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Beitrag Cad
Verfasst am: 08.05.2005, 17:59
: Unwissende(r) :

Anmeldungsdatum: 25.04.2005

Beiträge: 32
Titel:

[Reale Welt - Zion - Dock - Mel, Cad, Red]

Irgendwo stiegen Dämpfe auf und hüllten alles in einen sanften Nebel…
Es war genau an dieser Stelle gewesen. Man hatte einen einzigartigen Blick über das Dock, wo in diesen Minuten ein reges Treiben herrschte.
Menschen standen in Gruppen herum und diskutieren. Sie waren Rebellen, Arbeiter an den Bays oder sonst irgendwelche Zioner, die mit der Arbeit hier zu tun hatten.
Irgendwo her kam diese Stimme.
Cad drehte sich um und sah sie auf sich zu kommen. Er lächelte.
Sie trug das dunkle Haar zu einem Zopf geflochten und hochgesteckt und in ihren Mandelförmigen Augen lag der Glanz des puren Lebens.

„Die Mission war erfolgreich, Cad.“

Sie strahlte eine gewisse Kraft aus. Er konnte den Blick nicht von ihr reißen.

„Das ist schön, Shiu.“ Das Lächeln auf seinem Gesicht wurde breiter. Sie war so wunderschön, so anmutig. Und doch so weit entfernt…



Der neue Operator der Bahamut erwachte aus seinem Tagtraum, in den er gefallen war, als das allgemeine Schweigen wieder begonnen hatte. Er sah sich Mel gegenüber, die selbst in Gedanken war.

Shiu, dachte er einen kurzen Augenblick.

Nein, das war nicht Shiu. Das war eine ganz andere Person. Ein Person, die Ähnlichkeit mit Shiu hatte, wenn auch große Ähnlichkeit. Das mit Shiu war so lange her…
Trotzdem ließ ihn der Gedanke nicht los, dass ihn irgendetwas mit dieser Frau verband. Es war merkwürdig.
Er konnte sie nicht mehr ansehen. Eine Träne floss seine Wange hinunter und er wischte sie schnell weg, ohne dass es jemand gesehen hatte.

Wieso sah sie aus wie Shiu?...

Dann sah er Red an. Sie hatte jetzt einige Zeit ebenso wie die anderen ihren Gedanken nachgehangen. Hatte er sich in ihr getäuscht? War sie nicht so überheblich, wie er zuerst vermutet hatte?

„Es ist spät.“, meinte er dann. „Ich denke, wir werden morgen, wenn die Bahamut zurückgekehrt ist, einen langen Tag vor uns haben. Ich würde vorschlagen, schlafen zu gehen. Ich denke, wir werden Nachricht erhalten.“

Zögernd sah er von einer Person zur anderen.

„Naja, ihr könnt auch noch hier stehen bleiben… Tut, was ihr wollt. Gute Nacht, Ladies!“

Er drehte sich um und machte sich auf den Weg nach Ebene 5.
Nun würde er seiner Familie diese Nachricht überbringen können. Ihr Sohn war nun Operator. Operator der Bahamut.

Operator Cad

Er lachte, als er diesen Gedanken wieder auffasste.
Bald lag er in seinem Bett und träumte von vielen Dingen, die zusammenhanglos in der Leere des Seins schwebten. Shiu und Mel, die Bahamut und seine Familie, die nie auf diesem Schiff waren, Commander Lock, der ihn mit scharfer Stimme auf irgend etwas aufmerksam machte,…
Am nächsten Tag hatte er keine Erinnerung mehr daran.

[Reale Welt-Zion-Ebene 5-Wohnung- Cad]
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Verfasst am: 09.05.2005, 08:57
: Crewmitglied :

Anmeldungsdatum: 06.11.2003
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Beiträge: 1240
Titel:

[Reale Welt - Zion - Dock - Mel, Cad, Red]

Mel bemerkte wie merkwürdig Cad sie anblickte. In seinen Augen schien so etwas wie Trauer zu sein. Was er wohl hatte? Ihr entging auch nicht, dass er nun auch Red betrachtete.

„Es ist spät.“, meinte Cad schließlich.
„Ich denke, wir werden morgen, wenn die Bahamut zurückgekehrt ist, einen langen Tag vor uns haben. Ich würde vorschlagen, schlafen zu gehen. Ich denke, wir werden Nachricht erhalten.“

Natürlich würden sie Nachricht erhalten. Was würde es sonst bringen, wenn das Schiff ohne vollständige Crew Zion wieder verließ. Es war wirklich spät geworden.

