa knapp.
In diesem Augenblick nur wurde Cassie einmal bewusst, wie ruhig und routiniert alles gelaufen ist.
[Reale Welt – Necessitas – Hauptdeck – Cassie, Kiawa]
Kiawa trat ruhig von hinten an sie heran. Spooky war sofort in das Cockpit geeilt.
Alle wussten sie wir haben nicht die Zeit zu warten
Der Sektor in den Fields war schnell gefunden. Quans Korpus muss sich sehr weit oben in der Haltung befunden haben, denn er war noch nicht in der Nährlösung der Verwertungsbassins angekommen.
Kiawa machte sich auf den Weg zur Rampe. Spooky war sehr nah herangeflogen. Quan konnte ihnen unmöglich durch die Lappen gehen.
Dann sahen sie ihn. Ungebremst stürzte er in den Bassin unter ihnen.
Mit dem Fangarm des Hoovercraft fischten sie ihn heraus, bevor die Flüssigkeit anfangen würde ihn zu Zersetzen.
[Reale Welt – Necessitas – Cockpit – Spooky]
Spooky sah im Eiltempo zu, dass er aus den Fields in einen halbwegs sicheren Sektor zu kommen. Dann stürzte er aus dem Cockpit hinunter zur Krankenstation. Er wollte den Mann, den sie gerettet haben sehen. Im Krankenhaus sah er so stolz aus und hatte doch etwas verletzliches im Blick.
[Reale Welt – Necessitas – Krankenstation– Spooky, Kiawa, Quan]
In der Station angekommen sah er im ersten Augenblick nichts. Kiawa hatte das Licht abgedreht. Eine gedimmte Taschenlampe, die auf dem Tisch lag, war die einzige Lichtquelle. Quan hatte viele Nadeln in seinem Körper und wurde künstlich ernährt. Seine Knochen unter der Haut stachen seltsam hervor. Sie spannte sich über ihnen und schien nicht ein einziges Haar zu haben. Seine Augenhöhlen lagen tief und so wie er vor ihm aufgebart war, viel es ihm fast einfacher zu glauben, dieser Mann ist Tod und nicht lebendig.
"Der Sturz hat ihm das Schlüsselbein und einige Rippen gebrochen. Der Ellenbogen war ausgekugelt. Kurz um er ist ganz schön ramponiert." sagte Kiawa mit gedämpfter Stimme.
Sie fleuchtete das Tuch wieder mit dem Kräutersud an und tupfte es auf seine Lippen. Quan wollte husten, aber er konnte nicht, sein Körper war zu schwach um sich aufzubäumen. Kiawa nahm eine Spritze und gab ihm eine kleine Dosis eines Beruhigungsmittels.
[Reale Welt – Necessitas – Krankenstation– Cassie, Kiawa, Quan]
Cassie erschien im Raum. Spooky ging, ohne ein weitere Wort zu sagen. Die Überwachung durfte nicht alleine bleiben.
"Wie geht es ihm?" fragte sie besorgt.
"Ich weiß nicht was die Maschinen mit ihm gemacht haben. Aber neben dem, was du erkennen kannst, habe ich den Eindruck, dass sie neuerdings ihrer Opfern die Knochen schon vorzeitig brechen. Wir werden ihn fragen müssen, ob er sich daran erinnern kann, dass ihm die Beine gebrochen wurden."
Cassie sog die schwere Luft in der Krankenstation pfeifend ein. Kiawas Blick war unverändert.
Cassie zählte laut: "Einundzwanzig, Zweiundzwanzig, Dreiundzwanzig.... gut lass uns nachdenken.
Er konnte noch nie laufen, weil er sein Leben lang in dem Behälter gelegen hat."
"Davon sollten wir ausgehen."
"Was heißt, davon sollten wir ausgehen?"
"Momentan möchte ich keine andere Alternative dazu hören."
Cassie sah sie skeptisch an. "Eye Eye Captain. .... Also gut. Laufen lernen müsste er sowie so, wie alles andere auch, dass heißt, wir werden ihn nach den Standard Procedure ausbilden und den Eignungstest machen."
"So sieht es aus. Er wird nicht wissen, dass er zum Humpeln verurteilt ist. Das heißt, in der Matrix wird er das können was er schon vorher konnte und noch viel mehr."
Sie sah Cassie an. "Du bleibts vorerst hier. Ich werde in meine Kabine gehen und über gebrochene Beine nachdenken."
[Reale Welt – Necessitas – Krankenstation– Cassie, Quan]
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Anmeldungsdatum: 06.11.2003
Wohnort: Berlin
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Titel:
[Reale Welt – Necessitas – Kiawas Kabine – Kiawa]
In ihrer Kabine angekommen, setzte sich Kiawa hinter ihren Schreibtisch. Für einen kurzen Augenblick ruhte ihr Kopf in ihren Händen, doch Sekunden später sprang sie schon wieder auf und ging ruhelos in dem engen Raum auf und ab.
Quans Zustand war ernster, als sie es vermutet hatte. Er würde lange brauchen, bis er sich ganz und gar erholt haben würde.
Die Befreiung war ohne Komplikationen abgelaufen, vollkommen ungestört und das, obwohl das System Quan so dicht auf den Fersen gewesen war.
Kiawa blieb stehen, ihre Stirn war in Falten gelegt, irgendetwas stimmte nicht. Kiawa konnte sich nicht entspannen, Nervosität hatte Besitz von ihrem ganzen Inneren genommen und ließ sie nicht zur Ruhe kommen. Gedanken, so wirr wie ein Schwarm Mücken, summten in ihrem Kopf und schwollen an zu einem lauten Brummen an, das beinahe wehtat.
„Das System kann uns unmöglich nicht bemerkt haben … sie suchen mich und Quan waren sie auch auf der Spur und dennoch verlief alles so reibungslos ...“.
Kiawa sprach leise vor sich hin und hatte wieder begonnen, auf und ab zu laufen. Ein leichtes Kribbeln überzog ihre gesamte Haut und ihre Nackenhaare hatten sich aufgestellt. Sie spürte instinktiv, dass etwas auf sie wartete, eine Gefahr, die so unausweichlich war, wie der Tod selbst. Und diese Gefahr hatte ein Gesicht, sogar einen Namen. Doch auch wenn Kiawa den Namen nicht kannte, das Gesicht hatte sich in ihr Gedächtnis gebrannt, wie ein heißes Eisen in rohes Fleisch. Agent Will hatte eine brennende und stinkende Wunde in Kiawas Innerem hinterlassen und solange der Agent existierte, solange konnte auch diese Wunde nicht heilen. Agent Will würde nicht aufhören, Kiawa zu jagen und Kiawa würde nicht aufhören, den Agenten zu bekämpfen. Ihn und das ganze verdammte System, dem er untergeordnet war.
„Du wirst dir an mir noch deine verfluchten, unechten Zähne ausbeißen, du maschineller Bastard in Menschengestalt, das verspreche ich dir!“
Mit einem Ruck, öffnete Kiawa ihre Kabinentür und trat auf den Gang hinaus.
[Reale Welt – Necessitas – Hauptdeck – Spooky, Kiawa]
Spooky saß an Cassies Pult, als Kiawa das Hauptdeck betrat:
„Ah Captain, wie geht’s dem Neuen?“ fragte er und drehte sich zu Kiawa um.
„Der Neue hat einen Namen, Spooky!“ Sie sah ihren Offizier an und zog eine Augenbraue nach oben.
„Tschuldigung …“, erwiderte Spooky schuldbewusst.
„Quan geht es nicht besonders gut, er wird lange brauchen, bis er vollkommen gesund ist. Irgendwelche Vorkommnisse, Spooky?“
„Nein Captain, alles ruhig. Ich denke, wir müssen uns keine Sorgen machen.“
„Die müssen wir uns immer machen, das System schläft nicht!“
Kiawa beugte sich nun selbst über die Bildschirme, Spooky hatte Recht, es war alles ruhig – zu ruhig!
„Die Ruhe vor dem Sturm …“, flüsterte Kiawa mehr zu sich selbst, als zu ihrem Offizier.
„Was sagst du?“ fragte dieser und blickte nun auch wieder auf die Anzeigen.
„Spooky, wir fliegen nach Zion zurück. Sag Cassie, sie soll aufs Hauptdeck kommen, ich starte das Schiff. Komm nach, sobald Cassie an ihrem Platz ist.“
„Aye Captain!“
[Reale Welt – Necessitas – Cockpit – Kiawa]
Kiawa schwang sich auf ihren Pilotensessel. Sie startete die Motoren und das Schiff erhob sich sacht in die schwarze Dunkelheit der endlosen Tunnel.
Die Scheinwerfer der Nec offenbarten Geröll, Schutt und den Weg, der vor ihnen lag und dem sie folgen mussten.
Das Innere des Cockpits erhellten die vielen Anzeigen und Kontrollichter der Armaturen. Kiawa hatte sich die Karten der Tunnelanlagen geladen und wusste bereits, wie sie nach Zion fliegen würde. Immer noch wurde keine Wächteraktivität angezeigt, doch Kiawa war sich sicher, dass sie nicht mehr lange auf den Signalton warten musste.
Kiawa flog nicht schnell, mit halber Kraft schwebte die Nec durch die Kanalisation und es schien, als hätte sich die Wachsamkeit der Pilotin auf ihr Schiff übertragen.
[Reale Welt – Necessitas – Cockpit – Kiawa, Spooky]
Spooky kam ins Cockpit und setzte sich ebenfalls in seinen Sessel:
„Cassie ist an ihrem Platz …“, sagte er, während er sich anschnallte.
„Gut.“ erwiderte Kiawa ohne Spooky dabei anzusehen.
„Was ist los Captain? Glaubst du, wir bekommen Ärger?“ Spooky blickte Kiawa eindringlich an.
„Ich gehe davon aus, Spooky. Die Befreiung von Quan verlief zu glatt – das passt nicht. Also sei wachsam und behalte die Wächteranzeigen im Auge. Wir bekommen bald Besuch, dessen bin ich mir sicher.“
Kiawa schaltete den Bordfunk ein:
„PC, ich denke, wir können bald mit erhöhten Wächteraktivitäten rechnen. Halte dich bereit, den EMP zu laden. Auch unsere Zusatzbatterie sollte einsatzbereit sein!“
„Alles klar Kiawa, dachte mir so was schon.“
Ein Lächeln huschte über Kiawas Gesicht. Sie ließ den Bordfunk an, es war besser, in Verbindung mit ihrem Operator zu bleiben.
Kiawa war vollkommen konzentriert, ihre Sinne nahmen alles war, was sich regte und ihre Augen huschten flink hin und her und suchten die Tunnel nach den kleinsten Veränderungen ab. Ja sicher, sie hatte ihre Anzeigen, auf die sie sich verlassen konnte. Doch das größte Vertrauen hatte sie zu sich selbst.
Die Minuten verstrichen und mit jedem Kilometer den die Nec hinter sich ließ, stieg die Anspannung. Ein Knistern lag in der Luft und während Spooky von Zeit zu Zeit nervös in seinem Stuhl hin und herrutschte, blieb Kiawa vollkommen ruhig. Sie wusste, sie konnte ihrem Schicksal nicht ausweichen und das wollte sie auch gar nicht.
[Reale Welt – Necessitas – Cockpit – Kiawa, Spooky]
In ihrer Kabine angekommen, setzte sich Kiawa hinter ihren Schreibtisch. Für einen kurzen Augenblick ruhte ihr Kopf in ihren Händen, doch Sekunden später sprang sie schon wieder auf und ging ruhelos in dem engen Raum auf und ab.
Quans Zustand war ernster, als sie es vermutet hatte. Er würde lange brauchen, bis er sich ganz und gar erholt haben würde.
Die Befreiung war ohne Komplikationen abgelaufen, vollkommen ungestört und das, obwohl das System Quan so dicht auf den Fersen gewesen war.
Kiawa blieb stehen, ihre Stirn war in Falten gelegt, irgendetwas stimmte nicht. Kiawa konnte sich nicht entspannen, Nervosität hatte Besitz von ihrem ganzen Inneren genommen und ließ sie nicht zur Ruhe kommen. Gedanken, so wirr wie ein Schwarm Mücken, summten in ihrem Kopf und schwollen an zu einem lauten Brummen an, das beinahe wehtat.
„Das System kann uns unmöglich nicht bemerkt haben … sie suchen mich und Quan waren sie auch auf der Spur und dennoch verlief alles so reibungslos ...“.
Kiawa sprach leise vor sich hin und hatte wieder begonnen, auf und ab zu laufen. Ein leichtes Kribbeln überzog ihre gesamte Haut und ihre Nackenhaare hatten sich aufgestellt. Sie spürte instinktiv, dass etwas auf sie wartete, eine Gefahr, die so unausweichlich war, wie der Tod selbst. Und diese Gefahr hatte ein Gesicht, sogar einen Namen. Doch auch wenn Kiawa den Namen nicht kannte, das Gesicht hatte sich in ihr Gedächtnis gebrannt, wie ein heißes Eisen in rohes Fleisch. Agent Will hatte eine brennende und stinkende Wunde in Kiawas Innerem hinterlassen und solange der Agent existierte, solange konnte auch diese Wunde nicht heilen. Agent Will würde nicht aufhören, Kiawa zu jagen und Kiawa würde nicht aufhören, den Agenten zu bekämpfen. Ihn und das ganze verdammte System, dem er untergeordnet war.
„Du wirst dir an mir noch deine verfluchten, unechten Zähne ausbeißen, du maschineller Bastard in Menschengestalt, das verspreche ich dir!“
Mit einem Ruck, öffnete Kiawa ihre Kabinentür und trat auf den Gang hinaus.
[Reale Welt – Necessitas – Hauptdeck – Spooky, Kiawa]
Spooky saß an Cassies Pult, als Kiawa das Hauptdeck betrat:
„Ah Captain, wie geht’s dem Neuen?“ fragte er und drehte sich zu Kiawa um.
„Der Neue hat einen Namen, Spooky!“ Sie sah ihren Offizier an und zog eine Augenbraue nach oben.
„Tschuldigung …“, erwiderte Spooky schuldbewusst.
„Quan geht es nicht besonders gut, er wird lange brauchen, bis er vollkommen gesund ist. Irgendwelche Vorkommnisse, Spooky?“
„Nein Captain, alles ruhig. Ich denke, wir müssen uns keine Sorgen machen.“
„Die müssen wir uns immer machen, das System schläft nicht!“
Kiawa beugte sich nun selbst über die Bildschirme, Spooky hatte Recht, es war alles ruhig – zu ruhig!
„Die Ruhe vor dem Sturm …“, flüsterte Kiawa mehr zu sich selbst, als zu ihrem Offizier.
„Was sagst du?“ fragte dieser und blickte nun auch wieder auf die Anzeigen.
„Spooky, wir fliegen nach Zion zurück. Sag Cassie, sie soll aufs Hauptdeck kommen, ich starte das Schiff. Komm nach, sobald Cassie an ihrem Platz ist.“
„Aye Captain!“
[Reale Welt – Necessitas – Cockpit – Kiawa]
Kiawa schwang sich auf ihren Pilotensessel. Sie startete die Motoren und das Schiff erhob sich sacht in die schwarze Dunkelheit der endlosen Tunnel.
Die Scheinwerfer der Nec offenbarten Geröll, Schutt und den Weg, der vor ihnen lag und dem sie folgen mussten.
Das Innere des Cockpits erhellten die vielen Anzeigen und Kontrollichter der Armaturen. Kiawa hatte sich die Karten der Tunnelanlagen geladen und wusste bereits, wie sie nach Zion fliegen würde. Immer noch wurde keine Wächteraktivität angezeigt, doch Kiawa war sich sicher, dass sie nicht mehr lange auf den Signalton warten musste.
Kiawa flog nicht schnell, mit halber Kraft schwebte die Nec durch die Kanalisation und es schien, als hätte sich die Wachsamkeit der Pilotin auf ihr Schiff übertragen.
[Reale Welt – Necessitas – Cockpit – Kiawa, Spooky]
Spooky kam ins Cockpit und setzte sich ebenfalls in seinen Sessel:
„Cassie ist an ihrem Platz …“, sagte er, während er sich anschnallte.
„Gut.“ erwiderte Kiawa ohne Spooky dabei anzusehen.
„Was ist los Captain? Glaubst du, wir bekommen Ärger?“ Spooky blickte Kiawa eindringlich an.
„Ich gehe davon aus, Spooky. Die Befreiung von Quan verlief zu glatt – das passt nicht. Also sei wachsam und behalte die Wächteranzeigen im Auge. Wir bekommen bald Besuch, dessen bin ich mir sicher.“
Kiawa schaltete den Bordfunk ein:
„PC, ich denke, wir können bald mit erhöhten Wächteraktivitäten rechnen. Halte dich bereit, den EMP zu laden. Auch unsere Zusatzbatterie sollte einsatzbereit sein!“
„Alles klar Kiawa, dachte mir so was schon.“
Ein Lächeln huschte über Kiawas Gesicht. Sie ließ den Bordfunk an, es war besser, in Verbindung mit ihrem Operator zu bleiben.
Kiawa war vollkommen konzentriert, ihre Sinne nahmen alles war, was sich regte und ihre Augen huschten flink hin und her und suchten die Tunnel nach den kleinsten Veränderungen ab. Ja sicher, sie hatte ihre Anzeigen, auf die sie sich verlassen konnte. Doch das größte Vertrauen hatte sie zu sich selbst.
Die Minuten verstrichen und mit jedem Kilometer den die Nec hinter sich ließ, stieg die Anspannung. Ein Knistern lag in der Luft und während Spooky von Zeit zu Zeit nervös in seinem Stuhl hin und herrutschte, blieb Kiawa vollkommen ruhig. Sie wusste, sie konnte ihrem Schicksal nicht ausweichen und das wollte sie auch gar nicht.
[Reale Welt – Necessitas – Cockpit – Kiawa, Spooky]
Zuletzt bearbeitet von schwarzerFuchs am 07.11.2004, 16:29, insgesamt einmal bearbeitet
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Anmeldungsdatum: 06.11.2003
Wohnort: Neurointeraktive Realitätssimulation
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Titel: Hinterhalt der Maschinen
[Reale Welt - Tunnelsysteme - Necessitas]
Das Hovercraft flog langsam durch eine der zahlreichen Hauptleitungen von den Kraftwerkstürmen der Maschinen fort. Das schummrige fahl-rote Licht und das andauernde Surren der gewaltigen Energiemassen, die den Menschen im Dämmerschlaf entzogen wurden, verblassten als Geräuschkulisse allmählich. Vor den Rebellen lag nun einzig der tiefdunkle Tunnel und noch ein weiter, gefahrvoller Weg bis zu ihrer Zuflucht.
Während die Necessitas, durch die starken Hoverpads getragen, über die am Boden liegenden Trümmer hinweg glitt, liefen im Hintergrund im Inneren des Schiffes die Sensoren und Messprogramme auf Hochtouren und nach nur einigen Momenten der trügerischen Stille, fingen einige der Sensoren erste Aktivitäten zu registrieren. Die Warnsignale der Computer stiegen immer mehr zu einem schallenden Heulen an und im dreidimensionalen Radar-Hologramm des Cockpits flog nun ein großer Wächterschwarm auf das nicht mehr ganz so schnelle Hovercraft zu. Die Necessitas hatte mit der großen Batterie im Gepäck mehr Balast aufgenommen, als sie bei dieser bedrohlichen Verfolgung hätte haben sollen, die Wächter hatten das Schiff schnell erreicht und es war nur eine Frage der Treffsicherheit des einen Geschützturms, der in diesem Moment zu rattern begann und trotz seiner mittelmäßigen Schussgenauigkeit sogar einen Wächter zum Absturz brachte. Etwa 10 weitere Sentinels hatten dies zur Kenntnis und beschleunigten Blitzschnell ihren Formationsflug, druch den sie, allen Feuersalven zum Trotz immer weiter an das Heck des Schiffes gelangten...