Naja, ihr könnt auch noch hier stehen bleiben… Tut, was ihr wollt. Gute Nacht, Ladies!“

Mel blickte ihm nach und schrie noch ein “Gute Nacht, schlaf gut“ hinterher, bevor auch sie sich zu Red umdrehte und ihr eine Gute Nacht wünsche. Anschließend ging sie langsam zurück zum Fahrstuhl.


[Reale Welt - Zion - Mels Quartier - Mel]

Mel betrat wieder ihr Quartier. Bald würde sie eine ganze Weile von hier weg sein. Von ihrem zuhause. Die Bahamut würde ihr neues heim werden. Ob man manchmal Heimweh hatte? Sie glaubte nicht daran wo sie genauer darüber nachdachte. Sie würden genug zu tun haben, sodass sie für so etwas wohl gar keine Zeit hatten.

Sie blickte sich noch einmal im Zimmer um. Das alles würde sie bald verlassen. Wie lange es wohl noch dauern würde...

Ich sollte vielleicht schon einmal meine Sachen zusammenpacken...

Langsam kroch sie halb unters Bett. Dort hatte sie immer ihre Tasche aufbewahrt. Eigentlich brauchte man in Zion ja keine. Wegfahren war ja eh nicht möglich. Ihr viel jetzt zum ersten Mal auf, dass man hier nie in den Urlaub fahren konnte. Aber man war trotzdem irgendwie glücklich und entspannt.

Gedankenverloren wühlte sie in ihren Sachen rum und packte das nötigste ein. Als sie fertig war, ging sie noch mal alles durch, bis sie alles hatte. Dann stellte sie ihre Tasche neben die Tür. Die Bahamut konnte nun kommen. Sie war startklar. Doch da sie es für sehr unwahrscheinlich hielt, dass mitten in der Nacht das Schiff zurück kam, beschloss sie noch etwas zu schlafen und Kraft zu tanken.

Als sie im Bett lag, merkte sie, wie müde sie geworden war und fiel bald in einen tiefen Schlaf.

[Reale Welt - Zion - Mels Quartier - Mel]
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Verfasst am: 09.05.2005, 23:11
: Orakel-Schüler(in) :

Anmeldungsdatum: 06.11.2003
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Titel:

[Reale Welt - Zion - Dock - Bahamut - Crew - Zioner]

Von schlauen und kreativen Technikern gebaut und durch diese zum Leben erweckt, bewegte sich die APU-Einheit auf Gate drei zu. Eine gefährliche Maschine, zum töten erdacht, diente sie ausschließlich der Verteidigung derer Menschen, denen sie unterjocht war.
Genauso willenlos, wie es die Wächter und Beschützer des Systems waren, war sie dazu geschaffen worden, Befehle auszuführen und ihnen bedingungslos zu folgen. Waren die Wächter des Systems Feind und Gegner der Menschen, so waren die APUs ihre Verbündeten und ihnen Untertan.

Bild Link

Die Lichter die den Tag simulierten, erhellten noch nicht lange die noch in Träumen liegende Stadt, doch am Dock, herrschte bereits reges Treiben. Das größte Schiff der Flotte, die Bahamut, befand sich auf dem Weg nach Zion und nun öffneten sich langsam und schwerfällig die riesigen Tore der kleinen Metropole, um ihr den Weg in den sicheren Hafen frei zu machen.
Wie ein Koloss aus Stahl und Eisen schwebte die Bahamut scheinbar mühelos durch die Öffnung, dem Schlund eines gigantischen Tiers ähnlich und steuerte Bay sieben entgegen.
Sobald das Hovercraft gelandet war, eilten Techniker, Mediziner und anderes Personal des Docks zu ihm. Die Luke öffnete sich mit einem hydraulischen Zischen und Captain Simeon erschien in ihr. Gleich hinter ihm stand seine Gefährtin Lucy. Sie hatte beide Arme um ihren Bauch geschlungen und in ihren Augen konnte man Sorge und Angst erkennen. Sie sprach kurz mit Simeon und ging dann ohne zu zögern zu einem der Mediziner.

Captain SimeonCommander Lock wünscht sie zu sehen!“

Simeon wurde jäh von dem Anblick Lucys, der er nachgesehen hatte, gerissen.

„Ja, auch ich wünsche den Commander zu sehen“, sagte er nach einigen Sekunden des Innehaltens mehr zu sich selbst, als zu den Wachen, die vor ihm standen.

„Bitte folgen sie uns, Captain!“

Die beiden Wachen, zwei junge Offiziere, die ihre Karriere wohl noch vor sich hatten, gingen strammen Schrittes voraus und Simeon folgte ihnen. Er kannte den Weg zum Büro seines Vorgesetzten, jedoch wollte er nicht den Diensteifer der beiden Männer, die ihn führten, bremsen und sie um die Ausführung ihres Befehls bringen.
So ließ er sich von ihnen leiten und entweder sah er aus, als wäre er ein Schwerverbrecher, der abgeführt wurde. Oder er hinterließ bei den Menschen, die ihnen entgegen kamen, den Eindruck einer wichtigen Person, die Geleitschutz brauchte. So oder so, Simeon war es egal.

[Reale Welt – Zion – Commander Locks Büro – zwei Wachen, Commander Lock, Captain Simeon]

Wenige Augenblicke später, kamen sie vor Locks Bürotür an. Eine der Wachen trat einen Schritt vor und klopfte an das kalte Metall.

„Ja bitte!“ ertönte die Stimme des Commanders von drinnen und der junge Mann öffnete die Tür:

Commander Lock, Captain Simeon ist hier.“
„Soll rein kommen!“


Der Wachmann tat einen Schritt zur Seite und Simeon betrat Locks Büro.
Der Commander saß an seinem Schreibtisch und während sich die schwere Tür in Simeons Rücken schloss, sah er langsam von seinen vielen Unterlagen, die die Tischplatte bedeckten, auf.

Commander Lock …“, begrüßte Simeon ihn steif.
Captain, schön, dass sie so schnell kommen konnten. Ich habe ihren Bericht über die Postkästen bereits bekommen, sehr gute Arbeit! Ich habe bereits einen neu…“.
Commander, ich möchte den Dienst als Captain der Bahamut mit sofortiger Wirkung quittieren.“

Commander Lock sah den jungen Captain mit offenem Mund und großen Augen an. Offenbar hatte er mit Vielem gerechnet, nur nicht mit der Kündigung einer seiner Soldaten. Gerade jetzt war er froh über jeden Freiwilligen und nun dies!

„Bitte wie Captain? Sie wollen sich vom Dienst in der Flotte zurückziehen, warum?“
Simeon trat von einem Bein auf das andere, räusperte sich und sprach dann aber mit fester Stimme weiter:
„Sir, meine Gefährtin erwartet ein Kind. Sie selbst ist ebenfalls Rebellin auf der Bahamut und wir möchten uns gemeinsam zurückziehen. Wir wollen für unser Kind da sein können. Es hat ein Anrecht auf seine Eltern und soll nicht Tag für Tag Gefahr laufen, frühzeitig zum Waisen gemacht zu werden.
Commander, unser beider Entschluss steht fest, wir werden nicht mehr auf die Bahamut zurückkehren.“


Nun war es Lock, der einen Moment brauchte, ehe er antworten konnte:

„Hmm, nun gut Cap…“, er räusperte sich. Simeon, ich nehme ihren Rücktritt an. Wenn ich auch sagen muss, dass ihr Handeln in unserer derzeitigen Situation äußerst unpassend ist. Trotzdem habe ich natürlich Verständnis dafür.
Also Simeon, ich wünsche ihnen und ihrer Familie alles Gute! Möge das, was ihnen Glück bringt diesen Krieg überdauern und sie schützen!

Auf Wiedersehen …“.
„Auf Wiedersehen Commander Lock und vielen Dank.“


Simeon reichte dem Commander seine Hand und dieser ergriff sie:

„Zion dankt ihnen, Simeon.“
Sie nickten einander noch einmal zu, dann verließ Simeon ohne ein weiteres Wort Locks Büro.

[Reale Welt – Zion – Büro von Commander Lock – Commander Lock]

Lock lehnte sich in seinem Schreibtischstuhl zurück. Die Ellenbogen auf die Armlehnen gestützt, verschränkte er die Finger beider Hände ineinander.
Er hatte ein Problem. Das größte Schiff der Flotte, war ohne Führung und wie er wusste, hatte Simeon während seiner Dienstzeit keinen ersten Offizier erwählt. Somit hatte er keinen direkten Nachfolger für den Posten des Captains.

„Hmm …“, grübelte Lock und kratzte sich die Stirn. Mit einem Seufzer lehnte er sich nach vorn und rief in seinem Notebook noch einmal die Akten der Neubewerber auf.
„Zwei Frauen und zwei Männer haben sich beworben. Ach ja, dieser Cad hatte sich als Operator beworben und die beiden Frauen sind wohl noch ohne jegliche Erfahrung.
Chase Archer … nun, auch noch sehr jung, noch nicht einmal dreißig. Hatte aber ein sicheres Auftreten. Wenn man bedenkt, dass ich auch sehr jung war, als ich …“
, Commander Lock sprach leise mit sich selbst. Offenbar konnte er so besser denken.
„Nun, was soll’s. Ich kann es mir eh nicht leisten, wählerisch zu …“.