[Reale Welt – Necessitas – Cockpit – Kiawa]
Der Pilotin rann eine Schweißperle an der Schlefe entlang. Kiawa wirkte angespannt, dennoch aber routiniert. In ihrer Laufbahn hatte sie schon so manche Wächterverfolgung miterlebt und diese hier schien wie alle anderen zu werden, mit denen man, auch wenn sie einen Captain stark forderten, fertgi werden konnte - wäre da nicht die Ausgefeiltheit, die überlegene Rafinesse und die logischdefinierte Strategie ihrer Gegner.
Die Maschinen lernten aus den bisherigen Angriffen auf Hovercrafts schneller, als es sich die bis zuletzt verbliebenen Säugetiere des Planeten Erde in ihren kleinen Geistern vorstellen konnten. Das System hatte den Flüchtigen eine bittere Überraschung vorbereitet...
Kiawa beschleunigte ihr Schiff bis knapp ans Maximum bei dem die Pads mit mächtigen Surren und zuckenden Blitzen über den Untergrund schossen. Nach einer schwachen Steigung in einer größeren Gewölbehalle und in derselben Schrecksekunde riss sie die Augäpfel auf und starrte in die vielen roten Punkte, die bedrohlich schnell auf die Front zu schossen.
[Reale Welt - Tunnelsysteme - Necessitas, Wächter]
Das Hovercraft flog langsam durch eine der zahlreichen Hauptleitungen von den Kraftwerkstürmen der Maschinen fort. Das schummrige fahl-rote Licht und das andauernde Surren der gewaltigen Energiemassen, die den Menschen im Dämmerschlaf entzogen wurden, verblassten als Geräuschkulisse allmählich. Vor den Rebellen lag nun einzig der tiefdunkle Tunnel und noch ein weiter, gefahrvoller Weg bis zu ihrer Zuflucht.
Während die Necessitas, durch die starken Hoverpads getragen, über die am Boden liegenden Trümmer hinweg glitt, liefen im Hintergrund im Inneren des Schiffes die Sensoren und Messprogramme auf Hochtouren und nach nur einigen Momenten der trügerischen Stille, fingen einige der Sensoren erste Aktivitäten zu registrieren. Die Warnsignale der Computer stiegen immer mehr zu einem schallenden Heulen an und im dreidimensionalen Radar-Hologramm des Cockpits flog nun ein großer Wächterschwarm auf das nicht mehr ganz so schnelle Hovercraft zu. Die Necessitas hatte mit der großen Batterie im Gepäck mehr Balast aufgenommen, als sie bei dieser bedrohlichen Verfolgung hätte haben sollen, die Wächter hatten das Schiff schnell erreicht und es war nur eine Frage der Treffsicherheit des einen Geschützturms, der in diesem Moment zu rattern begann und trotz seiner mittelmäßigen Schussgenauigkeit sogar einen Wächter zum Absturz brachte. Etwa 10 weitere Sentinels hatten dies zur Kenntnis und beschleunigten Blitzschnell ihren Formationsflug, druch den sie, allen Feuersalven zum Trotz immer weiter an das Heck des Schiffes gelangten...
[Reale Welt – Necessitas – Cockpit – Kiawa]
Der Pilotin rann eine Schweißperle an der Schlefe entlang. Kiawa wirkte angespannt, dennoch aber routiniert. In ihrer Laufbahn hatte sie schon so manche Wächterverfolgung miterlebt und diese hier schien wie alle anderen zu werden, mit denen man, auch wenn sie einen Captain stark forderten, fertgi werden konnte - wäre da nicht die Ausgefeiltheit, die überlegene Rafinesse und die logischdefinierte Strategie ihrer Gegner.
Die Maschinen lernten aus den bisherigen Angriffen auf Hovercrafts schneller, als es sich die bis zuletzt verbliebenen Säugetiere des Planeten Erde in ihren kleinen Geistern vorstellen konnten. Das System hatte den Flüchtigen eine bittere Überraschung vorbereitet...
Kiawa beschleunigte ihr Schiff bis knapp ans Maximum bei dem die Pads mit mächtigen Surren und zuckenden Blitzen über den Untergrund schossen. Nach einer schwachen Steigung in einer größeren Gewölbehalle und in derselben Schrecksekunde riss sie die Augäpfel auf und starrte in die vielen roten Punkte, die bedrohlich schnell auf die Front zu schossen.
[Reale Welt - Tunnelsysteme - Necessitas, Wächter]
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Anmeldungsdatum: 06.11.2003
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1794
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Titel:
[Reale Welt – Necessitas – Cockpit – Kiawa, Spooky]
Die Necessitas war ungefähr eine halbe Stunde unbehelligt durch die Tunnelanlagen geflogen, als plötzlich aber nicht unerwartet, der durchdringende Signalton der Wächteranzeigen die zum zerreißen gespannte Stille im Inneren des Schiffes durchbrach.
Kiawa erschrak nicht, sie war vorbereitet, hatte auf diesen Angriff gewartet und wusste genau, was sie zu tun hatte. Schnell verschaffte sie sich einen Überblick über die Lage. 30 Wächter waren in unmittelbarer Nähe und es sah so aus, als würden sie von zwei Seiten angreifen: Elf der Biester hatten es auf das Heck abgesehen, 19 schossen auf die Front der Nec zu und es würde nicht mehr lange dauern, bis Kiawa sie durch die Scheibe des Cockpits mit eigenen Augen sehen konnte. Sie wandte sich an ihren Offizier:
„Ok Spooky, es wird ernst. Besetze einen der Geschütztürme und versuche so viele wie möglich von den verdammten Biestern abzuknallen! Konzentrier dich auf die, die uns hinterher fliegen.“
„Aye!“ Spooky war schon aufgestanden, während Kiawa noch sprach und verschwand sobald er seinen Befehl entgegen genommen hatte.
Kiawa indes sprach in den Bordfunk und gab auch ihrem Operator ihre Befehle:
„PC, lade die Zusatzbatterie auf volle Spannung und sorge auch dafür, dass der EMP einsatzbereit ist!“
„Was hast du vor, Kiawa?“ Cassies Stimme klang weder panisch, noch ängstlich.
„Vertrau mir einfach, PC. Wir schaffen das.“
„Ich weiß, Captain!“
Kiawa erwiderte darauf nichts mehr. Das Vertrauen und die Zuversicht ihrer Freundin, füllten ihren ohnehin starken Geist und Willen mit noch mehr Kraft und in Kiawas Augen glomm rebellierend der pure Widerstand auf. Sie hatte einen Plan und dieser Plan war ihre einzige Chance, heil aus der ganzen Sache raus zu kommen. Kiawa wusste, dass nicht weit von ihnen eine schmale Abzweigung kam. Ein enger Tunnel, durch den die Necessitas gut durchkam. Die Alucard oder die Bahamut jedoch, würden so ihre Probleme haben, ihn zu durchqueren. Diesen Tunnel musste sie erreichen, ehe die Sentinals ihr Schiff erreicht hatten.
Das Signal der Wächteranzeigen, war inzwischen zu einer lauten Sirene angeschwollen und es dauerte nicht lange, bis Kiawa die ersten Gewehrsalven eines ihrer Geschütztürme vernahm. Spooky feuerte wild drauf los. Er war kein schlechter Schütze und dennoch gelang es ihm lediglich, eines der Biester zu erwischen. Die verbleibenden 10 Wächter näherten sich scheinbar unaufhaltsam der Nec. Kiawa flog inzwischen fast Höchstgeschwindigkeit und nun sah sie die rot glühenden Lichter der anderen 19 Wächter in ca. 300 Meter Entfernung auf sich zurasen:
„Ok, ihr Scheißviecher, kommt zu Mama!“ presste sie zwischen den Zähnen hervor und sah kurz auf die digitalen Kartenangaben der umliegenden Tunnelsysteme. Die Abzweigung war nun nicht mehr weit und Kiawa drosselte die Geschwindigkeit um ein Minimum. Die Wächter in ihrem Heck, hatten die Nec fast erreicht und Kiawa rechnete jeden Augenblick mit dem Aufprall einer der Killermaschinen. Spooky feuerte noch immer aus Leibeskräften und wie es aussah, hatte er in der Zwischenzeit noch zwei weitere Wächter zum Absturz gebracht.
„Sehr gut!“ dachte Kiawa und im nächsten Moment schrie sie: „FESTHAALTEN!!!“
Beinahe zeitgleich mit den Wächtern, die ihr entgegen gekommen waren, hatte sie die Abzweigung erreicht. Doch Kiawa war einen Sekundenbruchteil schneller und mit aller Gewalt riss sie das Steuer zur Seite und lenkte die Nec hart in die schmale Öffnung zu ihrer rechten Seite. Das kleine Schiff reagierte sofort, im Gegensatz zu den Maschinen des Systems. Diese plötzliche Handlung des Zielobjektes, war in ihrer derzeitigen Programmierung nicht vorgesehen gewesen. Die Neuprogrammierung des Richtungswechsels nahm nur wenige Augenblicke in Anspruch, doch für zwei der Wächter dauerte dieser Prozess zu lange. Kamikazehaft flogen sie direkt aufeinander zu und zerbarsten bei ihrem gegenseitigen Aufprall mit einer feurigen Explosion.
Die Nec flog indes, wieder mit Höchstgeschwindigkeit durch den engen Tunnel. Den Wächtern war es nun nicht mehr möglich, von zwei Seiten anzugreifen und das verschaffte Kiawa und ihrer Crew einen deutlichen Vorteil. Der Abstand, den die Rebellin durch das Abbiegemanöver zwischen die Angreifer und ihr Schiff gelegt hatte, verringerte sich nun wieder stetig. Die Nec, mit der zusätzlichen Batterie an Bord, war nicht mehr in der Lage, die Wächter abzuhängen und ihnen zu entkommen. Doch Kiawa war noch nicht am Ende ihres Lateins:
„PC, ist die Zusatzbatterie geladen?“
„Ja Captain, sie ist einsatzbereit!“
„Gut, halte dich bereit, sie auf mein Kommando abzuwerfen.“
„Abwerfen, Captain? Aber wieso….“.
„Tu einfach, was ich dir sage!“
„Aye Captain!“
25 Wächter waren noch übrig und das waren 25 Wächter zu viel. In dem engen Tunnel, konnten maximal drei Wächter nebeneinander fliegen und auch das verschaffte den Fliehenden einen Vorteil. Kiawa drosselte abermals ein wenig die Geschwindigkeit. Sie ließ die Wächter näher an sich herankommen. Obwohl sie sich ihrer Sache vollkommen sicher war, rannen ihr Schweißperlen über das Gesicht. Mit einer hektischen Bewegung ihres rechten Arms wischte sie sie weg, ehe sie ihr ins Auge laufen konnten. Ihr Plan war riskant und das wusste sie, doch in gewisser Weise brauchte Kiawa genau dieses Risiko. In ihren grünen Pupillen blitzte es auf und angriffslustig wie eine Katze, bleckte sie die Zähne. Die Worte, die sie nun sprach, hallten wie ein Schlachtruf im Cockpit wider und ihr Gesicht glühte rot vor energiegeladener Anspannung:
„JEEETZT PC!!!! Wirf sie ab!!!!“ schrie sie und brachte zeitgleich das Schiff wieder auf Höchstgeschwindigkeit.
[Reale Welt – Tunnelsysteme – Necessitas – Wächter]
Sekundenbruchteile geschah gar nichts, doch dann erfüllten das Brüllen einer gewaltigen Explosion und das Licht von Feuer den gesamten Tunnelabschnitt und Geräusch und Helligkeit schwappte wie eine Welle von hinten über die Nec und durchflutete für einen kurzen Moment das Innere des Cockpits.
Die abgeworfene Batterie war, durch die Schwungmasse angetrieben, den Verfolgern direkt entgegen geflogen. Den Wächtern in den ersten zwei Reihen gelang es, dem fremden Gegenstand rechtzeitig auszuweichen. Doch durch den wenigen Platz des Tunnels beengt, konnte einer der Wächter nicht mehr schnell genug reagieren und kollidierte seitlich mit der Batterie. Durch den harten Aufprall zersplitterte deren Außenhülle, Strom entlud sich und Funken stoben in alle Richtungen. Das Nickel-Kadmium-Gemisch der Batterie wurde freigesetzt, entzündete sich augenblicklich und verursachte eine Explosion, die eine Kettenreaktion auslöste. Vier Wächter in unmittelbarer Nähe, wurden sofort funktionsunfähig gemacht und blieben scheppernd am Tunnelboden liegen. Ein fünfter Wächter entzündete sich und verursachte eine erneute Explosion, die wiederum zwei weitere Wächter mit sich riss. Der Großteil der nun noch folgenden Wächter, erkannte die Gefahr schnell und drosselte die Geschwindigkeit, doch für zwei von ihnen, kam jede Erkenntnis zu spät. Die Explosion, wenn weiter hinten auch etwas abgeschwächt, hatte ihre Schaltkreise beschädigt und manövrierunfähig zerschellten sie splitternd an den Tunnelwänden.
[Reale Welt – Necessitas – Cockpit – Kiawa]
Kiawa überprüfte sofort all ihre Systeme und Anzeigen. Nachdem sie Cassie den Befehl gegeben hatte, die Batterie abzuwerfen, hatte sie augenblicklich wieder volle Fahrt aufgenommen. Mit Höchstgeschwindigkeit war sie dem flammenden Inferno entkommen, ohne ihrerseits eine Beschädigung des Schiffes hinnehmen zu müssen.
Die Nec war nun wieder leicht und Kiawa steuerte sie sicher und schnell immer weiter durch den engen Tunnel. Den Hologrammanzeigen der Umgebung entnahm sie, dass sechzehn Wächter ihren Gegenangriff überstanden hatten und sie nun wieder stetig verfolgten. Allerdings bewegten sie sich nicht mehr in enger Formation. Wie es aussah, hatte die Explosion neun Wächter direkt aus ihrer Mitte gerissen und so waren es sechs Wächter, die voran flogen und in einigen hundert Meter Abstand folgten die restlichen zehn.
Kiawa konnte sich ein leichtes Lächeln nicht verkneifen. Sicher waren diese neun zerstörten Wächter für das System nur ein geringfügiger, kaum zu erwähnender Schaden, doch für die Rebellin waren sie ein kleiner Sieg.
[Reale Welt – Necessitas – Cockpit – Kiawa]
Die Necessitas war ungefähr eine halbe Stunde unbehelligt durch die Tunnelanlagen geflogen, als plötzlich aber nicht unerwartet, der durchdringende Signalton der Wächteranzeigen die zum zerreißen gespannte Stille im Inneren des Schiffes durchbrach.
Kiawa erschrak nicht, sie war vorbereitet, hatte auf diesen Angriff gewartet und wusste genau, was sie zu tun hatte. Schnell verschaffte sie sich einen Überblick über die Lage. 30 Wächter waren in unmittelbarer Nähe und es sah so aus, als würden sie von zwei Seiten angreifen: Elf der Biester hatten es auf das Heck abgesehen, 19 schossen auf die Front der Nec zu und es würde nicht mehr lange dauern, bis Kiawa sie durch die Scheibe des Cockpits mit eigenen Augen sehen konnte. Sie wandte sich an ihren Offizier:
„Ok Spooky, es wird ernst. Besetze einen der Geschütztürme und versuche so viele wie möglich von den verdammten Biestern abzuknallen! Konzentrier dich auf die, die uns hinterher fliegen.“
„Aye!“ Spooky war schon aufgestanden, während Kiawa noch sprach und verschwand sobald er seinen Befehl entgegen genommen hatte.
Kiawa indes sprach in den Bordfunk und gab auch ihrem Operator ihre Befehle:
„PC, lade die Zusatzbatterie auf volle Spannung und sorge auch dafür, dass der EMP einsatzbereit ist!“
„Was hast du vor, Kiawa?“ Cassies Stimme klang weder panisch, noch ängstlich.
„Vertrau mir einfach, PC. Wir schaffen das.“
„Ich weiß, Captain!“
Kiawa erwiderte darauf nichts mehr. Das Vertrauen und die Zuversicht ihrer Freundin, füllten ihren ohnehin starken Geist und Willen mit noch mehr Kraft und in Kiawas Augen glomm rebellierend der pure Widerstand auf. Sie hatte einen Plan und dieser Plan war ihre einzige Chance, heil aus der ganzen Sache raus zu kommen. Kiawa wusste, dass nicht weit von ihnen eine schmale Abzweigung kam. Ein enger Tunnel, durch den die Necessitas gut durchkam. Die Alucard oder die Bahamut jedoch, würden so ihre Probleme haben, ihn zu durchqueren. Diesen Tunnel musste sie erreichen, ehe die Sentinals ihr Schiff erreicht hatten.
Das Signal der Wächteranzeigen, war inzwischen zu einer lauten Sirene angeschwollen und es dauerte nicht lange, bis Kiawa die ersten Gewehrsalven eines ihrer Geschütztürme vernahm. Spooky feuerte wild drauf los. Er war kein schlechter Schütze und dennoch gelang es ihm lediglich, eines der Biester zu erwischen. Die verbleibenden 10 Wächter näherten sich scheinbar unaufhaltsam der Nec. Kiawa flog inzwischen fast Höchstgeschwindigkeit und nun sah sie die rot glühenden Lichter der anderen 19 Wächter in ca. 300 Meter Entfernung auf sich zurasen:
„Ok, ihr Scheißviecher, kommt zu Mama!“ presste sie zwischen den Zähnen hervor und sah kurz auf die digitalen Kartenangaben der umliegenden Tunnelsysteme. Die Abzweigung war nun nicht mehr weit und Kiawa drosselte die Geschwindigkeit um ein Minimum. Die Wächter in ihrem Heck, hatten die Nec fast erreicht und Kiawa rechnete jeden Augenblick mit dem Aufprall einer der Killermaschinen. Spooky feuerte noch immer aus Leibeskräften und wie es aussah, hatte er in der Zwischenzeit noch zwei weitere Wächter zum Absturz gebracht.
„Sehr gut!“ dachte Kiawa und im nächsten Moment schrie sie: „FESTHAALTEN!!!“
Beinahe zeitgleich mit den Wächtern, die ihr entgegen gekommen waren, hatte sie die Abzweigung erreicht. Doch Kiawa war einen Sekundenbruchteil schneller und mit aller Gewalt riss sie das Steuer zur Seite und lenkte die Nec hart in die schmale Öffnung zu ihrer rechten Seite. Das kleine Schiff reagierte sofort, im Gegensatz zu den Maschinen des Systems. Diese plötzliche Handlung des Zielobjektes, war in ihrer derzeitigen Programmierung nicht vorgesehen gewesen. Die Neuprogrammierung des Richtungswechsels nahm nur wenige Augenblicke in Anspruch, doch für zwei der Wächter dauerte dieser Prozess zu lange. Kamikazehaft flogen sie direkt aufeinander zu und zerbarsten bei ihrem gegenseitigen Aufprall mit einer feurigen Explosion.
Die Nec flog indes, wieder mit Höchstgeschwindigkeit durch den engen Tunnel. Den Wächtern war es nun nicht mehr möglich, von zwei Seiten anzugreifen und das verschaffte Kiawa und ihrer Crew einen deutlichen Vorteil. Der Abstand, den die Rebellin durch das Abbiegemanöver zwischen die Angreifer und ihr Schiff gelegt hatte, verringerte sich nun wieder stetig. Die Nec, mit der zusätzlichen Batterie an Bord, war nicht mehr in der Lage, die Wächter abzuhängen und ihnen zu entkommen. Doch Kiawa war noch nicht am Ende ihres Lateins:
„PC, ist die Zusatzbatterie geladen?“
„Ja Captain, sie ist einsatzbereit!“
„Gut, halte dich bereit, sie auf mein Kommando abzuwerfen.“
„Abwerfen, Captain? Aber wieso….“.
„Tu einfach, was ich dir sage!“
„Aye Captain!“
25 Wächter waren noch übrig und das waren 25 Wächter zu viel. In dem engen Tunnel, konnten maximal drei Wächter nebeneinander fliegen und auch das verschaffte den Fliehenden einen Vorteil. Kiawa drosselte abermals ein wenig die Geschwindigkeit. Sie ließ die Wächter näher an sich herankommen. Obwohl sie sich ihrer Sache vollkommen sicher war, rannen ihr Schweißperlen über das Gesicht. Mit einer hektischen Bewegung ihres rechten Arms wischte sie sie weg, ehe sie ihr ins Auge laufen konnten. Ihr Plan war riskant und das wusste sie, doch in gewisser Weise brauchte Kiawa genau dieses Risiko. In ihren grünen Pupillen blitzte es auf und angriffslustig wie eine Katze, bleckte sie die Zähne. Die Worte, die sie nun sprach, hallten wie ein Schlachtruf im Cockpit wider und ihr Gesicht glühte rot vor energiegeladener Anspannung:
„JEEETZT PC!!!! Wirf sie ab!!!!“ schrie sie und brachte zeitgleich das Schiff wieder auf Höchstgeschwindigkeit.
[Reale Welt – Tunnelsysteme – Necessitas – Wächter]
Sekundenbruchteile geschah gar nichts, doch dann erfüllten das Brüllen einer gewaltigen Explosion und das Licht von Feuer den gesamten Tunnelabschnitt und Geräusch und Helligkeit schwappte wie eine Welle von hinten über die Nec und durchflutete für einen kurzen Moment das Innere des Cockpits.
Die abgeworfene Batterie war, durch die Schwungmasse angetrieben, den Verfolgern direkt entgegen geflogen. Den Wächtern in den ersten zwei Reihen gelang es, dem fremden Gegenstand rechtzeitig auszuweichen. Doch durch den wenigen Platz des Tunnels beengt, konnte einer der Wächter nicht mehr schnell genug reagieren und kollidierte seitlich mit der Batterie. Durch den harten Aufprall zersplitterte deren Außenhülle, Strom entlud sich und Funken stoben in alle Richtungen. Das Nickel-Kadmium-Gemisch der Batterie wurde freigesetzt, entzündete sich augenblicklich und verursachte eine Explosion, die eine Kettenreaktion auslöste. Vier Wächter in unmittelbarer Nähe, wurden sofort funktionsunfähig gemacht und blieben scheppernd am Tunnelboden liegen. Ein fünfter Wächter entzündete sich und verursachte eine erneute Explosion, die wiederum zwei weitere Wächter mit sich riss. Der Großteil der nun noch folgenden Wächter, erkannte die Gefahr schnell und drosselte die Geschwindigkeit, doch für zwei von ihnen, kam jede Erkenntnis zu spät. Die Explosion, wenn weiter hinten auch etwas abgeschwächt, hatte ihre Schaltkreise beschädigt und manövrierunfähig zerschellten sie splitternd an den Tunnelwänden.
[Reale Welt – Necessitas – Cockpit – Kiawa]
Kiawa überprüfte sofort all ihre Systeme und Anzeigen. Nachdem sie Cassie den Befehl gegeben hatte, die Batterie abzuwerfen, hatte sie augenblicklich wieder volle Fahrt aufgenommen. Mit Höchstgeschwindigkeit war sie dem flammenden Inferno entkommen, ohne ihrerseits eine Beschädigung des Schiffes hinnehmen zu müssen.
Die Nec war nun wieder leicht und Kiawa steuerte sie sicher und schnell immer weiter durch den engen Tunnel. Den Hologrammanzeigen der Umgebung entnahm sie, dass sechzehn Wächter ihren Gegenangriff überstanden hatten und sie nun wieder stetig verfolgten. Allerdings bewegten sie sich nicht mehr in enger Formation. Wie es aussah, hatte die Explosion neun Wächter direkt aus ihrer Mitte gerissen und so waren es sechs Wächter, die voran flogen und in einigen hundert Meter Abstand folgten die restlichen zehn.
Kiawa konnte sich ein leichtes Lächeln nicht verkneifen. Sicher waren diese neun zerstörten Wächter für das System nur ein geringfügiger, kaum zu erwähnender Schaden, doch für die Rebellin waren sie ein kleiner Sieg.
[Reale Welt – Necessitas – Cockpit – Kiawa]
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Anmeldungsdatum: 06.11.2003
Wohnort: Neurointeraktive Realitätssimulation
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Titel:
[Reale Welt – Tunnelsysteme – Necessitas – 16 Wächter]
16 Drohnen waren übriggeblieben und schossen nach einer kurzen Weile hinter dem schnellen Hovercraft in einer Masse aus dem Tunnelloch. Die Maschinen hatten neue Formationen erteilt, die Sentinels sich neu formatiert und waren nun erneut zum Angriff bereit. Nach der recht erfolgreichen Falle vollzogen durch List und Tücke der Menschen glühten die roten Wächteraugen in der Dunkelheit förmlich vor Rachegelüsten, obwohl diese unmöglich für kalte, gefühlslose Maschinen existieren konnten. Stattdessen versuchten die verbliebenen Sentinels ihren Autrag, der die Zerstörung des Schiffes und die totale Eleminierung der menschlichen Besatzung zum Inhalt hatte, mit vollkommener Präzision auszuführen.
Die Necessitas flog mittlerweile mit für ein notdürftig zusammengeflicktes und von fehlerbehafteten Menschen konstruiertes Flaggschiff in atemberaubender Geschwindigkeit durch einen älteren Tunnel, der besonders viele herausragende Rohre, Trümmerhaufen und Deckeneinbrüche vorwies - ein gefährliches Terrain für einen ungeübten Piloten....
Durch die Höchstgeschwindigkeit des Schiffes und den riskanten Ausweichmanövern Kiawas hatten die Wächter Probleme mit mitzuhalten, geschweige denn es einzuholen. Lediglich die nahezu identische Endgeschwindigkeit des Schwarms ließ die Necessitas dennoch nicht ganz entkommen, immer wieder schossen einige Sentinels bis ans Heck hervor und versuchten zur Landung anzusetzen, was die donnernden Feuersalven des Geschützturms in letzten Augenblicken bis dahin immer noch verhindern konnten. 4 weitere Wächter gingen so zu Grunde.
Nach einigen rasanten Kilometern nahm der Tunnelverlauf jedoch eine für die Rebellen unvorteilhafte Wende. Die Röhren wurden enger, die Trümmer häuften sich und zu allem Überfluss wich die Strecke von der geradlinigen Hauptleitung zu einem Zickzackendkursus um, der mit scharfen Kurven, starken Steigungen und herabhängenden Stahlkabeln, die wie Lianen von der Decke schwungen, übersäht war. Die kühne Pilotin vernahm das mit schweißnasser Stirn auf ihren Displays im selben Moment in dem die linke Flanke des schmalen Schiffkörpers an einen Felsvorsprung bretterte und es heftiger Ruck durch das Schiff ging. Ein Pads wurde zwischen Schiffs- und der Tunnelwand regelrecht zermahlmt. Zwei weitere Wächter fiehlen unterdess den halgelnen Gesteinsbrocken zum Opfer, die die Necessitas bei ihrem Aufprall losriss. Es war nun eine Sache von Feinfühligkeit, vollkommener Präzision und einer ausdauernden Pilotin, das Hovercraft durch diesen unwegsamen, langen Tunnelabschnitt in der hohen Geschwindigkeit, der es bei der Verfolgung durch die Sentinels unterlag, zu manövrieren.
Zwei weitere kleine Explosionen ließen zwei erneute Sentinel-Opfer vermuten, die einem schwingenden Stahlkabel nicht rechtzeitig ausweichen konnten. Insgesamt waren nun nur noch mehr 10 Wächter übrig, die erstaunlicherweise ihren Flug bis auf eine Ausnahme verlangsamten...
Ein Wächter wirbelte in die Moment rasend schnell herum und schleuderte nach einigen Drehungen ein hochexplosives Geschoss los, das für nahezu jedes Rebellenschiff den sicheren Tod bedeutete. Und auch diesmal nahm die Sentinelbombe zielgenau und unbeirrbar Kurs in Richtung Necessitas auf. Eine hoffnungslose Hetzjagd begann...
[Reale Welt – Alter, instabiler Tunnel – Necessitas – Sentinelbombe]
16 Drohnen waren übriggeblieben und schossen nach einer kurzen Weile hinter dem schnellen Hovercraft in einer Masse aus dem Tunnelloch. Die Maschinen hatten neue Formationen erteilt, die Sentinels sich neu formatiert und waren nun erneut zum Angriff bereit. Nach der recht erfolgreichen Falle vollzogen durch List und Tücke der Menschen glühten die roten Wächteraugen in der Dunkelheit förmlich vor Rachegelüsten, obwohl diese unmöglich für kalte, gefühlslose Maschinen existieren konnten. Stattdessen versuchten die verbliebenen Sentinels ihren Autrag, der die Zerstörung des Schiffes und die totale Eleminierung der menschlichen Besatzung zum Inhalt hatte, mit vollkommener Präzision auszuführen.
Die Necessitas flog mittlerweile mit für ein notdürftig zusammengeflicktes und von fehlerbehafteten Menschen konstruiertes Flaggschiff in atemberaubender Geschwindigkeit durch einen älteren Tunnel, der besonders viele herausragende Rohre, Trümmerhaufen und Deckeneinbrüche vorwies - ein gefährliches Terrain für einen ungeübten Piloten....
Durch die Höchstgeschwindigkeit des Schiffes und den riskanten Ausweichmanövern Kiawas hatten die Wächter Probleme mit mitzuhalten, geschweige denn es einzuholen. Lediglich die nahezu identische Endgeschwindigkeit des Schwarms ließ die Necessitas dennoch nicht ganz entkommen, immer wieder schossen einige Sentinels bis ans Heck hervor und versuchten zur Landung anzusetzen, was die donnernden Feuersalven des Geschützturms in letzten Augenblicken bis dahin immer noch verhindern konnten. 4 weitere Wächter gingen so zu Grunde.
Nach einigen rasanten Kilometern nahm der Tunnelverlauf jedoch eine für die Rebellen unvorteilhafte Wende. Die Röhren wurden enger, die Trümmer häuften sich und zu allem Überfluss wich die Strecke von der geradlinigen Hauptleitung zu einem Zickzackendkursus um, der mit scharfen Kurven, starken Steigungen und herabhängenden Stahlkabeln, die wie Lianen von der Decke schwungen, übersäht war. Die kühne Pilotin vernahm das mit schweißnasser Stirn auf ihren Displays im selben Moment in dem die linke Flanke des schmalen Schiffkörpers an einen Felsvorsprung bretterte und es heftiger Ruck durch das Schiff ging. Ein Pads wurde zwischen Schiffs- und der Tunnelwand regelrecht zermahlmt. Zwei weitere Wächter fiehlen unterdess den halgelnen Gesteinsbrocken zum Opfer, die die Necessitas bei ihrem Aufprall losriss. Es war nun eine Sache von Feinfühligkeit, vollkommener Präzision und einer ausdauernden Pilotin, das Hovercraft durch diesen unwegsamen, langen Tunnelabschnitt in der hohen Geschwindigkeit, der es bei der Verfolgung durch die Sentinels unterlag, zu manövrieren.
Zwei weitere kleine Explosionen ließen zwei erneute Sentinel-Opfer vermuten, die einem schwingenden Stahlkabel nicht rechtzeitig ausweichen konnten. Insgesamt waren nun nur noch mehr 10 Wächter übrig, die erstaunlicherweise ihren Flug bis auf eine Ausnahme verlangsamten...
Ein Wächter wirbelte in die Moment rasend schnell herum und schleuderte nach einigen Drehungen ein hochexplosives Geschoss los, das für nahezu jedes Rebellenschiff den sicheren Tod bedeutete. Und auch diesmal nahm die Sentinelbombe zielgenau und unbeirrbar Kurs in Richtung Necessitas auf. Eine hoffnungslose Hetzjagd begann...
[Reale Welt – Alter, instabiler Tunnel – Necessitas – Sentinelbombe]
: Orakel-Schüler(in) :

Anmeldungsdatum: 06.11.2003
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1794
Anmeldungsdatum: 06.11.2003
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Titel:
[Reale Welt – Sektor 15 – Necessitas – Sentinelbombe]
Eine Hetzjagd hatte begonnen, die aussichtslos schien. Der Tunnel, durch den Kiawa mit Schwindel erregender Geschwindigkeit flog, war eng und äußerst unwegsam. Stahlträger, Gesteinsbrocken und Geröll ragten in das Innere der Röhre und erschwerte den Rebellen die Flucht. Die Sentinelbombe war der Nec dicht auf den Fersen und es war einzig den Flugkünsten der Pilotin zuzuschreiben, dass sie das Schiff noch nicht erreicht hatte.
[Reale Welt – Necessitas – Cockpit – Kiawa]
Kiawas Hände umkrallten das Steuer, weiß traten die Gelenksknochen ihrer Finger hervor. Verbissenheit war in ihr Gesicht getreten und verzerrten ihre Züge zu einer grimmigen Maske. Schwarze Haarsträhnen hatten sich aus ihrem Zopf gelöst und klebten Schweiß getränkt zu beiden Seiten an ihren Schläfen.
Kiawa hatte jegliches Zeitgefühl verloren, sie wusste auch schon lange nicht mehr, wo sie war. Sie hatte nur eins im Kopf: Überleben! Wie ein Hase auf der Flucht vor einem Gepard, schoss sie Haken schlagend durch den Tunnel und obgleich sie wusste, dass kaum eine Chance bestand, heil aus der Sache raus zu kommen, würde sie dennoch niemals aufgeben.
„Spooky, vergiss die Bombe! Schieß mir diese verdammten Stahlträger aus dem Weg!!!“
Kiawa schrie durchs Cockpit. Der Bordfunk war immer noch auf Empfang und so hatte sie direkten Kontakt zu ihrem Offizier.
Spooky tat sein Bestes. Er war kein geübter Schütze, doch es gelang ihm einige Male, Kiawa den Weg frei zu schießen und ihr so ein schnelleres Entkommen zu ermöglichen.
Kiawas Arme schmerzten, ihre Muskeln brannten unter dieser Anstrengung, das Schiff unter Kontrolle zu halten. Immer wieder prallten sie gegen die Tunnelwände oder streiften mit dem Bauch Gesteinsbrocken und Geröll, das am Boden lag. Der Energievorrat würde nicht mehr lange reichen und auch Kiawa war bald am Ende ihrer Kräfte.
Fieberhaft überlegte sie, wie sie das scheinbar Unvermeidliche, aufhalten oder dem entkommen konnte.
Es gab nur eine Möglichkeit: Sie musste die Bombe zum explodieren bringen. Auf Spooky konnte sie dabei nicht zählen. Seine Schießkünste reichten nicht aus, um bei dieser Geschwindigkeit und dem ungleichmäßigen Kurs, den Kiawa zu halten versuchte, ihren Tod bringenden Verfolger, treffen zu können. Also war sie auf sich selbst gestellt. Im Grunde war ihr das auch lieber so. Sollte diese Mission fehlschlagen und das der letzte Flug der Necessitas sein, so war sie allein für das Scheitern verantwortlich und kein anderer aus ihrer Crew musste sich Vorwürfe machen, sollte er letztendlich dazu noch in der Lage sein.
Kiawa hatte keine Angst. Wenn jetzt der Zeitpunkt gekommen war, da sie sterben sollte, dann gab es nichts, was sie dagegen hätte unternehmen können. Doch sie war sich sicher, dass weder Cassie, noch Spooky die gleiche Bereitschaft besaßen, sich für den Krieg zu opfern und ohne Angst dem Tod in sein dunkles Vermächtnis zu folgen.
Kiawa fiel plötzlich auf, dass der enge Tunnel, sich allmählich weitete. Offenbar dauerte es nicht mehr lange, bis er in einen anderen überging oder in eine der offenen Höhlen mündete.
Kiawa wusste, wenn sie ihr Schiff und ihre Crew retten wollte, dann musste es jetzt geschehen. Waren sie erstmal in einer der Höhlen, war ihr Schicksal endgültig besiegelt. Dort würde sie keine Möglichkeit mehr haben, der Bombe auszuweichen oder ihr gar zu entkommen.
Ihr Herz raste, schnell hob und senkte sich ihre Brust und Tränen der Anstrengung und Wut traten ihr in die Augen. Sie wollte sich unter Kontrolle bekommen, atmete deshalb einmal tief durch und setzte dann alles auf eine Karte:
„Ok, ganz oder gar nicht! Entweder du oder wir – es kann nur einer gewinnen!“
Knurrend kamen diese Worte über Kiawas Lippen. Beinahe schien es so, als würde sie drohend die Lefzen nach oben ziehen und wie ein tollwütiges Tier zeigte sie fletschend ihre Zähne.
Einige hundert Meter Voraus, erkannte Kiawa eine Abzweigung des Tunnels nach rechts und drosselte, eine leise Hoffnung in sich aufkeimen spürend, um ein Minimum die Geschwindigkeit. Sie ließ ihren maschinellen Verfolger fast an sich herankommen. Die Bombe, ihr Ziel immer näher vor Augen, schien zeitgleich an Geschwindigkeit zu zunehmen. Nur noch wenige Meter trennten sie von einander und gierig wie eine Bestie, schien die Maschine diesen Abstand zu verschlingen um schließlich in den feurigen „Genuss“ ihrer Beute zu kommen.
Doch in diesem Moment riss Kiawa ihr Steuer mit aller Kraft nach vorne, die Nase der Nec senkte sich und zog den Rumpf des Schiffes blitzartig mit sich nach unten.
Die Sentinelbombe indes war nicht in der Lage, diesem schnellen Richtungswechsels zu folgen. Mit voller Geschwindigkeit raste sie gegen die abknickende Tunnelwand und zerschellte mit einer gewaltigen Explosion an ihr.
Hitze und eine enorme Druckwelle erfasste das kleine Schiff der Rebellen und Kiawa verlor die Kontrolle über die Nec. Das Hovercraft wurde um einige Meter zurück in den Tunnel geschleudert. Kiawa versuchte verzweifelt, ihr Schiff wieder in den Griff zu bekommen. Doch sie war machtlos. Metall barst und Glas splitterte. Bei jedem Aufprall wurde Kiawa brutal in den Gurten ihres Sitzes hin und her geworfen und als die Nec schließlich krachend zum Stehen kam, riss es sie gewaltsam nach vorne und ihr Kopf schlug hart gegen die Anlagen ihrer Armaturen.
Kiawa schmeckte Blut und spürte einen stechenden Schmerz an ihrer Stirn. Ihre Augäpfel drehten sich in ihren Höhlen nach innen und dann umfing nur noch endlose Schwärze ihr Bewusstsein.
Ihr letzter Gedanke galt ihrer Crew … und Quan.
[Reale Welt – Necessitas – Cockpit – Kiawa]
Eine Hetzjagd hatte begonnen, die aussichtslos schien. Der Tunnel, durch den Kiawa mit Schwindel erregender Geschwindigkeit flog, war eng und äußerst unwegsam. Stahlträger, Gesteinsbrocken und Geröll ragten in das Innere der Röhre und erschwerte den Rebellen die Flucht. Die Sentinelbombe war der Nec dicht auf den Fersen und es war einzig den Flugkünsten der Pilotin zuzuschreiben, dass sie das Schiff noch nicht erreicht hatte.
[Reale Welt – Necessitas – Cockpit – Kiawa]
Kiawas Hände umkrallten das Steuer, weiß traten die Gelenksknochen ihrer Finger hervor. Verbissenheit war in ihr Gesicht getreten und verzerrten ihre Züge zu einer grimmigen Maske. Schwarze Haarsträhnen hatten sich aus ihrem Zopf gelöst und klebten Schweiß getränkt zu beiden Seiten an ihren Schläfen.