Ein blau-blinkendes Signal am Bildschirm seines Notebooks, zeigte ihm, dass er eine Nachricht hatte. Mit gerunzelter Stirn öffnete er sie:

Commander Lock, ich bedaure Ihnen mitteilen zu müssen, dass ich den Dienst auf der Bahamut nicht mehr aufnehmen werde. Die Arbeit als Rebell überfordert mich und ich möchte nicht die Verantwortung auf mich nehmen, die Crew durch mein Unvermögen in Gefahr zu bringen.
Ich bitte Sie um Ihr Verständnis und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen
Rouge


„Das darf doch …“, dem Commander blieben seine eigenen Worte im Halse stecken. Was war nur mit den jungen Rebellen los? Wo waren die großen Helden seiner eigenen Jugend geblieben? Gaben es denn heutzutage kein Pflichtgefühl, kein Diensteifer und keine Loyalität mehr?
Wieder kratzte sich Lock an der Stirn. Mit schüttelndem Kopf lud er sich dann die Liste der Besatzung der Bahamut und nun erkannte er, dass er bereits goldrichtig entschieden hatte, die Neulinge alle für das größte Hovercraft der Flotte vorzusehen.

Ruven!“ rief Lock laut durch die geschlossene Tür. Sekunden später stand einer der jungen Wachen darin.
„Sir?“
„Holen sie mir Chase Archer hier her. Ich möchte ihn augenblicklich sehen!“
„Ja Sir!“


Ruven verließ das Büro und Commander Lock starte ungeduldig auf die nun wieder geschlossene Metalltür.

[Reale Welt – Zion – Büro von Commander Lock – Commander Lock]
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Verfasst am: 14.05.2005, 09:29
: Befreite(r) :

Anmeldungsdatum: 08.02.2004
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Beiträge: 497
Titel:

[Reale Welt - Zion - Dock - Bahamut - Crew - Zioner]

Kaum waren sie gelandet, verließ Infante zusammen mit Rouge das Schiff. Eine unangenehme Stille war zwisachen den beiden. Nicht das Infante ihren Wunsch das Schiff zu verlassen nicht verstanden hätte, es war viel mehr, dass sie es so plötzlich beschlossen hatte. Sie hatte nicht die geringsten Anzeichen gezeigt das sie sich auf dem Schiff nicht wohl fühlte und dann sagte sie einfach, das sie das Schiff verlasse. Rouge wusste mit Sicherheit, dass sich Infante vor den Kopf gestoßen fühlte.
Noch bevor sie das Dock verlassen hatten, eilten einige Mechaniker zum Schiff. Sie hatten einiges zu reparieren!

[Reale Welt - Zion - Gänge - Infante, Rouge, Zioner]

Sie hatten etwa den selben Weg. Als sie vor Rouge's Quartier angekommen waren, meinte sie noch kurz:
"Es tut mir Leid. Wirklich, ich hätte es dir früher sagen sollen."
Infante nickte kurz und ging dann weiter.
Das einzige Glück, dass sie wohl hatten, war das es wohl eine ganze Menge Freiwilliger gab, die ganz erpicht darauf waren den Dienst an Bord eines Schiffes anzutreten. Das hoffte sie jedenfalls.
In ihrem Quartier angekommen ließ sie sich aufs Bett fallen. Das Licht hatte sie gar nicht erst angemacht. Wie sollte es jetzt weiter gehn? Sie hatte absolut keine Ahnung, ob sich so auf die Schnelle wieder eine einsatzbereite Crew finden würde, vor allem bei einem Schiff, dass schon so manches mitgemacht hatte. Wenn es etwas neues geben würde, würde entweder der neue Captain oder Commander Lock selbst, ihnen Bescheid geben.
Ohne es zu wollen schlief sie ein.

[Reale Welt - Zion - Gänge - Infante's Quartier - Infante]
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Verfasst am: 14.05.2005, 14:29
: Unwissende(r) :

Anmeldungsdatum: 23.04.2005

Beiträge: 16
Titel:

[Reale Welt – Zion – Gänge – Chase]

Chase war an diesem Morgen früh aufgewesen und bereits wieder in Zion umhergewandert. Das Seltsamste war für ihn gewesen, dass er feststellen hatte müssen, seit einer ganzen Weile zum ersten Mal wieder die gesamte Nacht über geschlafen zu haben. Er konnte sich nicht ganz erklären weshalb, lag es am Training, das er am vergangenen Tag durchlaufen hatte, oder hing es vielleicht doch damit zusammen, dass er endlich zu einer Entscheidung gekommen war und seinen Standpunkt auch vertreten hatte, woran auch immer, jetzt fühlte er sich zumindest wacher und besser als in den letzten paar Jahren zusammen. Man konnte quasi sagen, diese Entscheidung hatte ihm die Augen vollends geöffnet, was im Endeffekt auch sehr gut so war beziehungsweise ihn selbst zufrieden stimmte.
Mit weit ausholenden Schritten bog er um die nächste Ecke in seine Ebene und stellte fest, dass ein sehr offiziell wirkender Mann vor seiner Tür stand. Chase hielt instinktiv inne und wartete ab. Er hatte den Mann schon einmal gesehen und wie er ihn musterte, fiel ihm auch ein, wo.
Einer der Männer, die an Locks Tür gestanden hatten.
Bewegungslos verfolgte er wie der Mann laut an seine Tür klopfte. Als keine Antwort zurückkam, wollte er scheinbar etwas rufen, doch Chase entschied sich dafür ihm entgegenzutreten und unterbrach ihn in seinem Vorhaben.

„Suchen Sie nach mir?“
Ruven wandte sich in einer festen Bewegung schlagartig zur Seite und blickte Chase direkt ins Gesicht. Er schien ihn einen Augenblick zu mustern.
„Sind Sie Chase Archer?“
Chase deutete ein knappes Nicken an, die Hände hinter dem Rücken in seiner üblichen Haltung verschränkt.
„Das bin ich, ja.“
Ruvens Haltung schien einen noch steiferen Zug anzunehmen, ganz offensichtlich wollte er deutlich machen, wer sein Vorgesetzter war und wie stolz er auf seinen Platz war ... was Chase weniger beeindruckte, als es vielleicht Absicht gewesen war.
Commander Lock verlangt sie zu sehen, Sir. Jetzt.“
Chase hielt in seiner Haltung inne. Wenn Lock ihn sprechen wollte, konnte es nur mit der Bahamut zu tun haben. Mit etwas Glück ... waren es gute Nachrichten ...
„Tatsächlich .. Nun, dann lassen sie uns den Commander nicht länger warten."

[Reale Welt – Zion – Gänge – Chase, Ruven]
[Reale Welt – Zion – Locks Büro – Commander Lock, Chase]

Auch wenn die Zeit in ihrem Wesen immer konstant blieb, so konnte sie in manchen Situationen doch entweder sehr langsam oder auch sehr schnell vergehen. Und in eben solch einer Situation befand sich Commander Lock im Augenblick.
Nachdem er Ruven losgeschickt hatte, Chase Archer zu holen, war er von seinem Bürostuhl aufgestanden und wie ein wildes Tier in seinem Käfig, schritt er nun ungeduldig in dem engen Raum auf und ab. Eine Ewigkeit schien inzwischen vergangen zu sein und seine Ungeduld, machte dem Commander die Dringlichkeit seines Anliegens nur noch mehr bewusst.

Es klopfte.
„Na endlich!“ dachte Lock und rief dann laut: „Herein, herein!“
Ruven erschien in der sich öffnenden Tür, schob Chase Archer in das Büro des Commanders und schloss sie dann wieder von außen.
Archer blieb mit erwartungsvollem Gesichtsausdruck vor seinem Vorgesetzten stehen:

Commander, sie wollten mich sprechen?“
„Ja, sehr richtig, Archer. Ich möchte nicht lange um den heißen Brei reden, dafür haben wir keine Zeit. Wir haben ein Personalproblem und ich gedenke es, gemeinsam mit ihnen zu lösen.“

Chase runzelte leicht die Stirn, wandte den Blick jedoch nicht von Lock ab.

„Ich verstehe nicht ganz, Sir.“
„Da werden sie gleich, keine Sorge. Der Captain der Bahamut, Captain Simeon, war eben bei mir und hat mir seine Kündigung überbracht. Das größte Schiff der Flotte ist nun ohne Führung.
Wie dem auch sei, wir können es uns momentan nicht leisten auch nur ein Schiff im Hafen stehen zu lassen und aus diesem Grunde habe ich sie herholen lasen."