Kiawa hatte jegliches Zeitgefühl verloren, sie wusste auch schon lange nicht mehr, wo sie war. Sie hatte nur eins im Kopf: Überleben! Wie ein Hase auf der Flucht vor einem Gepard, schoss sie Haken schlagend durch den Tunnel und obgleich sie wusste, dass kaum eine Chance bestand, heil aus der Sache raus zu kommen, würde sie dennoch niemals aufgeben.
„Spooky, vergiss die Bombe! Schieß mir diese verdammten Stahlträger aus dem Weg!!!“
Kiawa schrie durchs Cockpit. Der Bordfunk war immer noch auf Empfang und so hatte sie direkten Kontakt zu ihrem Offizier.
Spooky tat sein Bestes. Er war kein geübter Schütze, doch es gelang ihm einige Male, Kiawa den Weg frei zu schießen und ihr so ein schnelleres Entkommen zu ermöglichen.
Kiawas Arme schmerzten, ihre Muskeln brannten unter dieser Anstrengung, das Schiff unter Kontrolle zu halten. Immer wieder prallten sie gegen die Tunnelwände oder streiften mit dem Bauch Gesteinsbrocken und Geröll, das am Boden lag. Der Energievorrat würde nicht mehr lange reichen und auch Kiawa war bald am Ende ihrer Kräfte.
Fieberhaft überlegte sie, wie sie das scheinbar Unvermeidliche, aufhalten oder dem entkommen konnte.
Es gab nur eine Möglichkeit: Sie musste die Bombe zum explodieren bringen. Auf Spooky konnte sie dabei nicht zählen. Seine Schießkünste reichten nicht aus, um bei dieser Geschwindigkeit und dem ungleichmäßigen Kurs, den Kiawa zu halten versuchte, ihren Tod bringenden Verfolger, treffen zu können. Also war sie auf sich selbst gestellt. Im Grunde war ihr das auch lieber so. Sollte diese Mission fehlschlagen und das der letzte Flug der Necessitas sein, so war sie allein für das Scheitern verantwortlich und kein anderer aus ihrer Crew musste sich Vorwürfe machen, sollte er letztendlich dazu noch in der Lage sein.
Kiawa hatte keine Angst. Wenn jetzt der Zeitpunkt gekommen war, da sie sterben sollte, dann gab es nichts, was sie dagegen hätte unternehmen können. Doch sie war sich sicher, dass weder Cassie, noch Spooky die gleiche Bereitschaft besaßen, sich für den Krieg zu opfern und ohne Angst dem Tod in sein dunkles Vermächtnis zu folgen.
Kiawa fiel plötzlich auf, dass der enge Tunnel, sich allmählich weitete. Offenbar dauerte es nicht mehr lange, bis er in einen anderen überging oder in eine der offenen Höhlen mündete.
Kiawa wusste, wenn sie ihr Schiff und ihre Crew retten wollte, dann musste es jetzt geschehen. Waren sie erstmal in einer der Höhlen, war ihr Schicksal endgültig besiegelt. Dort würde sie keine Möglichkeit mehr haben, der Bombe auszuweichen oder ihr gar zu entkommen.
Ihr Herz raste, schnell hob und senkte sich ihre Brust und Tränen der Anstrengung und Wut traten ihr in die Augen. Sie wollte sich unter Kontrolle bekommen, atmete deshalb einmal tief durch und setzte dann alles auf eine Karte:
„Ok, ganz oder gar nicht! Entweder du oder wir – es kann nur einer gewinnen!“
Knurrend kamen diese Worte über Kiawas Lippen. Beinahe schien es so, als würde sie drohend die Lefzen nach oben ziehen und wie ein tollwütiges Tier zeigte sie fletschend ihre Zähne.
Einige hundert Meter Voraus, erkannte Kiawa eine Abzweigung des Tunnels nach rechts und drosselte, eine leise Hoffnung in sich aufkeimen spürend, um ein Minimum die Geschwindigkeit. Sie ließ ihren maschinellen Verfolger fast an sich herankommen. Die Bombe, ihr Ziel immer näher vor Augen, schien zeitgleich an Geschwindigkeit zu zunehmen. Nur noch wenige Meter trennten sie von einander und gierig wie eine Bestie, schien die Maschine diesen Abstand zu verschlingen um schließlich in den feurigen „Genuss“ ihrer Beute zu kommen.
Doch in diesem Moment riss Kiawa ihr Steuer mit aller Kraft nach vorne, die Nase der Nec senkte sich und zog den Rumpf des Schiffes blitzartig mit sich nach unten.
Die Sentinelbombe indes war nicht in der Lage, diesem schnellen Richtungswechsels zu folgen. Mit voller Geschwindigkeit raste sie gegen die abknickende Tunnelwand und zerschellte mit einer gewaltigen Explosion an ihr.
Hitze und eine enorme Druckwelle erfasste das kleine Schiff der Rebellen und Kiawa verlor die Kontrolle über die Nec. Das Hovercraft wurde um einige Meter zurück in den Tunnel geschleudert. Kiawa versuchte verzweifelt, ihr Schiff wieder in den Griff zu bekommen. Doch sie war machtlos. Metall barst und Glas splitterte. Bei jedem Aufprall wurde Kiawa brutal in den Gurten ihres Sitzes hin und her geworfen und als die Nec schließlich krachend zum Stehen kam, riss es sie gewaltsam nach vorne und ihr Kopf schlug hart gegen die Anlagen ihrer Armaturen.
Kiawa schmeckte Blut und spürte einen stechenden Schmerz an ihrer Stirn. Ihre Augäpfel drehten sich in ihren Höhlen nach innen und dann umfing nur noch endlose Schwärze ihr Bewusstsein.
Ihr letzter Gedanke galt ihrer Crew … und Quan.
[Reale Welt – Necessitas – Cockpit – Kiawa]
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Anmeldungsdatum: 06.11.2003
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[Reale Welt – Necessitas – OP-Posten – Cassie]
Cassie kam wieder zu sich. Es roch nach geborstenem Metall. Zu dem Geruch mischte sich der verbrennender Leitung. Sie bekam nur schwer ihre Augen auf. Ein Dröhnen ihn ihrem Kopf und das ständige hämmern, nahmen ihr die Sinne. Alles schien zu verschwimmen, das Bild vor ihren Augen wollte sich nicht scharf stellen.
Langsam begriff sie , wo sie sich befand und was vorgefallen war. Sie tastete ihre Stirn ab. Die Augen waren geschwollen. Kein Blut! Sie atmetet auf. Die Bildschirme vor ihr waren geborsten. Sie fühlte Kratzer im Gesicht, die zunässen begannen. Unkoordiniert erhob sie sich aus dem Sessel. Ihre Beine wollten nicht so wie sie.
Ihr Verstand begann zu arbeiten: "Notruf absetzten!" sagte sie halblaut. Doch wie sollte sie das machen, wenn die Hälfte der PCs zerstört sind? "Denk nach" zwang sie sich selbst.
Die Kälte der Umgebung ließ sie er schaudern. "Gut, du fühlst noch etwas."
Auf dem Weg zum Cockpit, sah sie, dass Nieten der Außenhülle der Nec abgeplatz waren. Durch den Spalt sah sie die Pads dunkel leuchten.
Die Batterien der Nec, schienen, trotz des Crashes zu funktionieren.
"Jedes Hoovercraft hört sich anders an." rief sie sich in Erinnerung. "Es gibt Geräusche von sich."
Weit ab in Zion, in der Priesterschule, hatten sie in ihren Höhlen nicht immer Interfaces zur Verfügung. Damals nutzten sie die Rohrleitungen um sich mit den Schülern in der anderen Parzelle zu unterhalten. Sie klopften an die Leitungen und das Rohr trug diese Signale weiter.
Sie hielt sich an den Rohrleitungen fest. Sie waren verbogen und noch warm. Aber immerhin ein Halt.
Langsam arbeitete sie sich zum Cockpit vor. Ihr Knöchel schien verletzt zu sein. Komischer weise kam ihr plötzlich Quan in den Sinn. Er lag zum Zeitpunkt des Crashs noch in der Krankenstation. "Später, Quan, später"
Ihr Operatorplatz war in Mitleidenschaft gezogen, aber der Anblick, der sich ihr im Cockpit bot, war demoralisierend. Kiawa hing leblos in ihren Gurten. Die Scheiben hatten Risse mußten repariert werden und das Steuerungspad des Hoovercraft leuchtete verhalten in blau auf und immer wieder verlosch selbst dieses Blau.
Cassies Schrei erstickte. Tränen stiegen in ihr auf. Die blauen Striemen des Gurtes traten deutlich an Kiawas Schlüsselbein hervor.
Cassie tastete es mit geübten Fingern ab. Es war gebrochen , zudem war ihre Schulter nicht ganz ausgekugelt, aber durch den Gurt seltsam verdreht. Eine Platzwunde an ihrem Kopf verhieß nichts gutes. Man sah ihr die Anstrengung der letzten Augenblicke vor der Detonation der Bombe an.
Cassie sah auf der blutverschmierten Armatur den Startknopf. Sie drückte ihn und lies das Triebwerk verhalten hochfahren. Zwei der Pads leuchteten etwas Stärker. Es war fast nicht mehr als das letzte Aufbäumen der Batterien bevor sie endgültig ihren Dienst versagen würden. Cassie wußte es jedoch seit dem Umbau der Nec besser. Sie hatten noch genügend Energie. Nur wer würde die Nec flieben Die Nachricht konnte sie absetzten. "SOS NEC Q UN PC" Dann wurde alles still um sie. (Safe our Souls, Necessitas, Quadrant unbekannt, PC)
Hinter den Cockpitsesseln fand sie eine Lampe. Zuerst befreite sie Kiawa aus dem Sessel. Sie atmete sehr flach.
Als sie Kiawa schulterte, machte sich wieder ihr Knöchel bemerkbar. Sie biss die Zähne zusammen und drängte sich vorwärts.
Alles hing davon ab, ob jemand ihre Signale aus den Tiefen der Tunnel auffangen würde. Für Kiawa konnte sie, außer einer notdürftigen medizinischen Versorgung , nicht viel tun. Sie legte sie auf den Boden der Kantine und hoffte, dass sie in der Krankenstation ein paar Decken finden würde.
Sie hangelte sich wieder zurück. Mit der Lampe in der Hand fiel ihr es unendlich schwer. Die Kälte griff um sich und bildete einen kleinen Nebel beim Ausatmen. Auf ihrer Stirn fühlte sie den Schweiß obwohl ihr kalt war. Sie wischte ihn weg und sah, dass es kein Schweiß war, sondern Blut. Hatte sie nicht eben noch festgestellt, dass ihr Gesicht keine Schnittwunden hat? Von Kiawa konnte es nicht sein.
Eher widerwillig leuchtete Cassie die Decke aus. Sie ahnte was sie zu sehen bekommen würde und doch wollte sie Gewissheit haben. Sie schloss die Augen und richtete des Strahl der Lampe auf die Stelle, von der sie vermutete, dass das Blut kommt. Dann öffnete sie ihre Augen wieder und stieß einen kurzen spitzen Schrei aus.
Sie führte ihre Hand zum Mund um ihr eigenes Wimmern zu unterdrücken. Spooky sah sie mit kalten und leeren Augen an. Er war in der Luke des Schießstandes eingeklemmt. Die Metall mußte mit voller Wucht auf seinem seinen Körper gefallen sein. Sie wendete sich wieder ab und versuchte zu einer normalen Atmung zu finden.
Durch die Türen und Gänge fand sie die Krankenstation. Seltsamerweise war dieser weniger zerstört als sie angenommen hatte. Es keimte Hoffnung in ihr auf, dass der Rest der Nec vielleicht auch nicht all zuviel abbekommen hatte. Doch ein paar Schritte weiter und sie atmete auf.
Quan war zwar durch die Wucht des Aufpralles von seiner Liege gefallen, doch der Aufbau seiner Muskeln war gut fortgeschritten. Er war noch nicht in der Lage sich selbst zu bewegen und lag unterhalb der Liege, was sein Glück war, denn die Deckenbeleuchtung der Krankenstation lag nun auf seiner Liege. Umständlich versuchte Cassie in die Knie zu gehen. Ihr Knöchel behinderte sie sehr.
"Quan" rief sie.
Ein leises "Ja" erwiderte er. Ihr stiegen die Tränen in die Augen. Wenigstens lebte er. Cassie nahm die Taschenlampe und leuchtete zu ihm hinüber.
"AUA" ertönte sein Ausruf "Meine Augen."
Cassie schaltete augenblicklich die Taschenlampe ab. "Sie tun Dir weh, weil du zum ersten mal siehst."
Vorsichtig kroch sie unter die Liege und reichte ihm die Hand. Augenblicklich griff er so fest zu, wie er konnte.
Es kam Beiden wie eine Ewigkeit vor, aber sie schafften es ihn aus der Krankenstation zu ziehen. Er konnte nicht laufen. So krochen beide auf dem Fußboden zur Kantinel. Quan fror, denn er war völlig unbekleidet. Cassie zog sich am Tisch hoch und humpelte weiter durch die Nec.
Kiawa und Quan lagen in der Kantine.
In ihrer Kabine fand sie noch Kleidung, die sie von Capt. Frazer hatte. Sie nahm sie mit und brachte sie Quan. Der nun zum Anziehen auf die Bank gehievt wurde.
Es befand sich noch ein Wasservorrat in den Tanks und auch die Basismischung für den Brei. Stellte Cassie als nächstes fest. Sie setzte diese Mahlzeit Quan mit den Worten: "Iss das" vor.
In der Krankenstation fand Cassie tatsächlich Decken, Medizin und chirurgisches Equipment. Beim Aufprall war es aus den Schränken gefallen.
Quan lag erschöpft auf der Bank. Cassie wickelte Kiawa so gut es ging in die Decken ein.
Sie resümierte kurz und fand, dass es an der Zeit ist Kiwas Schulter zu richten und ihre Platzwunde zu nähen.
Cassie konnte nur hoffen, dass die Nachricht bald einen Empfänger findet.
[Reale Welt – Necessitas – Cassie, Quan, Kiawa]
Cassie kam wieder zu sich. Es roch nach geborstenem Metall. Zu dem Geruch mischte sich der verbrennender Leitung. Sie bekam nur schwer ihre Augen auf. Ein Dröhnen ihn ihrem Kopf und das ständige hämmern, nahmen ihr die Sinne. Alles schien zu verschwimmen, das Bild vor ihren Augen wollte sich nicht scharf stellen.
Langsam begriff sie , wo sie sich befand und was vorgefallen war. Sie tastete ihre Stirn ab. Die Augen waren geschwollen. Kein Blut! Sie atmetet auf. Die Bildschirme vor ihr waren geborsten. Sie fühlte Kratzer im Gesicht, die zunässen begannen. Unkoordiniert erhob sie sich aus dem Sessel. Ihre Beine wollten nicht so wie sie.
Ihr Verstand begann zu arbeiten: "Notruf absetzten!" sagte sie halblaut. Doch wie sollte sie das machen, wenn die Hälfte der PCs zerstört sind? "Denk nach" zwang sie sich selbst.
Die Kälte der Umgebung ließ sie er schaudern. "Gut, du fühlst noch etwas."
Auf dem Weg zum Cockpit, sah sie, dass Nieten der Außenhülle der Nec abgeplatz waren. Durch den Spalt sah sie die Pads dunkel leuchten.
Die Batterien der Nec, schienen, trotz des Crashes zu funktionieren.
"Jedes Hoovercraft hört sich anders an." rief sie sich in Erinnerung. "Es gibt Geräusche von sich."
Weit ab in Zion, in der Priesterschule, hatten sie in ihren Höhlen nicht immer Interfaces zur Verfügung. Damals nutzten sie die Rohrleitungen um sich mit den Schülern in der anderen Parzelle zu unterhalten. Sie klopften an die Leitungen und das Rohr trug diese Signale weiter.
Sie hielt sich an den Rohrleitungen fest. Sie waren verbogen und noch warm. Aber immerhin ein Halt.
Langsam arbeitete sie sich zum Cockpit vor. Ihr Knöchel schien verletzt zu sein. Komischer weise kam ihr plötzlich Quan in den Sinn. Er lag zum Zeitpunkt des Crashs noch in der Krankenstation. "Später, Quan, später"
Ihr Operatorplatz war in Mitleidenschaft gezogen, aber der Anblick, der sich ihr im Cockpit bot, war demoralisierend. Kiawa hing leblos in ihren Gurten. Die Scheiben hatten Risse mußten repariert werden und das Steuerungspad des Hoovercraft leuchtete verhalten in blau auf und immer wieder verlosch selbst dieses Blau.
Cassies Schrei erstickte. Tränen stiegen in ihr auf. Die blauen Striemen des Gurtes traten deutlich an Kiawas Schlüsselbein hervor.
Cassie tastete es mit geübten Fingern ab. Es war gebrochen , zudem war ihre Schulter nicht ganz ausgekugelt, aber durch den Gurt seltsam verdreht. Eine Platzwunde an ihrem Kopf verhieß nichts gutes. Man sah ihr die Anstrengung der letzten Augenblicke vor der Detonation der Bombe an.
Cassie sah auf der blutverschmierten Armatur den Startknopf. Sie drückte ihn und lies das Triebwerk verhalten hochfahren. Zwei der Pads leuchteten etwas Stärker. Es war fast nicht mehr als das letzte Aufbäumen der Batterien bevor sie endgültig ihren Dienst versagen würden. Cassie wußte es jedoch seit dem Umbau der Nec besser. Sie hatten noch genügend Energie. Nur wer würde die Nec flieben Die Nachricht konnte sie absetzten. "SOS NEC Q UN PC" Dann wurde alles still um sie. (Safe our Souls, Necessitas, Quadrant unbekannt, PC)
Hinter den Cockpitsesseln fand sie eine Lampe. Zuerst befreite sie Kiawa aus dem Sessel. Sie atmete sehr flach.
Als sie Kiawa schulterte, machte sich wieder ihr Knöchel bemerkbar. Sie biss die Zähne zusammen und drängte sich vorwärts.
Alles hing davon ab, ob jemand ihre Signale aus den Tiefen der Tunnel auffangen würde. Für Kiawa konnte sie, außer einer notdürftigen medizinischen Versorgung , nicht viel tun. Sie legte sie auf den Boden der Kantine und hoffte, dass sie in der Krankenstation ein paar Decken finden würde.
Sie hangelte sich wieder zurück. Mit der Lampe in der Hand fiel ihr es unendlich schwer. Die Kälte griff um sich und bildete einen kleinen Nebel beim Ausatmen. Auf ihrer Stirn fühlte sie den Schweiß obwohl ihr kalt war. Sie wischte ihn weg und sah, dass es kein Schweiß war, sondern Blut. Hatte sie nicht eben noch festgestellt, dass ihr Gesicht keine Schnittwunden hat? Von Kiawa konnte es nicht sein.
Eher widerwillig leuchtete Cassie die Decke aus. Sie ahnte was sie zu sehen bekommen würde und doch wollte sie Gewissheit haben. Sie schloss die Augen und richtete des Strahl der Lampe auf die Stelle, von der sie vermutete, dass das Blut kommt. Dann öffnete sie ihre Augen wieder und stieß einen kurzen spitzen Schrei aus.
Sie führte ihre Hand zum Mund um ihr eigenes Wimmern zu unterdrücken. Spooky sah sie mit kalten und leeren Augen an. Er war in der Luke des Schießstandes eingeklemmt. Die Metall mußte mit voller Wucht auf seinem seinen Körper gefallen sein. Sie wendete sich wieder ab und versuchte zu einer normalen Atmung zu finden.
Durch die Türen und Gänge fand sie die Krankenstation. Seltsamerweise war dieser weniger zerstört als sie angenommen hatte. Es keimte Hoffnung in ihr auf, dass der Rest der Nec vielleicht auch nicht all zuviel abbekommen hatte. Doch ein paar Schritte weiter und sie atmete auf.