Der Commander machte eine kleine Pause und atmete tief durch. Dann sprach er weiter:
Chase Archer, können sie sich vorstellen, Captain der Bahamut zu werden?"

Archers Augen weiteten sich. Offenbar war diese Frage das Letzte, womit er gerechnet hatte. Doch ehe er etwas erwidern konnte, fuhr Lock erneut fort:

„Bevor sie antworten, möchte ich, dass sie sich ihrer Verantwortung und hohen Stelle im Dienste der Armee bewusst sind. Sie sind noch sehr jung, doch ich halte sehr viel von ihnen. Ich traue ihnen diese Aufgabe durchaus zu, nun müssen sie mir sagen, ob sie das gleiche Vertrauen in sich selbst haben und den Posten übernehmen wollen."

Chase stand bewegungslos auf seinem Platz, die Worte des Commanders drangen erst langsam völlig in sein Bewusstsein vor. Er hatte bei weitem einiges erwartet ... aber zum Captain der Bahamut gemacht zu werden hatte eher weniger dazugehört, wenn er es sich eingestand.
Die Bahamut war das größte Schiff der Flotte und dementsprechend bedurfte es einer großen Verantwortung, einer Verantwortung, die wohlüberlegt sein wollte ... dummerweise war Zeit genau das, was sie nicht hatten.
Ergo musste er sich jetzt auf der Stelle entscheiden oder gleich wieder gehen ...

Für einen Moment ließ Chase seine Gedanken schweifen, die ganze Zeit über spürte er jedoch deutlich Locks abwartenden Blick auf ihm ruhen, nach einer Weile räusperte er sich schließlich.

Commander ... ich will ehrlich zugeben, dass ich mit einem solchen Position nicht gerechnet hatte ... dennoch bin ich mir bewusst, dass die Armee wahrscheinlich jeden Einzelnen benötigen kann, der hierher kommt um es in diesem Kampf mit den Maschinen aufzunehmen. Ich weiß, dass die Zeit gegen uns arbeitet, andernfalls würde ich an dieser Stelle wahrscheinlich weder alleine stehen noch sofort nach einer Antwort gefragt werden."

Er hielt inne und blickte Lock mit festem, entschlossenem Gesichtsausdruck an.
„Ich bin mir dieses Krieges durchaus bewusst, Commander Lock und auch der Rolle, die ich damit übernehmen würde. Ich bin hierher gekommen, weil ich einen Platz in diesem Krieg haben wollte und habe meine Entscheidung lange überdacht entsprechend war ich auch fest von der Richtigkeit meiner Handlung überzeugt als ich diesen Schritt tat. An dieser Überzeugung hat sich nichts geändert als ich eben meinen Fuß in dieses Büro setzte, noch an dem Vertrauen, dass ich in mich selbst habe und ich danke ihnen für Ihr Vertrauen mir gegenüber, selbst, wenn sie mich für zu jung erklären. Die Bahamut ist ein großes Schiff und ich weiß es bedarf einer sehr großen Verantwortung es in einem Stück und mit der vollständigen Crew nach jeder Aufgabe zurück nach Zion zu führen ... ich kann ihnen nur sagen, dass ich mich bereit fühle, diesen Posten anzunehmen, wie sie mich jetzt danach fragen.
Commander Lock es wäre mir eine Ehre der Flotte als Captain der Bahamut beizutreten.“


[Reale Welt – Zion – Locks Büro – Commander Lock, Chase]
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Beitrag Cad
Verfasst am: 16.05.2005, 16:07
: Unwissende(r) :

Anmeldungsdatum: 25.04.2005

Beiträge: 32
Titel:

[Reale Welt-Zion-Ebene 5-Wohnung- Cad]

„Du gehst also wirklich auf ein Schiff?“

Kera saß auf dem Boden der kleinen Zioner-Arbeiterwohnung und starrte ihren Bruder mit aufgerissenen Augen an. Sie hatte mit etwas mechanischem gespielt und zugehört, wie Cad sich sehr früh heute mit seinen Eltern unterhalten hatte.
Zu Anfang war das Gespräch angeregt und laut gewesen. Es ging um die Vergangenheit und Kera hörte etwas wie „Du weißt gar nicht, worauf du dich einlässt. In letzter Zeit ist alles schwieriger und härter geworden.“ und ihr Vater hatte sich furchbar aufgeregt. Dann war eine Weile lang Ruhe geworden. Eigentlich konnten sie ja nichts dagegen tun, dass ihr Sohn, der ja erwachsen war, zu den Rebellen ging. Eigentlich waren seine Eltern ja auch stolz auf ihn. Rebell wurde man nicht einfach so. Man musste viel können. Und Cad war ausgewählt wurden. Das bedeutete, er wurde den Anforderungen gerecht.
Zum Ende des Gesprächs hatte sich alles normalisiert.