Quan war zwar durch die Wucht des Aufpralles von seiner Liege gefallen, doch der Aufbau seiner Muskeln war gut fortgeschritten. Er war noch nicht in der Lage sich selbst zu bewegen und lag unterhalb der Liege, was sein Glück war, denn die Deckenbeleuchtung der Krankenstation lag nun auf seiner Liege. Umständlich versuchte Cassie in die Knie zu gehen. Ihr Knöchel behinderte sie sehr.
"Quan" rief sie.
Ein leises "Ja" erwiderte er. Ihr stiegen die Tränen in die Augen. Wenigstens lebte er. Cassie nahm die Taschenlampe und leuchtete zu ihm hinüber.
"AUA" ertönte sein Ausruf "Meine Augen."
Cassie schaltete augenblicklich die Taschenlampe ab. "Sie tun Dir weh, weil du zum ersten mal siehst."
Vorsichtig kroch sie unter die Liege und reichte ihm die Hand. Augenblicklich griff er so fest zu, wie er konnte.
Es kam Beiden wie eine Ewigkeit vor, aber sie schafften es ihn aus der Krankenstation zu ziehen. Er konnte nicht laufen. So krochen beide auf dem Fußboden zur Kantinel. Quan fror, denn er war völlig unbekleidet. Cassie zog sich am Tisch hoch und humpelte weiter durch die Nec.
Kiawa und Quan lagen in der Kantine.
In ihrer Kabine fand sie noch Kleidung, die sie von Capt. Frazer hatte. Sie nahm sie mit und brachte sie Quan. Der nun zum Anziehen auf die Bank gehievt wurde.
Es befand sich noch ein Wasservorrat in den Tanks und auch die Basismischung für den Brei. Stellte Cassie als nächstes fest. Sie setzte diese Mahlzeit Quan mit den Worten: "Iss das" vor.
In der Krankenstation fand Cassie tatsächlich Decken, Medizin und chirurgisches Equipment. Beim Aufprall war es aus den Schränken gefallen.
Quan lag erschöpft auf der Bank. Cassie wickelte Kiawa so gut es ging in die Decken ein.
Sie resümierte kurz und fand, dass es an der Zeit ist Kiwas Schulter zu richten und ihre Platzwunde zu nähen.
Cassie konnte nur hoffen, dass die Nachricht bald einen Empfänger findet.
[Reale Welt – Necessitas – Cassie, Quan, Kiawa]
: Orakel-Schüler(in) :

Anmeldungsdatum: 06.11.2003
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1794
Anmeldungsdatum: 06.11.2003
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Titel:
[Reale Welt - Necessitas - Kantine - Cassie, Quan, Kiawa]
Noch immer hielt vollkommene Schwärze Kiawas Geist und Sinne gefangen. Sie spürte nichts, hörte keine Geräusche und nahm auch sonst keinerlei Details ihrer Umgebung wahr.
Sie schien zu schweben, schwerelos und jedem physikalischen Gesetz trotzend. Es war fast so, als hätte ihr Geist ihren Körper verlassen und stiege nun auf, in eine höhere Ebene, in eine andere Sphäre, in die feste Materie, wie ihr Körper, nicht folgen konnte.
Bilder flossen durch sie hindurch, Szenen aus ihrem Leben. Doch anders als damals, da sie sie erlebt hatte, weckten sie nun keinerlei Gefühle mehr in ihr . Weder Freude noch Schmerz, alles was geschehen war, betrachtete Kiawa nun von außen. Sie war Zuschauerin, Gast und Publikum ihres eigenen vergangenen Seins.
Plötzlich spürte sie etwas, einen leisen Schmerz, ein Ziehen und Ziepen, dort, wo ihre Stirn sein sollte. Es irritierte sie ein wenig und diese Irritation schwoll zur Unsicherheit an, als sie dann auch noch leise Stimmen hörte und ein punktuelles Licht in der Ferne sah. Kiawas Geist schien ins Stolpern zu kommen, schien zu straucheln. Etwas zog ihn zurück auf die untere Ebene, zurück in seinen Körper und er wehrte sich dagegen.
Doch dann durchfuhr Kiawa, mit der Wucht eines Blitzes, ein Schmerz, der sie augenblicklich wieder in die Wirklichkeit schleuderte. Sie hörte sich schreien und dieser Schrei war voller Pein. Er kam von ihr, von ihren Lippen. Doch er verließ ihren Mund nicht und verschaffte ihr somit Erleichterung, sondern kroch in sie hinein und weckte ihren Geist so voll und ganz.
Kiawa riss die Augen auf. Tränen liefen ihr über die Wangen und kalter Schweiß stand auf ihrer Stirn. Sie wollte sich bewegen, doch es war unmöglich. Ihr ganzer Oberkörper tat ihr weh und in ihrem Kopf dröhnte es. Hecktisch, fast panisch zuckten ihre Pupillen hin und her und Kiawa versuchte sich zu orientieren.
„Schschsch … Kiawa, es ist gut. Ich bin es, Cassie.“
Jemand berührte sie sacht an der Wange und nun kam das Gesicht ihrer Freundin in Kiawas Blickfeld.
„Cassie! Was ist passiert? Geht es dir gut … wo ist Spooky … wo ist Quan?“
Wieder versuchte Kiawa sich aufzurichten, doch die Schmerzen in ihren Schultern hielt sie abermals zurück.
„Bleib liegen! Dein Schlüsselbein ist gebrochen und deine Schulter war ausgekugelt, ich musste sie wieder einrenken. Abgesehen von einer Platzwunde am Kopf scheinst du aber ansonsten unverletzt zu sein.
Mir geht es gut, hab´ nur ein paar Kratzer abbekommen. Quan geht es auch gut, er sitzt hier auf der Bank.“
Kiawas Augen folgten Cassies Angaben, doch Quan saß außerhalb ihres Blickfeldes und so konnte sie ihn nicht sehen.
„Was ist mit Spooky?“ fragte sie noch einmal und erahnte die Antwort schon.
„Er ist tot!“
Kiawa schloss die Augen. Eine plötzliche Kälte kroch durch ihre Knochen und umschloss mit eiserner Hand ihr Herz. Wieder hatte sie eines ihrer Crewmitglieder verloren. Wieder hatte sie nicht alle retten können. Schuldgefühle übermannten sie und ließen sie erschaudern. Es dauerte eine Weile, ehe sie wieder sprechen konnte:
„Cassie, konntest du einen Notruf absetzen?“ Ihre Stimme zitterte und war mehr ein Flüstern.
Cassie nickte. Auch sie war am Ende ihrer Kräfte.
„Die Nec hat`s auch böse erwischt. Aber ich denke, mit einigen notdürftigen Reparaturen wird sie es zurück nach Zion schaffen. Wir haben jetzt nur Niemand, der sie fliegen kann.“
Kiawas Augen waren starr zur Decke gerichtet. Zum ersten Mal seit Espores Tod, fühlte sie sich wieder kraftlos und ausgezerrt. Ihre einzige Hoffnung lag darin, dass jemand ihren Notruf empfangen hatte und sie möglichst schnell finden würde.
Ein leises Seufzen entrang sich ihrer Kehle. Ein Geräusch, das einem Namen ähnelte:
„Lazarus …“
[Reale Welt - Necessitas - Kantine - Cassie, Quan, Kiawa]
Noch immer hielt vollkommene Schwärze Kiawas Geist und Sinne gefangen. Sie spürte nichts, hörte keine Geräusche und nahm auch sonst keinerlei Details ihrer Umgebung wahr.
Sie schien zu schweben, schwerelos und jedem physikalischen Gesetz trotzend. Es war fast so, als hätte ihr Geist ihren Körper verlassen und stiege nun auf, in eine höhere Ebene, in eine andere Sphäre, in die feste Materie, wie ihr Körper, nicht folgen konnte.
Bilder flossen durch sie hindurch, Szenen aus ihrem Leben. Doch anders als damals, da sie sie erlebt hatte, weckten sie nun keinerlei Gefühle mehr in ihr . Weder Freude noch Schmerz, alles was geschehen war, betrachtete Kiawa nun von außen. Sie war Zuschauerin, Gast und Publikum ihres eigenen vergangenen Seins.
Plötzlich spürte sie etwas, einen leisen Schmerz, ein Ziehen und Ziepen, dort, wo ihre Stirn sein sollte. Es irritierte sie ein wenig und diese Irritation schwoll zur Unsicherheit an, als sie dann auch noch leise Stimmen hörte und ein punktuelles Licht in der Ferne sah. Kiawas Geist schien ins Stolpern zu kommen, schien zu straucheln. Etwas zog ihn zurück auf die untere Ebene, zurück in seinen Körper und er wehrte sich dagegen.
Doch dann durchfuhr Kiawa, mit der Wucht eines Blitzes, ein Schmerz, der sie augenblicklich wieder in die Wirklichkeit schleuderte. Sie hörte sich schreien und dieser Schrei war voller Pein. Er kam von ihr, von ihren Lippen. Doch er verließ ihren Mund nicht und verschaffte ihr somit Erleichterung, sondern kroch in sie hinein und weckte ihren Geist so voll und ganz.
Kiawa riss die Augen auf. Tränen liefen ihr über die Wangen und kalter Schweiß stand auf ihrer Stirn. Sie wollte sich bewegen, doch es war unmöglich. Ihr ganzer Oberkörper tat ihr weh und in ihrem Kopf dröhnte es. Hecktisch, fast panisch zuckten ihre Pupillen hin und her und Kiawa versuchte sich zu orientieren.
„Schschsch … Kiawa, es ist gut. Ich bin es, Cassie.“
Jemand berührte sie sacht an der Wange und nun kam das Gesicht ihrer Freundin in Kiawas Blickfeld.
„Cassie! Was ist passiert? Geht es dir gut … wo ist Spooky … wo ist Quan?“
Wieder versuchte Kiawa sich aufzurichten, doch die Schmerzen in ihren Schultern hielt sie abermals zurück.
„Bleib liegen! Dein Schlüsselbein ist gebrochen und deine Schulter war ausgekugelt, ich musste sie wieder einrenken. Abgesehen von einer Platzwunde am Kopf scheinst du aber ansonsten unverletzt zu sein.
Mir geht es gut, hab´ nur ein paar Kratzer abbekommen. Quan geht es auch gut, er sitzt hier auf der Bank.“
Kiawas Augen folgten Cassies Angaben, doch Quan saß außerhalb ihres Blickfeldes und so konnte sie ihn nicht sehen.
„Was ist mit Spooky?“ fragte sie noch einmal und erahnte die Antwort schon.
„Er ist tot!“
Kiawa schloss die Augen. Eine plötzliche Kälte kroch durch ihre Knochen und umschloss mit eiserner Hand ihr Herz. Wieder hatte sie eines ihrer Crewmitglieder verloren. Wieder hatte sie nicht alle retten können. Schuldgefühle übermannten sie und ließen sie erschaudern. Es dauerte eine Weile, ehe sie wieder sprechen konnte:
„Cassie, konntest du einen Notruf absetzen?“ Ihre Stimme zitterte und war mehr ein Flüstern.
Cassie nickte. Auch sie war am Ende ihrer Kräfte.
„Die Nec hat`s auch böse erwischt. Aber ich denke, mit einigen notdürftigen Reparaturen wird sie es zurück nach Zion schaffen. Wir haben jetzt nur Niemand, der sie fliegen kann.“
Kiawas Augen waren starr zur Decke gerichtet. Zum ersten Mal seit Espores Tod, fühlte sie sich wieder kraftlos und ausgezerrt. Ihre einzige Hoffnung lag darin, dass jemand ihren Notruf empfangen hatte und sie möglichst schnell finden würde.
Ein leises Seufzen entrang sich ihrer Kehle. Ein Geräusch, das einem Namen ähnelte:
„Lazarus …“
[Reale Welt - Necessitas - Kantine - Cassie, Quan, Kiawa]
: Orakel-Schüler(in) :

Anmeldungsdatum: 06.11.2003
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Beiträge: 1794
Titel:
[Reale Welt - Necessitas - Kantine - Cassie, Quan, Kiawa]
„Hallo? Kiawa? Ist irgendjemand hier?“
Wie ein leiser Wind, ein entferntes Säuseln, drangen diese Worte an Kiawas Ohr. Noch immer lag sie in der Kantine, so wie Cassie sie gebettet hatte. Ihre Augen waren geschlossen und ihr Geist tief in ihr Inneres gekehrt. Die Schmerzen ihrer zahlreichen Verletzungen nahm sie schon lange nicht mehr war. Sie hatte versucht, sich zu entspannen. Sie konnte nur warten und diese Tatsache forderte ihr äußerste Disziplin und Kraft ab. Doch nun schien dieses Warten ein Ende zu haben.
Langsam öffnete Kiawa die Augen und blickte genau in die ihrer Freundin:
„Hast du das auch gehört, Cassie?“
Cassie nickte: „Ja Captain, sieht so aus, als hätte uns jemand gefunden.“
Über Kiawas Gesicht huschte ein Lächeln: „Ja, und ich glaube, ich weiß, wer es ist … geh ihnen entgegen Cassie und führ sie her.“
Abermals bestätigte Cassie Kiawas Worte mit einem Nicken, erhob sich dann schwerfällig und humpelte aus der Kantine.
Kiawa atmete hörbar erleichtert auf. Vorsichtig wandte sie den Kopf zur Seite und suchte die Kabine nach Quan ab. Sie sah ihn nicht.
„Quan, wo bist du?“
Es dauerte eine Weile, bis eine leise Stimme ihr antwortete:
„Hier, ich bin hier …“.
Er klang müde, verletzt und verängstigt. Kiawa seufzte, sie hätte ihm gern einen angenehmeren Einstieg in die reale Welt ermöglicht.
„Es tut mir leid …“, sagte sie nur und Tränen stiegen ihr in die Augen. Sie schluchzte, Wut, Traurigkeit und Verzweiflung schüttelten ihren verletzten Körper machten es ihr unmöglich, ihre Schmerzen weiter zu ignorieren.
„Ist schon gut …“, hörte sie Quan sagen und seine Worte klangen ehrlich. Er machte ihr keine Vorwürfe und verurteilte sie auch nicht. Kiawa bewunderte ihn für seine Güte, sie selber würde sich nicht so schnell verzeihen können.
[Reale Welt - Necessitas - Kantine - Lazarus, Quan, Eric, Floyd, Cassie, Kiawa]
In diesem Moment hörte sie Schritte mehrerer Stiefelpaare näher kommen. Stimmen mischten sich in dieses Geräusch und Augenblicke später betrat Lazarus die Kantine. Hinter ihm folgten Floyd, der Cassie stützte und ein Mann, den Kiawa noch nicht kannte.
Lazarus kam zu ihr und kniete sich neben sie:
„Kiawa! Ich hatte schon das Schlimmste befürchtet, was ist passiert?“
Kiawa konnte nicht antworten. Sie weinte noch immer und obwohl sie wusste, dass Lazarus einer ihrer besten Freunde war, schämte sie sich ihrer offensichtlichen Schwäche.
„Lazarus, ich …“, ein erneutes Schluchzen, erstickte Kiawas weitere Worte.
Schweigend legte Lazarus eine Hand an ihre Wange und Kiawa schmiegte sich Halt suchend an sie.
[Reale Welt - Necessitas - Kantine - Lazarus, Quan, Eric, Floyd, Cassie, Kiawa]
„Hallo? Kiawa? Ist irgendjemand hier?“
Wie ein leiser Wind, ein entferntes Säuseln, drangen diese Worte an Kiawas Ohr. Noch immer lag sie in der Kantine, so wie Cassie sie gebettet hatte. Ihre Augen waren geschlossen und ihr Geist tief in ihr Inneres gekehrt. Die Schmerzen ihrer zahlreichen Verletzungen nahm sie schon lange nicht mehr war. Sie hatte versucht, sich zu entspannen. Sie konnte nur warten und diese Tatsache forderte ihr äußerste Disziplin und Kraft ab. Doch nun schien dieses Warten ein Ende zu haben.
Langsam öffnete Kiawa die Augen und blickte genau in die ihrer Freundin:
„Hast du das auch gehört, Cassie?“
Cassie nickte: „Ja Captain, sieht so aus, als hätte uns jemand gefunden.“
Über Kiawas Gesicht huschte ein Lächeln: „Ja, und ich glaube, ich weiß, wer es ist … geh ihnen entgegen Cassie und führ sie her.“
Abermals bestätigte Cassie Kiawas Worte mit einem Nicken, erhob sich dann schwerfällig und humpelte aus der Kantine.
Kiawa atmete hörbar erleichtert auf. Vorsichtig wandte sie den Kopf zur Seite und suchte die Kabine nach Quan ab. Sie sah ihn nicht.
„Quan, wo bist du?“
Es dauerte eine Weile, bis eine leise Stimme ihr antwortete:
„Hier, ich bin hier …“.
Er klang müde, verletzt und verängstigt. Kiawa seufzte, sie hätte ihm gern einen angenehmeren Einstieg in die reale Welt ermöglicht.
„Es tut mir leid …“, sagte sie nur und Tränen stiegen ihr in die Augen. Sie schluchzte, Wut, Traurigkeit und Verzweiflung schüttelten ihren verletzten Körper machten es ihr unmöglich, ihre Schmerzen weiter zu ignorieren.
„Ist schon gut …“, hörte sie Quan sagen und seine Worte klangen ehrlich. Er machte ihr keine Vorwürfe und verurteilte sie auch nicht. Kiawa bewunderte ihn für seine Güte, sie selber würde sich nicht so schnell verzeihen können.
[Reale Welt - Necessitas - Kantine - Lazarus, Quan, Eric, Floyd, Cassie, Kiawa]
In diesem Moment hörte sie Schritte mehrerer Stiefelpaare näher kommen. Stimmen mischten sich in dieses Geräusch und Augenblicke später betrat Lazarus die Kantine. Hinter ihm folgten Floyd, der Cassie stützte und ein Mann, den Kiawa noch nicht kannte.
Lazarus kam zu ihr und kniete sich neben sie:
„Kiawa! Ich hatte schon das Schlimmste befürchtet, was ist passiert?“
Kiawa konnte nicht antworten. Sie weinte noch immer und obwohl sie wusste, dass Lazarus einer ihrer besten Freunde war, schämte sie sich ihrer offensichtlichen Schwäche.
„Lazarus, ich …“, ein erneutes Schluchzen, erstickte Kiawas weitere Worte.
Schweigend legte Lazarus eine Hand an ihre Wange und Kiawa schmiegte sich Halt suchend an sie.
[Reale Welt - Necessitas - Kantine - Lazarus, Quan, Eric, Floyd, Cassie, Kiawa]
: Bürger(in) Zions :
Anmeldungsdatum: 06.11.2003
Wohnort: Neukirchen
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Titel:
[Reale Welt - Nec - Gang - Lazarus, Eric, Floyd, Cassie]
Kaum das Lazarus gerufen hatte, hörte er auch schon Schritte, die dem Trio entgegeneilten. Ein kurzer Hauch von Enttäuschung schoss über Lazarus' Gesicht als er die Züge der Frau erkannte: Cassie. Natürlich hatte er gehofft, Kiawa so unversehrt zu sehen, dennoch wurde seine Hoffnung, seine Kollegin wohl auf sehen zu können, dadurch nicht geschmälert. Lazarus, Eric und Floyd wurden hektisch von Cassie begrüßt und dann zur Kantine geleitet.
Lazarus blieb kurz in der Tür stehen und erfasste die Szenerie. Cassie stand vor ihm und versperrte einen Teil der Sicht. Lazarus konnte dennoch die beiden Tische sehen, von denen jeder von einem Menschen bedeckt waren. Auf dem Rechten erkannte er schnell Kiawa, auf dem Linken lag ein Mann, den Lazarus noch nie zuvor gesehen hatte. Er blickte Cassie an und seine Lippen formten ein stummes "Spooky?". Sie schüttelte nur den Kopf und schien einen Moment lang gegen die Tränen zu kämpfen. Cassie zog sich schnell ein wenig zurück und gab Lazarus den Weg frei. Er ging schnell zu Kiawa hinüber und sah in ihr Gesicht. Es war von einem schimmernden Tränenteppich überzogen, der nur von einigen Kratzern unterbrochen wurde. Lazarus bemerkte auch die Platzwunde aber diese äußeren Verletzungen waren nicht das, was ihn beunruhigten. Lazarus sah in Kiawas Augen und eine Welle des Schmerzen schoss ihm entgegen und ließ seinen Atem stocken. Er konnte diese Trauer und dieses Leid, das dort zu ihm schrie nicht lange ertragen und er musste den Blickkontakt kurz abbrechen.
Er kannte Kiawa sehr gut. Er kannte sie als starke, unermüdliche Kämpferin, doch er sah dieses Leid bei ihr nicht zum ersten Mal. Er sah es ständig, wenn er ihr in die Aúgen sah, doch normalerweise schien Kiawa immer etwas davon zurückhalten zu können, doch jetzt ließ sie es einfach herraus, ohne Filter und ohne Mauern.
Lazarus brauchte einige Sekunden um sich wieder zu fassen. Er wusste, dass Kiawa nun seinen Beistand brauchte. Er wusste nicht was genau passiert war, aber das war ihm im Moment auch egal. Vor ihm lag eine am Boden zerstörte, verletzte Freundin und das nahm Lazarus komplett ein. Er legte seine Hand auf Kiawas nasskalte Wangen und spürte sofort den Gegendruck, als sie seine Berührung erwiederte. Lazarus hockte sich neben den Tisch und suchte Kiawas Blick. Er fand ihn schnell und dieses Mal konnte er die Last tragen und hielt ihm stand. Wie sehr wünschte er sich, etwas von seinen Kraftreserven auf Kiawa übertragen zu können, aber das Gegenteil schien zu geschehen. Lazarus konnte ihren Schmerz fühlen, er konnte ihn ein Stück mit ihr gemeinsam tragen und das schien ihr mindestens genauso zu helfen.
Eric und Floyd schienen mit der Situation etwas überfordert zu sein und startten auf den Boden.
Lazarus sprach leise:
"Eric, Floyd, seht euch hier mal um und schaut was noch zu retten ist. Holt euch Verstärkung von der Alucard wenn es nötig sein sollte. Ich stoße bald zu euch."
Eric und Floyd nickten schnell und wollten sich gerade umdrehen, als Kiawa eine Hand hob.
"Das ist mein Schiff und hier erteile ich die Befehle, alter Freund.", murmelte Kiawa mit belegter Stimme
Lazarus lächelte leicht.
"Nun, ganz wie du willst."
Kiawa erwiederte das Lächeln und sagte etwas kräftiger:
"Nun geht schon an die Arbeit ihr zwei. Mein Baby repariert sich nicht von selbst."
Eric und Floyd verschwanden schnell und Lazarus wischte die letzte Träne von Kiawas Gesicht. Sie griff nach Lazarus' Hand, drückte sie fest und versuchte dann, sich zu erheben, doch Lazarus legte seine Hand auf ihre Stirn.
"Nanana, vertrau den beiden. Sie werden ihre Arbeit gut machen. Du musst erstmal zu kräften kommen."
Kiawa leistete keinen Widerstand und atmete tief und fast etwas trotzig durch.
[Nec - Kantine - Cassie, Quan, Lazarus, Kiawa]
Kaum das Lazarus gerufen hatte, hörte er auch schon Schritte, die dem Trio entgegeneilten. Ein kurzer Hauch von Enttäuschung schoss über Lazarus' Gesicht als er die Züge der Frau erkannte: Cassie. Natürlich hatte er gehofft, Kiawa so unversehrt zu sehen, dennoch wurde seine Hoffnung, seine Kollegin wohl auf sehen zu können, dadurch nicht geschmälert. Lazarus, Eric und Floyd wurden hektisch von Cassie begrüßt und dann zur Kantine geleitet.
Lazarus blieb kurz in der Tür stehen und erfasste die Szenerie. Cassie stand vor ihm und versperrte einen Teil der Sicht. Lazarus konnte dennoch die beiden Tische sehen, von denen jeder von einem Menschen bedeckt waren. Auf dem Rechten erkannte er schnell Kiawa, auf dem Linken lag ein Mann, den Lazarus noch nie zuvor gesehen hatte. Er blickte Cassie an und seine Lippen formten ein stummes "Spooky?". Sie schüttelte nur den Kopf und schien einen Moment lang gegen die Tränen zu kämpfen. Cassie zog sich schnell ein wenig zurück und gab Lazarus den Weg frei. Er ging schnell zu Kiawa hinüber und sah in ihr Gesicht. Es war von einem schimmernden Tränenteppich überzogen, der nur von einigen Kratzern unterbrochen wurde. Lazarus bemerkte auch die Platzwunde aber diese äußeren Verletzungen waren nicht das, was ihn beunruhigten. Lazarus sah in Kiawas Augen und eine Welle des Schmerzen schoss ihm entgegen und ließ seinen Atem stocken. Er konnte diese Trauer und dieses Leid, das dort zu ihm schrie nicht lange ertragen und er musste den Blickkontakt kurz abbrechen.
Er kannte Kiawa sehr gut. Er kannte sie als starke, unermüdliche Kämpferin, doch er sah dieses Leid bei ihr nicht zum ersten Mal. Er sah es ständig, wenn er ihr in die Aúgen sah, doch normalerweise schien Kiawa immer etwas davon zurückhalten zu können, doch jetzt ließ sie es einfach herraus, ohne Filter und ohne Mauern.
Lazarus brauchte einige Sekunden um sich wieder zu fassen. Er wusste, dass Kiawa nun seinen Beistand brauchte. Er wusste nicht was genau passiert war, aber das war ihm im Moment auch egal. Vor ihm lag eine am Boden zerstörte, verletzte Freundin und das nahm Lazarus komplett ein. Er legte seine Hand auf Kiawas nasskalte Wangen und spürte sofort den Gegendruck, als sie seine Berührung erwiederte. Lazarus hockte sich neben den Tisch und suchte Kiawas Blick. Er fand ihn schnell und dieses Mal konnte er die Last tragen und hielt ihm stand. Wie sehr wünschte er sich, etwas von seinen Kraftreserven auf Kiawa übertragen zu können, aber das Gegenteil schien zu geschehen. Lazarus konnte ihren Schmerz fühlen, er konnte ihn ein Stück mit ihr gemeinsam tragen und das schien ihr mindestens genauso zu helfen.
Eric und Floyd schienen mit der Situation etwas überfordert zu sein und startten auf den Boden.
Lazarus sprach leise:
"Eric, Floyd, seht euch hier mal um und schaut was noch zu retten ist. Holt euch Verstärkung von der Alucard wenn es nötig sein sollte. Ich stoße bald zu euch."
Eric und Floyd nickten schnell und wollten sich gerade umdrehen, als Kiawa eine Hand hob.
"Das ist mein Schiff und hier erteile ich die Befehle, alter Freund.", murmelte Kiawa mit belegter Stimme
Lazarus lächelte leicht.
"Nun, ganz wie du willst."
Kiawa erwiederte das Lächeln und sagte etwas kräftiger:
"Nun geht schon an die Arbeit ihr zwei. Mein Baby repariert sich nicht von selbst."
Eric und Floyd verschwanden schnell und Lazarus wischte die letzte Träne von Kiawas Gesicht. Sie griff nach Lazarus' Hand, drückte sie fest und versuchte dann, sich zu erheben, doch Lazarus legte seine Hand auf ihre Stirn.
"Nanana, vertrau den beiden. Sie werden ihre Arbeit gut machen. Du musst erstmal zu kräften kommen."
Kiawa leistete keinen Widerstand und atmete tief und fast etwas trotzig durch.
[Nec - Kantine - Cassie, Quan, Lazarus, Kiawa]
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Titel:
[Reale Welt - Necessitas - Kantine - Cassie, Quan, Kiawa]
Kiawas Wunde war , so gut es die Umstände zu ließen, versorgt. Sie sagte noch etwas von Lazarus. Das Wort erstickte aber in ihrem Schluchzen. Cassie nahm einen Lappen und trocknete die Tränen.
Quan blickte etwas entgeistert drein. Klar dachte sich Cassie woher soll er auch wissen, was hier passiert? Sie überlegte kurz wollte zu einem Gespräch ansetzten und lies dann doch ihre Schultern sinken.
Kiawa weinte leise in ihren Armen weiter und Cassie wiegte sie wieder sanft in den Schlaf.
Cassies Kopf war auf die Brust gesunken. Die Kerze auf dem Tisch flackerte unruhig. Sie hatte sie in der Kantine gefunden. Es galt die Batterien der Lampen zu schonen. Das unruhige Licht machte sie müde, doch die Kälte wollte sie nicht schlafen lassen. Quan hielt sich erstaunlich gut. Er gab kein Laut von sich.
Cassie riss sich zusammen, sie konnte sich nicht leisten einzuschlafen. Seine braunen Augen blickten sie ruhig an.
"Das, Quan, ist die wahre Welt."
"Es ist kalt." krächzte seine Stimme.
"Wie sollte es auch warm sein? Wir Menschen haben den Himmel verdunkelt."
Quan wollte antworten, aber wieder war seine Stimme unsicher in der Bildung der Laute.
"So, wie du sehen lernen wirst, wird sich auch deine Stimme daran gewöhnen benutzt zu werden."
"Alles lernen." Brachte er hervor und Cassie erinnerte sich zum ersten mal daran, wie sie ihre eigene Stimme vernahm. "Du wirst es sehr bald lernen, alles eine Frage der Übung." Ein schwaches Lächeln huschte über seine Lippen. Sein Gesicht war schmaler als das in der Matrix und wirkte jünger. Das Sehen, Sprechen und die Mimik haben noch keine Charakteristik in seinem Gesicht gezeichnet. Mit dem Lächeln sah man jedoch schon einen leichten Spott in seinen Augenwinkeln, der dem hageren Gesicht den Ausdruck von Güte verlieh.
Cassie bekam für den Augenblick kein Wort heraus, was sich im nachhinein als glücklicher Zufall erwies.
„Hallo? Kiawa? Ist irgendjemand hier?“
Cassie und Quan horchten auf.
„Hast du das auch gehört, Cassie?“ fragte Kiawas Stimme heiser vom Weinen.
Cassie nickte: „Ja Captain, sieht so aus, als hätte uns jemand gefunden.“
Über Kiawas Gesicht huschte ein Lächeln: „Ja, und ich glaube, ich weiß, wer es ist … geh ihnen entgegen Cassie und führ sie her.“
[Reale Welt - Nec - Gang - Lazarus, Eric, Floyd, Cassie]
Cassie nahm die Lampe und humpelte dem Rufen entgegen. Im Dunst vor der Nec erkannte sie drei Personen.
Lazarus trat als erster aus dem Nebel hervor. Sein Gesicht umspielte ein merkwürdiger Gesichtsausdruck. Wirkliche Freude war es nicht, doch eine Erleichterung war zu erkennen. Cassie nahm das am Rande wahr und sah dann zu seiner Eskorte hinüber. Eric erkannte sie, es schien eine Ewigkeit herzusein, dass sich beide in der Maschinenebene gesehen hatten. Viel Zeit war seit dem Vergangen. Ihn erkennend begrüßte sie ihn aufgeregt. Ihr Herz schien keinen Rhythmus zufinden. Fast hatte sie die Hoffnung an eine Rettung aufgegeben.
Die zweite Person, so erfuhr sie, hieß Floyd. Cassie versuchte sich zu erinnern, ob sie ihn im Rat gesehen hatte, konnte sich jedoch nicht mehr erinnern.
Langsam führte sie die Drei durch die Nec. Sie betonte, dass es schlimmer Aussehe als es wirklich um die Nec stand. Alles im Allem ein paar Beulen, kleine Risse und.. an dieser Stelle stockte sie. Die Kantine war erreicht.
[Nec - Kantine - Lazarus, Floyd, Eric, Cassie, Quan, Lazarus, Kiawa]
Lazarus blickte in die Runde und blieb bei Cassies Augen hängen. Sein Mund formte das Wort "Spooky"
Cassie schüttelte den Kopf. In ihren Augen standen Tränen. Sie bezwang sich und verlangte von sich Selbstbeherrschung. Mit ein paar Schritten wich sie zurück. Lazarus ging in die Kantine. Seine erste Sorge schien Kiawa zu gehören. Still standen die Anderen am Eingang der Kantine. Es brauchte keiner Worte um zu sehen, wie besorgt er um Kiawa war. Er setzte sich neben sie, sah ihr in die Augen und schwieg.
Cassie schaute nach links und rechts. Den gestandenen Männer erweichte es das Herz und sie blickten verlegen zum Boden. Eines ihrer kleinen spöttischen Lächeln huschte Cassie über das Gesicht.
Dann sagte Lazarus: "Eric, Floyd, seht euch hier mal um und schaut was noch zu retten ist. Holt euch Verstärkung von der Alucard wenn es nötig sein sollte. Ich stoße bald zu euch."
Die beiden Kerle nickten und wollten sich so schnell wie möglich vom Acker machen. Die Situation behagte ihnen ganz und gar nicht.
Da war es plötzlich Kiawa die mehr leise als laut sagte: "Das ist mein Schiff und hier erteile ich die Befehle, alter Freund." Cassie hob den Blick und sah das Kiawa eine Hand hob.
Lazarus Gesicht entspannte sich etwas. "Nun, ganz wie du willst." sagte er.
Kiawa erwiederte das Lächeln und sagte etwas kräftiger: "Nun geht schon an die Arbeit ihr zwei. Mein Baby repariert sich nicht von selbst."
Dann waren die Zwei aber wirklich verschwunden. Lazarus sagte noch etwas zu Kiawa, was Cassie aber nicht ganz verstand. Sie sah wie Kiawa sich aufraffte und es schien ihr, als sei am Ende des Tunnels endlich Licht.
"Also gut Lazarus. Was denkst du?
Ich denke, dass wir Quan (sie wies mit dem Kinn auf den Mann der Lazarus etwas verhalten anlächelte) und Kiawa auf die Alucard schaffen sollten. Quan ist noch nicht fit und er braucht eine Einweisung in die Geschichte der letzten Jahrhunderte. Und Kiawa ist noch nicht ausreichend medizinisch versorgt. Ich konnte zwar so etwas wie eine erweiterte erste Hilfe anwenden, aber wir sollten sie noch mal durchchecken....."
Cassie redete und redete... es tat ihr gut endlich eine Hoffnung in den Händen zu halten. Lazarus' Blick hingegen wurde stumpf und schien nun seinerseits in die Ferne zu schweifen.
"Cassie halt mal für einen Augenblick den Mund." kam erstaunlich sicher wenn auch langsam aus der Kehle von Quan. Wieder dieses Lächeln der Güte und der gleichzeitig Verzeihung gewürzt mit dem kurzen Kommentar "Ich lerne."
"Lazarus?" fragte Cassie die nun sein besorgtes Gesicht sah. "Was ist passiert?"
[Nec - Kantine - Lazarus, Cassie, Quan, Lazarus, Kiawa]
Kiawas Wunde war , so gut es die Umstände zu ließen, versorgt. Sie sagte noch etwas von Lazarus. Das Wort erstickte aber in ihrem Schluchzen. Cassie nahm einen Lappen und trocknete die Tränen.
Quan blickte etwas entgeistert drein. Klar dachte sich Cassie woher soll er auch wissen, was hier passiert? Sie überlegte kurz wollte zu einem Gespräch ansetzten und lies dann doch ihre Schultern sinken.
Kiawa weinte leise in ihren Armen weiter und Cassie wiegte sie wieder sanft in den Schlaf.
Cassies Kopf war auf die Brust gesunken. Die Kerze auf dem Tisch flackerte unruhig. Sie hatte sie in der Kantine gefunden. Es galt die Batterien der Lampen zu schonen. Das unruhige Licht machte sie müde, doch die Kälte wollte sie nicht schlafen lassen. Quan hielt sich erstaunlich gut. Er gab kein Laut von sich.
Cassie riss sich zusammen, sie konnte sich nicht leisten einzuschlafen. Seine braunen Augen blickten sie ruhig an.
"Das, Quan, ist die wahre Welt."
"Es ist kalt." krächzte seine Stimme.
"Wie sollte es auch warm sein? Wir Menschen haben den Himmel verdunkelt."
Quan wollte antworten, aber wieder war seine Stimme unsicher in der Bildung der Laute.
"So, wie du sehen lernen wirst, wird sich auch deine Stimme daran gewöhnen benutzt zu werden."
"Alles lernen." Brachte er hervor und Cassie erinnerte sich zum ersten mal daran, wie sie ihre eigene Stimme vernahm. "Du wirst es sehr bald lernen, alles eine Frage der Übung." Ein schwaches Lächeln huschte über seine Lippen. Sein Gesicht war schmaler als das in der Matrix und wirkte jünger. Das Sehen, Sprechen und die Mimik haben noch keine Charakteristik in seinem Gesicht gezeichnet. Mit dem Lächeln sah man jedoch schon einen leichten Spott in seinen Augenwinkeln, der dem hageren Gesicht den Ausdruck von Güte verlieh.
Cassie bekam für den Augenblick kein Wort heraus, was sich im nachhinein als glücklicher Zufall erwies.
„Hallo? Kiawa? Ist irgendjemand hier?“
Cassie und Quan horchten auf.
„Hast du das auch gehört, Cassie?“ fragte Kiawas Stimme heiser vom Weinen.
Cassie nickte: „Ja Captain, sieht so aus, als hätte uns jemand gefunden.“
Über Kiawas Gesicht huschte ein Lächeln: „Ja, und ich glaube, ich weiß, wer es ist … geh ihnen entgegen Cassie und führ sie her.“
[Reale Welt - Nec - Gang - Lazarus, Eric, Floyd, Cassie]
Cassie nahm die Lampe und humpelte dem Rufen entgegen. Im Dunst vor der Nec erkannte sie drei Personen.
Lazarus trat als erster aus dem Nebel hervor. Sein Gesicht umspielte ein merkwürdiger Gesichtsausdruck. Wirkliche Freude war es nicht, doch eine Erleichterung war zu erkennen. Cassie nahm das am Rande wahr und sah dann zu seiner Eskorte hinüber. Eric erkannte sie, es schien eine Ewigkeit herzusein, dass sich beide in der Maschinenebene gesehen hatten. Viel Zeit war seit dem Vergangen. Ihn erkennend begrüßte sie ihn aufgeregt. Ihr Herz schien keinen Rhythmus zufinden. Fast hatte sie die Hoffnung an eine Rettung aufgegeben.
Die zweite Person, so erfuhr sie, hieß Floyd. Cassie versuchte sich zu erinnern, ob sie ihn im Rat gesehen hatte, konnte sich jedoch nicht mehr erinnern.
Langsam führte sie die Drei durch die Nec. Sie betonte, dass es schlimmer Aussehe als es wirklich um die Nec stand. Alles im Allem ein paar Beulen, kleine Risse und.. an dieser Stelle stockte sie. Die Kantine war erreicht.
[Nec - Kantine - Lazarus, Floyd, Eric, Cassie, Quan, Lazarus, Kiawa]
Lazarus blickte in die Runde und blieb bei Cassies Augen hängen. Sein Mund formte das Wort "Spooky"
Cassie schüttelte den Kopf. In ihren Augen standen Tränen. Sie bezwang sich und verlangte von sich Selbstbeherrschung. Mit ein paar Schritten wich sie zurück. Lazarus ging in die Kantine. Seine erste Sorge schien Kiawa zu gehören. Still standen die Anderen am Eingang der Kantine. Es brauchte keiner Worte um zu sehen, wie besorgt er um Kiawa war. Er setzte sich neben sie, sah ihr in die Augen und schwieg.