„Ja, ich werde Operator sein.“, antwortete Cad grinsend.

„Ich will auch.“ Kera machte einen Schmollmund.

Da kam Cads Mutter herein und schüttelte den Kopf.

„Es reicht, wenn einer von uns den Aufständler rauslässt.“ In ihrer Stimm lag Humor.

Cad stand auf. Er war immer noch keine Nachricht von der Bahamut gekommen. Er hatte die halbe Nacht nicht geschlafen und darüber nachgedacht, was nun passieren würde. Er wollte entlich den Rest der Crew kennen lernen und wollte seinen neune Captain kennen lernen und wollte endlich mal das Innere eines Hovercrafts sehen…
Da war so viel.

„Ich werde runter an das Dock gehen.“, meinte er und ging zur Tür. Vielleicht war Mel dort unten und würde genauso warten.


“Ich muss auf eine neue Mission…“

Cad sah sie mit gerunzelter Stirn an. „Wieso? Ich dachte, du… Shiu?“

Die Ebene war fast menschenleer. Die Lichter war schon erlischt.

„Es tut mir leid… Ich weiß, ich habe es versprochen…“

Die Schatten, die sie warfen, waren kaum zu sehen. Auf Cads Gesicht schien der Schatten noch dunkler geworden sein. Er sah in Shius wunderschönes asiatisches Gesicht…



Cad stand am Aufzug und wartete, bis er nach nach oben kam. Dann stieg er ein und fuhr ans Dock. Sein Schritt beschleunigte sich und er lief zu der Stelle, an der sie gestern gestanden hatten. Doch stand er eine Weile und sinnte über die Vergangenheit nach.

[Reale Welt - Zion- Dock - Cad]
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Verfasst am: 16.05.2005, 18:00
: Orakel-Schüler(in) :

Anmeldungsdatum: 06.11.2003
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1794
Titel:

[Reale Welt - Zion - Commander Locks Büro - Commander Lock, Chase Archer]

"Commander Lock es wäre mir eine Ehre der Flotte als Captain der Bahamut beizutreten.“

Ein zufriedenes Lächeln breitete sich auf Locks Gesicht aus.
Es gab nicht viele Dinge, die Lock zum Lächeln veranlassten, die, die ihn besser kannten als seine Angestellten, wussten das. Doch nun war ihm eine Sorge genommen worden und in Chase Archer sah er einen zuverlässigen und treuen Soldaten, dem er die Bahamut und dessen Crew mit Überzeugung anvertrauen konnte.

„Sehr gut, genau das wollte ich hören. Nun, dann darf ich sie als Erster zu ihrer Ernennung beglückwünschen, Captain Archer. Herzlichen Glückwunsch!“

Lock trat einen Schritt vor und reichte Chase die Hand. Dieser ergriff sie, ebenfalls mit einem Lächeln auf den Lippen.

„Ich danke ihnen Commander.“

Lock nickte, wandte sich von Chase ab und ging zurück zu seinem Schreibtisch. Er setzte sich und zog ein paar Unterlagen aus einem Stapel Akten hervor:

„Kommen wir gleich zu ihrem Auftrag. Ihnen ist natürlich bewusst, dass all das, was wir hier besprechen, vertraulich zu behandeln ist. Die Zivilbevölkerung muss nicht nur geschützt werden, sondern auch geschont. Zu viele Informationen und Halbwahrheiten, könnten eine Panik auslösen und das gilt es zu verhindern. Wir verstehen uns?“

Lock hob den Blick und sah Chase direkt an.

„Selbstverständlich, Commander!“
„Gut!
Also, ich weiß nicht, ob ihnen das bisher bekannt war, aber wir sind hier in Zion nicht ganz so sicher, wie es die meisten freien Menschen glauben. Die Maschinen sind auf der Suche nach uns und wie mir die Alucard berichtet hat, setzen sie bereits sehr effiziente Bohrer ein, um vermutlich Stichproben zu machen. Offenbar wissen sie nicht genau, wo sich unsere Stadt befindet, ansonsten hätten sie uns mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schon vernichtet.
Captain, die Aufgabe ihres Schiffes wird es sein, herauszufinden, wie weit die Maschinen sind und in welchem Umkreis von Zion sie ihre Bohrversuche bereits vorgenommen haben.
Wir müssen wissen, in welchen Stärken sie arbeiten und zu diesem Zwecke gilt es auch, die Geotherns zu aktualisieren und gegebenenfalls neue zu installieren.
Sie wissen, was Geotherns sind?“
„Natürlich Sir!“
„Sehr schön, dann wissen sie jetzt, was sie zu tun haben, Captain. Schicken sie mir ihren Bericht, sobald sie die ersten Daten haben.
Wir müssen die Maschinen im Auge behalten, wir können es uns nicht leisten, unvorbereitet in eine Schlacht gegen sie zu geraten.“