Cassie schaute nach links und rechts. Den gestandenen Männer erweichte es das Herz und sie blickten verlegen zum Boden. Eines ihrer kleinen spöttischen Lächeln huschte Cassie über das Gesicht.
Dann sagte Lazarus: "Eric, Floyd, seht euch hier mal um und schaut was noch zu retten ist. Holt euch Verstärkung von der Alucard wenn es nötig sein sollte. Ich stoße bald zu euch."
Die beiden Kerle nickten und wollten sich so schnell wie möglich vom Acker machen. Die Situation behagte ihnen ganz und gar nicht.
Da war es plötzlich Kiawa die mehr leise als laut sagte: "Das ist mein Schiff und hier erteile ich die Befehle, alter Freund." Cassie hob den Blick und sah das Kiawa eine Hand hob.
Lazarus Gesicht entspannte sich etwas. "Nun, ganz wie du willst." sagte er.
Kiawa erwiederte das Lächeln und sagte etwas kräftiger: "Nun geht schon an die Arbeit ihr zwei. Mein Baby repariert sich nicht von selbst."
Dann waren die Zwei aber wirklich verschwunden. Lazarus sagte noch etwas zu Kiawa, was Cassie aber nicht ganz verstand. Sie sah wie Kiawa sich aufraffte und es schien ihr, als sei am Ende des Tunnels endlich Licht.
"Also gut Lazarus. Was denkst du?
Ich denke, dass wir Quan (sie wies mit dem Kinn auf den Mann der Lazarus etwas verhalten anlächelte) und Kiawa auf die Alucard schaffen sollten. Quan ist noch nicht fit und er braucht eine Einweisung in die Geschichte der letzten Jahrhunderte. Und Kiawa ist noch nicht ausreichend medizinisch versorgt. Ich konnte zwar so etwas wie eine erweiterte erste Hilfe anwenden, aber wir sollten sie noch mal durchchecken....."
Cassie redete und redete... es tat ihr gut endlich eine Hoffnung in den Händen zu halten. Lazarus' Blick hingegen wurde stumpf und schien nun seinerseits in die Ferne zu schweifen.
"Cassie halt mal für einen Augenblick den Mund." kam erstaunlich sicher wenn auch langsam aus der Kehle von Quan. Wieder dieses Lächeln der Güte und der gleichzeitig Verzeihung gewürzt mit dem kurzen Kommentar "Ich lerne."
"Lazarus?" fragte Cassie die nun sein besorgtes Gesicht sah. "Was ist passiert?"
[Nec - Kantine - Lazarus, Cassie, Quan, Lazarus, Kiawa]
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Titel:
[Reale Welt - Nec - Kantine - Cassie, Kiawa, Quan, Lazarus]
"Was ist passiert?"
Cassie schien bemekrt zu haben, dass sich Lazarus' Gedanken kurz von der Lage der Nec entfernt hatten. Das Bild was er hier gesehen hatte, hatte ihn an sein eigenes Schiff erinnert, genauer gesagt an diejenige, die immernoch ohne Hilfe auf der Krankenstation lag.
"Du wirst noch die ausführliche Version der Geschichte zu hören bekommen wenn die Zeit dafür da ist, aber so viel sei gesagt. Wir wurden von Wächtern in eine Falle gelockt, kurz bevor wir auf euch stießen. Rei wurde verwundet und wir haben, seit Charylity von uns ging, niemanden mehr an Bord, der eine medizinische Ausbildung hat. Könntest du vielleicht mal nach ihr sehen?"
"Ja, werde ich, aber erst nach dem wir Kiawa und Quan zu euch gebracht haben. Sieht so aus als ob ich dann alle Hände voll zu tun hätte."
Lazarus nickte bedächtig.
"Ja, okay. Funktioniert euer Interkom noch?"
Cassie zuckte nur mit den Schultern, vorhaufhin Lazarus nach dem Gerät griff und Floyd rief. Er antowortete sofort, auch wenn das Signal sehr gestört war.
"Wir gehen erstmal wieder zurück auf die Alucard. Meldet euch, wenn ihr hier Probleme haben solltet."
Lazarus wartete die Antwort nicht ab. Quan war bereits dabei, aufzustehen. Er wirkte schwach, aber gehen konnte er, wenn auch langsam. Cassi und Lazarus machten sich daran, Kiawa aufzuhelfen und zu stützen. Ihr Vorteil war, dass sie nicht wusste, welch beschwerlicher Weg vor ihnen lag und Lazarus hatte nicht vor, ihr das zu rauben. Sie würde schon noch früh genug feststellen, wie schwer es werden würde, zur Alucard zurückzukehren und so wollte er sie nicht schon jetzt in Sorgen versetzen.
Als sie an der Tür angekommen war, schüttelte Kiawa kaum merklich den Kopf.
"Danke für eure Hilfe aber ich glaube so kommen wir nie zur Alucard. Lasst mich los, ich werde schon nicht umfallen. Und wenn doch wisst ihr ja wie ihr mich aufheben könnt."
Cassie und Lazarus sahen sich kurz stirnrunzelnd an und folgten dann Kiawa, die auf die Leiter zuging. Sich mit dem gesunden Arm stützend stieg sie vorsichtig die Sprossen hinunter, gefolgt von Lazarus, Quan und Cassie.
Die Vier fanden sich realtiv schnell in den Tunneln wieder. Quan ließ seinen Blick ständig umherschweifen. Anscheinend war er von den vielen Trümmern und den hohen, korrdierten Wänden sehr beeindruckt. Dennoch sah er auch aufmerksam auf den Boden, um nicht zu stolpern. Die feinen Schweißperlen auf seiner Stirn zeigten, wie wenig Kraft seinem Körper, der zum ersten Mal wirkliche Belastung erfuhr, zur Verfügung stand. Lazarus konnte sich gut vorstellen, wie sein Geist nach etlichen Antworten auf die vielen Fragen dürstete. Er würde sie bald bekommen. Kiawa sah ähnlich mitgenommen aus, dennoch führte sie den Zug mit Lazarus zusammen an. Da war sie also wieder, die starke Kämpferin, die ihren Umständen, so widrig sie auch sein mochten, die Stirn bot. Lazarus musste unwillkürlich lächeln, aber Kiawa bemerkte es nicht und kämpfte sich weiter voran.
Nach etwa einer halben Stunde hatten sie die Alucard endlich erreicht und betraten sie über die Luke.
Kaum war die Luke geschlossen drehte sich Lazarus zu Kiawa um.
"Am besten du begleitest Cassie auf die Krankenstation, ich werde inzwischen Quan einige Fragen beantworten."
Kiawa holte sofort Luft um zu widersprechen, aber diesemal war es Lazarus' Hand, die in die Höhe schnellte.
"Das hier ist..."
"...dein Schiff, ich weiß."
Kiawa folgte Cassie und Lazarus wandte sich zu Quan um. Er legte ihm die Hand auf den Rücken und drückte ihn leicht in Richtugn Maindeck.
"Komm mit, ich glaube ich kann dir hier einige deiner Fragen beantworten."
Quan nickte und ging bereitwillig mit Lazarus.
[Alucard - Maindeck - Lazarus, Quan, Max]
"Was ist passiert?"
Cassie schien bemekrt zu haben, dass sich Lazarus' Gedanken kurz von der Lage der Nec entfernt hatten. Das Bild was er hier gesehen hatte, hatte ihn an sein eigenes Schiff erinnert, genauer gesagt an diejenige, die immernoch ohne Hilfe auf der Krankenstation lag.
"Du wirst noch die ausführliche Version der Geschichte zu hören bekommen wenn die Zeit dafür da ist, aber so viel sei gesagt. Wir wurden von Wächtern in eine Falle gelockt, kurz bevor wir auf euch stießen. Rei wurde verwundet und wir haben, seit Charylity von uns ging, niemanden mehr an Bord, der eine medizinische Ausbildung hat. Könntest du vielleicht mal nach ihr sehen?"
"Ja, werde ich, aber erst nach dem wir Kiawa und Quan zu euch gebracht haben. Sieht so aus als ob ich dann alle Hände voll zu tun hätte."
Lazarus nickte bedächtig.
"Ja, okay. Funktioniert euer Interkom noch?"
Cassie zuckte nur mit den Schultern, vorhaufhin Lazarus nach dem Gerät griff und Floyd rief. Er antowortete sofort, auch wenn das Signal sehr gestört war.
"Wir gehen erstmal wieder zurück auf die Alucard. Meldet euch, wenn ihr hier Probleme haben solltet."
Lazarus wartete die Antwort nicht ab. Quan war bereits dabei, aufzustehen. Er wirkte schwach, aber gehen konnte er, wenn auch langsam. Cassi und Lazarus machten sich daran, Kiawa aufzuhelfen und zu stützen. Ihr Vorteil war, dass sie nicht wusste, welch beschwerlicher Weg vor ihnen lag und Lazarus hatte nicht vor, ihr das zu rauben. Sie würde schon noch früh genug feststellen, wie schwer es werden würde, zur Alucard zurückzukehren und so wollte er sie nicht schon jetzt in Sorgen versetzen.
Als sie an der Tür angekommen war, schüttelte Kiawa kaum merklich den Kopf.
"Danke für eure Hilfe aber ich glaube so kommen wir nie zur Alucard. Lasst mich los, ich werde schon nicht umfallen. Und wenn doch wisst ihr ja wie ihr mich aufheben könnt."
Cassie und Lazarus sahen sich kurz stirnrunzelnd an und folgten dann Kiawa, die auf die Leiter zuging. Sich mit dem gesunden Arm stützend stieg sie vorsichtig die Sprossen hinunter, gefolgt von Lazarus, Quan und Cassie.
Die Vier fanden sich realtiv schnell in den Tunneln wieder. Quan ließ seinen Blick ständig umherschweifen. Anscheinend war er von den vielen Trümmern und den hohen, korrdierten Wänden sehr beeindruckt. Dennoch sah er auch aufmerksam auf den Boden, um nicht zu stolpern. Die feinen Schweißperlen auf seiner Stirn zeigten, wie wenig Kraft seinem Körper, der zum ersten Mal wirkliche Belastung erfuhr, zur Verfügung stand. Lazarus konnte sich gut vorstellen, wie sein Geist nach etlichen Antworten auf die vielen Fragen dürstete. Er würde sie bald bekommen. Kiawa sah ähnlich mitgenommen aus, dennoch führte sie den Zug mit Lazarus zusammen an. Da war sie also wieder, die starke Kämpferin, die ihren Umständen, so widrig sie auch sein mochten, die Stirn bot. Lazarus musste unwillkürlich lächeln, aber Kiawa bemerkte es nicht und kämpfte sich weiter voran.
Nach etwa einer halben Stunde hatten sie die Alucard endlich erreicht und betraten sie über die Luke.
Kaum war die Luke geschlossen drehte sich Lazarus zu Kiawa um.
"Am besten du begleitest Cassie auf die Krankenstation, ich werde inzwischen Quan einige Fragen beantworten."
Kiawa holte sofort Luft um zu widersprechen, aber diesemal war es Lazarus' Hand, die in die Höhe schnellte.
"Das hier ist..."
"...dein Schiff, ich weiß."
Kiawa folgte Cassie und Lazarus wandte sich zu Quan um. Er legte ihm die Hand auf den Rücken und drückte ihn leicht in Richtugn Maindeck.
"Komm mit, ich glaube ich kann dir hier einige deiner Fragen beantworten."
Quan nickte und ging bereitwillig mit Lazarus.
[Alucard - Maindeck - Lazarus, Quan, Max]
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Anmeldungsdatum: 06.11.2003
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Titel:
[Reale Welt - Nec - Kantine - Lazarus, Eric, Floyd, Cassie]
Floyd fühlte sich extrem unwohl. Wieder lief ihm ein einsiger Schauer über den Rücken, fast so wie vor wenigen Minuten, als er durch die Trümmer auf die Nec zugeschritten war. Damals war es Angst gewesen, doch was war es jetzt? Er war hilflos. Er kannte die Person, die auf einem Tisch lag, nicht. Jedenfalls nicht vom sehen. Er konnte sich denken, dass es Captain Kiawa war, schließlich hockte Lazarus vor ihr. Floyd wusste, dass sein Captain den anderen Befehlshaber sehr gut kannte, ja dass sie gute Freunde waren.
Er schaute verlegen auf den Boden und wartete auf Lazarus' Befehle:
"Eric, Floyd, seht euch hier mal um und schaut was noch zu retten ist. Holt euch Verstärkung von der Alucard wenn es nötig sein sollte. Ich stoße bald zu euch."
Er wollte sich soeben umdrehen, ebenso Eric, da drang eine andere, ihm unbekannte Stimme an sein Ohr.
"Das ist mein Schiff und hier erteile ich die Befehle, alter Freund.", murmelte Kiawa.
Insgeheim grinste Floyd. Jeder Captain war sehr eigen im Umgang mit seinem Schiff. Aber ihm war jetzt nicht zum Lachen zumute.
"Nun geht schon an die Arbeit ihr zwei. Mein Baby repariert sich nicht von selbst."
Sofort drehten sich die beiden um und entschwanden auf den Gang.
"Was meinst du, du schaust mal, ob du die Konsole wieder zum Laufen bekommst und ich schaue mir mal die Maschinen an?!", wandte sich Floyd an Eric.
"So machen wirs!", erwiderte dieser.
Floyd ging in Richtung Maschinenraum. Hier an Bord der Nex war alles viel kleiner. Zwar waren auch nahezu alle Systeme doppelt bestückt, um im Notfall eines Ausfalles trotzdem funktionstüchtige Gerätschaften zu haben, trotzdem konnte man sofort erkennen, dass es sich um ein Schiff handelte, dass für weniger Leute gedacht war. Es war an allen Ecken und Kanten gespart worden, nur das nötigste fand seinen Platz. Und trotzdem wirkte es abgerundet, in sich schlüssig und auch schön.
Im Maschinenraum angekommen überprüfte er als erstes die Sicherungen. An einigen waren schwarze Rußstellen zu erkennen, offensichtlich hatte es Kurzschlüsse gegeben, die in mit ungeheuren Temperatur die umgebenen Kontakte entzündet hatten. Aber die Sicherungen waren schon wieder an ihren Plätzen, offenbar hatte schon vor ihm sich um das Schiff gekümmert.
Vorsichtig legte er den Hauptschalter der Antriebsenergie um.
Nichts passierte.
Dann sah er, dass eine Sicherung vergessen worden war. Einige Kabel hingen von der Decke und verdeckten so das Übel.
Kein Wunder, dass die Motoren keinen Strom bekommen!
Schnell ersetzte er die defekte Hauptsicherung und versuchte es erneut. Diesmal fingen einige Kontrolllampen im Maschinenraum anzuleuchten, jedoch begleitet durch ein Funken und Blitzen und einem ohrenbeteubenden Knall. Mehrere Sicherungen flogen unter der Last aus ihren Halterungen und unterbrachen den Stromkreis.
Es musste noch mehr Probleme geben - und die musste er nun finden.
[Reale Welt - Nec - Maschinenraum - Floyd]
Floyd fühlte sich extrem unwohl. Wieder lief ihm ein einsiger Schauer über den Rücken, fast so wie vor wenigen Minuten, als er durch die Trümmer auf die Nec zugeschritten war. Damals war es Angst gewesen, doch was war es jetzt? Er war hilflos. Er kannte die Person, die auf einem Tisch lag, nicht. Jedenfalls nicht vom sehen. Er konnte sich denken, dass es Captain Kiawa war, schließlich hockte Lazarus vor ihr. Floyd wusste, dass sein Captain den anderen Befehlshaber sehr gut kannte, ja dass sie gute Freunde waren.
Er schaute verlegen auf den Boden und wartete auf Lazarus' Befehle:
"Eric, Floyd, seht euch hier mal um und schaut was noch zu retten ist. Holt euch Verstärkung von der Alucard wenn es nötig sein sollte. Ich stoße bald zu euch."
Er wollte sich soeben umdrehen, ebenso Eric, da drang eine andere, ihm unbekannte Stimme an sein Ohr.
"Das ist mein Schiff und hier erteile ich die Befehle, alter Freund.", murmelte Kiawa.
Insgeheim grinste Floyd. Jeder Captain war sehr eigen im Umgang mit seinem Schiff. Aber ihm war jetzt nicht zum Lachen zumute.
"Nun geht schon an die Arbeit ihr zwei. Mein Baby repariert sich nicht von selbst."
Sofort drehten sich die beiden um und entschwanden auf den Gang.
"Was meinst du, du schaust mal, ob du die Konsole wieder zum Laufen bekommst und ich schaue mir mal die Maschinen an?!", wandte sich Floyd an Eric.
"So machen wirs!", erwiderte dieser.
Floyd ging in Richtung Maschinenraum. Hier an Bord der Nex war alles viel kleiner. Zwar waren auch nahezu alle Systeme doppelt bestückt, um im Notfall eines Ausfalles trotzdem funktionstüchtige Gerätschaften zu haben, trotzdem konnte man sofort erkennen, dass es sich um ein Schiff handelte, dass für weniger Leute gedacht war. Es war an allen Ecken und Kanten gespart worden, nur das nötigste fand seinen Platz. Und trotzdem wirkte es abgerundet, in sich schlüssig und auch schön.
Im Maschinenraum angekommen überprüfte er als erstes die Sicherungen. An einigen waren schwarze Rußstellen zu erkennen, offensichtlich hatte es Kurzschlüsse gegeben, die in mit ungeheuren Temperatur die umgebenen Kontakte entzündet hatten. Aber die Sicherungen waren schon wieder an ihren Plätzen, offenbar hatte schon vor ihm sich um das Schiff gekümmert.
Vorsichtig legte er den Hauptschalter der Antriebsenergie um.
Nichts passierte.
Dann sah er, dass eine Sicherung vergessen worden war. Einige Kabel hingen von der Decke und verdeckten so das Übel.
Kein Wunder, dass die Motoren keinen Strom bekommen!
Schnell ersetzte er die defekte Hauptsicherung und versuchte es erneut. Diesmal fingen einige Kontrolllampen im Maschinenraum anzuleuchten, jedoch begleitet durch ein Funken und Blitzen und einem ohrenbeteubenden Knall. Mehrere Sicherungen flogen unter der Last aus ihren Halterungen und unterbrachen den Stromkreis.
Es musste noch mehr Probleme geben - und die musste er nun finden.
[Reale Welt - Nec - Maschinenraum - Floyd]
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Titel:
[Reale Welt - Nec - Gang - Quan, Kiawa]
Quan hatte sich diese Sache anders vorgestellt. Kiawa's Stimme weckten ihn auf. Nur mühsam konnte er seine Augen öffnen. Seltsamer weise lag er am Boden und alles um ihn herum war demoliert. Er war in einem dunklen Raum, gefüllt mit mechanischen Geräten, keine Pflanzen, keine Fenster, keine Gegenstände die man für den Alltag braucht.
Für den ersten Blick sah die Umgebung eher nach einem Schlachtfeld aus.
Wo bin ich?
"Quan?"
Nur durch die Stimme von Kiawa konnte Quan die Ruhe bewahren. Seine Augen waren noch nicht ganz kuriert und er blickte hoffnungslos umher. Es schien alles noch verschwommen und undeutlich. Nur grob konnte Quan das Zischen der Stromkabeln hören.
"Quan?"
Kiawa wo bist du?
Er bemerkte nicht, dass er die Wörter in seine Gedanken aussprach. Er konnte seinen Mund nicht bewegen. Verwirrt versuchte Quan mehrere male aufzustehen, jedoch gelang ihm das nicht. Er hatte das Gefühl als ob er in einem fremden Körper steckte. Die Kraft fehlte ihm dazu. Und wieder war Kiawa's besorgte Stimme zu hören...
"Quan?"