Commander Lock seufzte:

„Und davon gehe ich aus. Ein direkter Krieg wird unweigerlich auf uns zu kommen und gewinnen können wir ihn nur, wenn wir wissen, was wir zu erwarten haben.
Also Captain Archer, hier sind die Unterlagen ihrer neuen Crew. Verschaffen sie sich einen Überblick und laufen sie so schnell wie möglich wieder aus. Wir haben keine Zeit zu verlieren!“


Der Commander reichte Chase einige Akten und streckte ihm dann noch einmal seine Hand entgegen:

„Viel Glück Captain!“
„Danke Sir und auf Wiedersehen.“
Chase nahm die Unterlagen entgegen, schüttelte die Hand seines Vorgesetzten und verließ dann ohne ein weiteres Wort dessen Büro.

[Reale Welt - Zion - Büro von Commander Lock - Commander Lock]
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Verfasst am: 19.05.2005, 11:32
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Anmeldungsdatum: 08.02.2004
Wohnort: Pepperland
Beiträge: 497
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[Reale Welt - Zion - Gänge - Infante's Quartier - Infante]

Sie hatte sich leicht erschreckt als es plötzlich an der Tür geklopft hatte. Jemand hatte ihr mitgeteilt, das die Bahamut noch heute wieder Zion verlassen würde. Zu gegeben war ganz schön überrascht, dass sich offenbar so schnell neue Mitglieder habe finden lassen, und sogar ein neuer Captain.
Sie hatte beschlossen keine Zeit zu verlieren und hatte sofort ihre Tasche gepackt.
Mit schnellen Schritten hatte sie ihr Quartier verlassen und sich auf den Weg zu den Docks gemacht.

[Reale Welt - Zion - Dock - Bahamut - Infante]

Als sie bei der Bahamut ankam, war niemnad zu sehen, entweder waren alle schon drinnen oder sie war die erste hier. Ohne zu zögern betrat sie das Schiff und sah sich um. Es war niemand zu sehn, also brachte sie zuerst ihre Sachen in ihr Quartier und ging dann zurück auf's Maindeck. Inzwischen waren Sid und Fog da und jemand den sie nicht kann, der vor den Bildschirmen saß. Sie begrüßte die anderen und wartete darauf, dass der neue Captain auftauchen würde...

[Reale Welt - Zion - Dock - Bahamut - Infante]
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Verfasst am: 20.05.2005, 07:45
: Crewmitglied :

Anmeldungsdatum: 06.11.2003
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Titel:

[Reale Welt – Zion – Mels Quartier – Mel]

Mel ging gerade noch einmal ihre gepackten Sachen durch, als es an der Tür klopfte.

“Die Bahamut ist eingetroffen und soll heute noch starten, also begeben Sie sich sofort auf das Hovercraft!“

Mel nickte dem Mann nur stumm entgegen und schloss die Tür wieder.
Endlich war es soweit. Das Schiff war endlich zurück nach Zion gekehrt. Nun gab es für sie wohl kein zurück mehr. Doch, nun da es endlich losging, etwas aufgeregt griff sie nach ihrer Tasche und verließ ihr Quartier. Draußen vor der Tür drehte sie sich nochmals um. Das würde sie wohl für einige Zeit nicht mehr sehen werden. Ob sie es überhaupt wieder sehen würde? Sie verdrängte die Gedanken und ging nun mit schnell und entschlossenen Schritten los in Richtung Dock.

[Reale Welt – Zion – Dock – Mel]

Als sie am Dock angekommen war, blickte sie sich erst einmal um, ob sie Cad oder vielleicht auch Red entdecken konnte. Aber keiner von beiden war zu sehen. Ob sie wohl schon auf dem Schiff waren? Nachdem sie auch sonst niemand erkennen konnte, der vielleicht etwas mit dem Schiff zu tun hatte, beschloss sie, einfach einmal nachzusehen.

Langsam und aufmerksam ging sie also zu dem Hovercraft und betrat es.

[Reale Welt – Zion – Dock – Dock – Mel]
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