Mit großer Mühe gelang es ihm endlich zu antworten.
"Ja..."
Ein helles Licht blendete seine Augen.
"Aua...meine Augen..."
Zwar konnte er Kiawa noch immer nicht sehen, aber ihre Stimme klang ganz in der Nähe.
"Sie tun Dir weh, weil du zum ersten mal siehst"
Quan fragte sich was sie damit meinte. Doch bevor er seine Gedanken vertiefen konnte, stand Kiawa vor ihm und half ihm kriechend zu Kantine. Er sah sie an. Sie war verletzt und hatte überall am Körper kratzer. Sie sah ganz anders aus, als er sie das letzte mal gesehen hatte und das war vor einigen Minuten...oder nicht? Ihre Haare, ihre Kleidung. Quan hatte ein ungewohntes Gefühl, er war zum ersten mal unsicher.
Wo bin ich hier? Habe ich mich wirklich für das Richtige entschieden?
Schnell vertrieb er diese Gedanken und versuchte stattdessen sein Körper unter Kontrolle zu kriegen. Er hatte zwar kein Paradies erwartet, gleichzeitig dachte er auch nicht dass die Situation so Aussichtslos war.
[Nec - Kantine - Cassie, Quan, Lazarus, Kiawa]
Quan hatte sich diese Sache anders vorgestellt. Kiawa's Stimme weckten ihn auf. Nur mühsam konnte er seine Augen öffnen. Seltsamer weise lag er am Boden und alles um ihn herum war demoliert. Er war in einem dunklen Raum, gefüllt mit mechanischen Geräten, keine Pflanzen, keine Fenster, keine Gegenstände die man für den Alltag braucht.
Für den ersten Blick sah die Umgebung eher nach einem Schlachtfeld aus.
Wo bin ich?
"Quan?"
Nur durch die Stimme von Kiawa konnte Quan die Ruhe bewahren. Seine Augen waren noch nicht ganz kuriert und er blickte hoffnungslos umher. Es schien alles noch verschwommen und undeutlich. Nur grob konnte Quan das Zischen der Stromkabeln hören.
"Quan?"
Kiawa wo bist du?
Er bemerkte nicht, dass er die Wörter in seine Gedanken aussprach. Er konnte seinen Mund nicht bewegen. Verwirrt versuchte Quan mehrere male aufzustehen, jedoch gelang ihm das nicht. Er hatte das Gefühl als ob er in einem fremden Körper steckte. Die Kraft fehlte ihm dazu. Und wieder war Kiawa's besorgte Stimme zu hören...
"Quan?"
Mit großer Mühe gelang es ihm endlich zu antworten.
"Ja..."
Ein helles Licht blendete seine Augen.
"Aua...meine Augen..."
Zwar konnte er Kiawa noch immer nicht sehen, aber ihre Stimme klang ganz in der Nähe.
"Sie tun Dir weh, weil du zum ersten mal siehst"
Quan fragte sich was sie damit meinte. Doch bevor er seine Gedanken vertiefen konnte, stand Kiawa vor ihm und half ihm kriechend zu Kantine. Er sah sie an. Sie war verletzt und hatte überall am Körper kratzer. Sie sah ganz anders aus, als er sie das letzte mal gesehen hatte und das war vor einigen Minuten...oder nicht? Ihre Haare, ihre Kleidung. Quan hatte ein ungewohntes Gefühl, er war zum ersten mal unsicher.
Wo bin ich hier? Habe ich mich wirklich für das Richtige entschieden?
Schnell vertrieb er diese Gedanken und versuchte stattdessen sein Körper unter Kontrolle zu kriegen. Er hatte zwar kein Paradies erwartet, gleichzeitig dachte er auch nicht dass die Situation so Aussichtslos war.
[Nec - Kantine - Cassie, Quan, Lazarus, Kiawa]
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Titel:
[Reale Welt - Nec - Maschinenraum - Floyd]
Er war ratlos. Und das war noch nicht oft vorgekommen in seinem bisherigen Leben. Alles schien in Ordnung und an seinem rechten Platz zu sein, und trotzdem sprangen die Sicherungen immer wieder herraus.
So, nochmal von vorne. Die Motorrelais bekommen Saft, ziehen auch an, und trotzdem..., grübelte Floyd vor sich hin.
Es machte alles keinen Sinn. Obwohl jedes Hovercraft vom Prinzip her den selben Aufbau hatte, gab es Unterschiede. Aber dass die so gravierend waren, dass nichts funktionierte und er den Fehler nicht fand, das hätte er nicht gedacht.
Was war mit dem Techniker der Nec? Hatte die Besatzung noch nicht versucht, dass Schiff wieder zum Laufen zu bekommen? Oder hatten sie keine Zeit dafür gehabt? Oder wussten sie etwa auch nicht weiter bei diesem Problem?
Floyd runzelte die Stirn, griff in die Beintasche seiner schwarzen Multifunktionshose und zog seinen kleinen PocketPC herraus. Vielleicht konnte dieser ihm weiterhelfen.
Er musste nicht lange suchen, da hatte er die Bau- und Schaltpläne der Nec in digitaler Form vor sich liegen.
Nach wenigen Minuten hatte Floyd die Pläne verstanden und war sich der technischen Situation allmählich bewusst. Er hatte ein wichtiges Detail vergessen. Die Nec war wesentlich kleiner als die Alucard, deswegen hatte das Schiff nur einen Hauptversorgungsgenerator und nicht wie die Alu einen für die Schiffssysteme und einen für die Maschine. So war offenbar ein anderer Verbraucher an Bord durch einen Kurzschluss beschädigt worden und blockierte nun die kompletten Systeme, da schon eine Blockade reichte, um beim Starten der Motoren den Hauptgenerator außer Betrieb zu setzen.
Er blickte auf die Bezeichnungen der einzelnen Sicherungen, an denen schwarze Rustflecken zu erkennen waren.
Es waren die Sicherungen für die Funkstation und für die Außenbeleuchtung in Mitleidenschaft gezogen worden.
Beide Systeme benötigte er zzt nicht weiter und drehte die Sicherungen von Hand herraus. Die Stromkreis zu diesen Systemen war unterbrochen und außer Takt gesetzt.
Ein weiteres Mal betätigte er den Hauptsicherungsschalter und tatsächlich, diesmal wurde er von dem Knallen verschont.
Innerlich brach Freude aus, die Motoren liefen, was auch an dem leichten Vibrieren des Schiffes zu spüren war. Hier unten war der Lärm der Generatoren kaum zu ertragen.
Nun musste er prüfen, ob die Frontscheinwerfer intakt waren, denn es würde schwierig werden, die Nec in diesem Zustand blind ohne Sicht durch die Tunnel mit ihren vielen Tücken, Kanten und Müllbergen zu steuern. Und auf den Computer konnte man sich auch nicht immer verlassen.
Auch die Antenne wurde benötigt, Zion Control musste über ihr Kommen informiert werden. Bloß ohne Funkstation gestaltete sich dies schwierig - obwohl...
... genau, die Alucard is ja auch noch da. Es wäre wohl das beste, sie fliegt vorraus und testet den Weg für die Nec aus... Hmm, wieso bin ich nicht gleich drauf gekommen!
Stirnrunzelnd begab er sich in Richtung Cockpit.
[Reale Welt - Nec - Maschinenraum - Floyd]
Er war ratlos. Und das war noch nicht oft vorgekommen in seinem bisherigen Leben. Alles schien in Ordnung und an seinem rechten Platz zu sein, und trotzdem sprangen die Sicherungen immer wieder herraus.
So, nochmal von vorne. Die Motorrelais bekommen Saft, ziehen auch an, und trotzdem..., grübelte Floyd vor sich hin.
Es machte alles keinen Sinn. Obwohl jedes Hovercraft vom Prinzip her den selben Aufbau hatte, gab es Unterschiede. Aber dass die so gravierend waren, dass nichts funktionierte und er den Fehler nicht fand, das hätte er nicht gedacht.
Was war mit dem Techniker der Nec? Hatte die Besatzung noch nicht versucht, dass Schiff wieder zum Laufen zu bekommen? Oder hatten sie keine Zeit dafür gehabt? Oder wussten sie etwa auch nicht weiter bei diesem Problem?
Floyd runzelte die Stirn, griff in die Beintasche seiner schwarzen Multifunktionshose und zog seinen kleinen PocketPC herraus. Vielleicht konnte dieser ihm weiterhelfen.
Er musste nicht lange suchen, da hatte er die Bau- und Schaltpläne der Nec in digitaler Form vor sich liegen.
Nach wenigen Minuten hatte Floyd die Pläne verstanden und war sich der technischen Situation allmählich bewusst. Er hatte ein wichtiges Detail vergessen. Die Nec war wesentlich kleiner als die Alucard, deswegen hatte das Schiff nur einen Hauptversorgungsgenerator und nicht wie die Alu einen für die Schiffssysteme und einen für die Maschine. So war offenbar ein anderer Verbraucher an Bord durch einen Kurzschluss beschädigt worden und blockierte nun die kompletten Systeme, da schon eine Blockade reichte, um beim Starten der Motoren den Hauptgenerator außer Betrieb zu setzen.
Er blickte auf die Bezeichnungen der einzelnen Sicherungen, an denen schwarze Rustflecken zu erkennen waren.
Es waren die Sicherungen für die Funkstation und für die Außenbeleuchtung in Mitleidenschaft gezogen worden.
Beide Systeme benötigte er zzt nicht weiter und drehte die Sicherungen von Hand herraus. Die Stromkreis zu diesen Systemen war unterbrochen und außer Takt gesetzt.
Ein weiteres Mal betätigte er den Hauptsicherungsschalter und tatsächlich, diesmal wurde er von dem Knallen verschont.
Innerlich brach Freude aus, die Motoren liefen, was auch an dem leichten Vibrieren des Schiffes zu spüren war. Hier unten war der Lärm der Generatoren kaum zu ertragen.
Nun musste er prüfen, ob die Frontscheinwerfer intakt waren, denn es würde schwierig werden, die Nec in diesem Zustand blind ohne Sicht durch die Tunnel mit ihren vielen Tücken, Kanten und Müllbergen zu steuern. Und auf den Computer konnte man sich auch nicht immer verlassen.
Auch die Antenne wurde benötigt, Zion Control musste über ihr Kommen informiert werden. Bloß ohne Funkstation gestaltete sich dies schwierig - obwohl...
... genau, die Alucard is ja auch noch da. Es wäre wohl das beste, sie fliegt vorraus und testet den Weg für die Nec aus... Hmm, wieso bin ich nicht gleich drauf gekommen!
Stirnrunzelnd begab er sich in Richtung Cockpit.
[Reale Welt - Nec - Maschinenraum - Floyd]
: Crewmitglied :
Anmeldungsdatum: 06.11.2003
Wohnort: Z-10-N
Beiträge: 1316
Anmeldungsdatum: 06.11.2003
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Titel:
[Reale Welt - Nec - Gänge - Floyd]
Floyd war auf dem Weg zum Cockpit, als er die Leiter hinaufsah und fast vor Schreck wieder hinuntergefallen wäre. Er blickte in die zwei leeren Augen eines bleichen Körpers, der unter der schweren Luke des Gefechtraumes eingeklemmt war, sodass er nur die Leiche bis zur Hüfte sehen konnte. Aber dieser Anblick genügte vollends um den sonst kaum zu erschütternden Floyd aus der Fassung zu bringen.
Schnell raffte er sich wieder zusammen und kletterte schneller als vorher die eisernen Stufen hinauf in den Gefechtsturm. Er musste all seinen Mut zusammen nehmen, sich dem Körper weiter zu nähern. Vorsichtig erfasste er den Lukendeckel und versuchte ihn vorsichtig anzuheben. Sofort begann der tote Schiffskamerad zu rutschen. Schnell, das schlimmste vermeidend, ließ Floyd die Metallluke wieder los, sodass der Körper wieder eingeklemmt wurde. Durch das Herabrutschen war nun die vorige Quetschungsstelle freigelegt worden. Es war wahrlich kein schöner Anblick, der sich nun bot. Unterhalb der Rippen war das Fleisch bis auf wenige Zentimeter dicke zusammengedrückt worden, ja beinahe auseinander gerissen.
Übelkeit stieg in ihm auf.
Das schwere Metall musste mit voller Wucht auf den Rebellen gefallen sein, der vielleicht gerade dabei gewesen war, aus dem Schießstand zu entkommen, um den Absturz zu überleben.
-- Schicksal --
Auch wenn Floyd nicht recht an Prophezeiungen und an das Schicksal glaubte, so konnte er hier auch nichts mehr ändern, außer diese Leiche zu bergen und kühl zu lagern. Doch allein würde er das niemals schaffen.
So verließ er kurzer Hand die Leiter und trat in den Gang. Froh darüber, nicht mehr den grausigen Fund betrachten zu müssen, griff er zum Interkom und kontaktierte Eric, den er an der Operatorkonsole vermutete.
"Eric?! Wo bist du?"
"Was gibt's denn? Ich bin hier noch nicht fertig!"
"Das ist egal, ich hab hier eine Aufgabe, die jetzt oberste Priorität hat. Ich schaffe das hier nicht alleine... Würdest du bitte mal herkommen und mir helfen?"
Eric grummelte etwas, das Floyd nicht verstand, doch dann kam die Bestätigung von der anderen Seite der Leitung.
Wenige Minuten später stand Eric, der Operator, neben ihm. Beim Anblick der Leiche konnte Floyd erkennen, wie Eric bleicher wurde.
"Verstehst du nun, was ich mit wichtiger meine?"
Eric nickte nur.
"So, ich klettere hinauf und hebe die Luke ein wenig an, sodass du den Körper am herabstürzen hindern kannst... Meinst du, du schaffst das? Ich Versuche auch dir dabei zu helfen! Okay?"
Eric nickte wieder nur. Es vergingen wenige Sekunden, dann aber machte er einen Schritt auf den Fremden zu. Floyd stieg wieder auf die Leiter und versuchte diesmal die Luke mit dem Rücken aufzustoßen, in dem er einen Buckel machte, damit er die Hände frei hatte, um den Körper vom ungehinderten Herabfallen abzuhalten. Eric tat das übrige, sodass beide den Rebellen nach wenigen Handgriffen aus seiner Todesfalle befreit hatten.
"Schaffen wir ihn am besten zu den Kühlaggregaten im Kombüsenbereich. Dort wird seine Leiche am längsten konserviert bleiben, denke ich.", schlug Eric vor.
Diesmal nickte Floyd nur und packte den leblosen Körper an seinen Füßen. Es war ein grausiger Anblick, der Übelkeit hervorrief.
Langsam und vorsichtig schleppten die beiden Crewmitglieder der Alucard den toten Crewkameraden der Nec zur Kühlanlage für die Eiweiß-Komplexe -> der Nahrung.
Hier war zwar kein guter Platz, um eine Leiche unterzubringen, aber doch wohl der beste an Bord des kleinen Schiffes.
Floyd dachte laut. "Wir müssen so schnell wie möglich zurück nach Zion." Kaum hatte er dies ausgesprochen, hob er den Kopf und schaute Eric an. Dieser dachte wohl das selbe und kehrte an seine Station zurück.
Floyd machte sich auf in Richtung Cockpit, seinem eigentlichen Ziel. Er musste schnellstens testen, ob das Schiff flugtauglich war oder nicht. Das hatte jetzt oberste Priorität.
[Reale Welt - Nec - Cockpit - Floyd]
Floyd war auf dem Weg zum Cockpit, als er die Leiter hinaufsah und fast vor Schreck wieder hinuntergefallen wäre. Er blickte in die zwei leeren Augen eines bleichen Körpers, der unter der schweren Luke des Gefechtraumes eingeklemmt war, sodass er nur die Leiche bis zur Hüfte sehen konnte. Aber dieser Anblick genügte vollends um den sonst kaum zu erschütternden Floyd aus der Fassung zu bringen.
Schnell raffte er sich wieder zusammen und kletterte schneller als vorher die eisernen Stufen hinauf in den Gefechtsturm. Er musste all seinen Mut zusammen nehmen, sich dem Körper weiter zu nähern. Vorsichtig erfasste er den Lukendeckel und versuchte ihn vorsichtig anzuheben. Sofort begann der tote Schiffskamerad zu rutschen. Schnell, das schlimmste vermeidend, ließ Floyd die Metallluke wieder los, sodass der Körper wieder eingeklemmt wurde. Durch das Herabrutschen war nun die vorige Quetschungsstelle freigelegt worden. Es war wahrlich kein schöner Anblick, der sich nun bot. Unterhalb der Rippen war das Fleisch bis auf wenige Zentimeter dicke zusammengedrückt worden, ja beinahe auseinander gerissen.
Übelkeit stieg in ihm auf.
Das schwere Metall musste mit voller Wucht auf den Rebellen gefallen sein, der vielleicht gerade dabei gewesen war, aus dem Schießstand zu entkommen, um den Absturz zu überleben.
-- Schicksal --
Auch wenn Floyd nicht recht an Prophezeiungen und an das Schicksal glaubte, so konnte er hier auch nichts mehr ändern, außer diese Leiche zu bergen und kühl zu lagern. Doch allein würde er das niemals schaffen.
So verließ er kurzer Hand die Leiter und trat in den Gang. Froh darüber, nicht mehr den grausigen Fund betrachten zu müssen, griff er zum Interkom und kontaktierte Eric, den er an der Operatorkonsole vermutete.
"Eric?! Wo bist du?"
"Was gibt's denn? Ich bin hier noch nicht fertig!"
"Das ist egal, ich hab hier eine Aufgabe, die jetzt oberste Priorität hat. Ich schaffe das hier nicht alleine... Würdest du bitte mal herkommen und mir helfen?"
Eric grummelte etwas, das Floyd nicht verstand, doch dann kam die Bestätigung von der anderen Seite der Leitung.
Wenige Minuten später stand Eric, der Operator, neben ihm. Beim Anblick der Leiche konnte Floyd erkennen, wie Eric bleicher wurde.
"Verstehst du nun, was ich mit wichtiger meine?"
Eric nickte nur.
"So, ich klettere hinauf und hebe die Luke ein wenig an, sodass du den Körper am herabstürzen hindern kannst... Meinst du, du schaffst das? Ich Versuche auch dir dabei zu helfen! Okay?"
Eric nickte wieder nur. Es vergingen wenige Sekunden, dann aber machte er einen Schritt auf den Fremden zu. Floyd stieg wieder auf die Leiter und versuchte diesmal die Luke mit dem Rücken aufzustoßen, in dem er einen Buckel machte, damit er die Hände frei hatte, um den Körper vom ungehinderten Herabfallen abzuhalten. Eric tat das übrige, sodass beide den Rebellen nach wenigen Handgriffen aus seiner Todesfalle befreit hatten.
"Schaffen wir ihn am besten zu den Kühlaggregaten im Kombüsenbereich. Dort wird seine Leiche am längsten konserviert bleiben, denke ich.", schlug Eric vor.
Diesmal nickte Floyd nur und packte den leblosen Körper an seinen Füßen. Es war ein grausiger Anblick, der Übelkeit hervorrief.
Langsam und vorsichtig schleppten die beiden Crewmitglieder der Alucard den toten Crewkameraden der Nec zur Kühlanlage für die Eiweiß-Komplexe -> der Nahrung.
Hier war zwar kein guter Platz, um eine Leiche unterzubringen, aber doch wohl der beste an Bord des kleinen Schiffes.
Floyd dachte laut. "Wir müssen so schnell wie möglich zurück nach Zion." Kaum hatte er dies ausgesprochen, hob er den Kopf und schaute Eric an. Dieser dachte wohl das selbe und kehrte an seine Station zurück.
Floyd machte sich auf in Richtung Cockpit, seinem eigentlichen Ziel. Er musste schnellstens testen, ob das Schiff flugtauglich war oder nicht. Das hatte jetzt oberste Priorität.
[Reale Welt - Nec - Cockpit - Floyd]
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