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Beitrag fog
Verfasst am: 26.05.2004, 20:21
: Bürger(in) Zions :

Anmeldungsdatum: 13.11.2003

Beiträge: 724
Titel:

[Reale Welt - Zion - Vor den Trainingshallen - Sid - Slypher]

Als Slypher endlich bei den Trainingshallen ankam stand Sid bereits davor.

Er ging zu ihr hin und schaute sie an. Lange und durchdringend.
Er hätte nicht geglaubt, dass sie sich so schnell wieder sehen.

"Was ist das denn für ein wichtiges Trainingsprogramm, dass du mich um halb elf hier her zitierst." fragte Sid ihn und ein Lächeln huschte über ihr Gesicht.

"Das ist toll. Ich frag mich, warum ich es nicht schon früher entdeckt habe. Es ist ein Flug-Programm für die Bahamut. Und ein Schussprogramm für die Bahamut. Ich dachte, wenn wir früh anfangen könnten wir heute viel trainiern. Außerdem. Ich hoffe doch, dass einer von uns FO wird."


Slypher grinste zu Sid rüber. Sie lächelste zurück.

Gemeinsam betraten sie die Halle

Heut morgen war schon weitaus mehr los als letzten Abend. Viele Zionie trainerten. Rebellen und OP's.

Slypher ging zielstrebig zu einem PC, neben dem noch zwei lehre Ectho-Chairs waren.

"Das wird sicher ganz toll!" sagte Slypher und begann, die Daten einzulesen.

"Gut, ich geb uns ne Zeit von 1 Stunde. Das müsste für den Anfang genügen."
Slypher und Sid setzten sich in die Stühle.
Kurz darauf fanden sie sich auf der Bahamut vor. Auf der Brücke.

[Konstrukt - Bahamut - Zak - Slypher - Sid]

Alles war genau so, wie es auch auf dem Schiff war.

Sie warteten einige Sekunden als plötzlich ein Man hinter ihnen den Raum betrat. Es war Zak

Slypher erschrak. Wie ist Zak hier bloß reingekommen.

Da begann Zak zu sprechen.

"Hi, Ich bin nur eine Datei. Ich wurde von Zak geschrieben. Slypher, das ist ein Teil deines Geburtstagsgeschenkes.
Ich möchte euch nun euren Lehrmeister vorstellen. Viel Spaß noch."


Geburtstag hatte ich doch schon vor einem Monat, ging es Slypher durch den Kopf. Doch da veränderte sich Zak's Körper. Er wurde zu einem anderen Menschen. Allderdings hatte dieser Mensch keine Merkmale. Sein ganzer Körper bestand aus glänzendem hellblau. Er wirkte wie aus Metall.
Mit sonorischer Stimme sprach er zu ihnen.

"Guten Tag. Ich bin Ihr persönlicher Fluglehrer der Bahamut. Bitte nehmen sie jetzt die Pilotensitze ein."

Slypher und Sid setzten sich

"Gut, Sie werden merken, dass die Steuerung der Bahamut nicht so schwer ist, wie es vielleicht den Anschein hat. Zuerst starten Sie bitte die Triebwerke. Dazu halten sie einfach den roten Knopf bei der Geschwindigkeitsanzeige gedrückt und warten bis die Energie-Anzeige darüber voll ist."

Da Slypher am Primär-Stuhl saß, tat er wie ihm geheißen.

"Sehr gut. Sehen Sie den Hebel über Ihrem Kopf. Den müssen sie nun schnell herunterziehn. Sehr gut."

Slpyher hatte den Hebel heruntergezogen. Die Bahamut gab ein leises Stöhnen von sich und rüttelte leicht. Nur war sie am monotonen vibrieren.

"So, nun müssen Sie nur noch die Haltevorrichtung entfernen. Dazu bitte den Schalter der nun rot aufleuchtet umlegen"

Slypher sah auf die Anzeige. Unter einem Schalter blinkte ein rotes Lämpchen. Darauf stand

docked

Slypher legte den Hebelum. Man hörte laute Geräusche. Die Andockklammern wurden eingezogen. Kurz darauf leutete das Lämpchen grün und darauf stand nun

undocked

Sie schwebten. Slypher hatte die Bahamut gestartet. Nun ging es richtig los. Doch plötzlich hörte das Surren der Pad's auf und sämtliche Kontrolllampen hörten auf zu leuchten.

Der Instructos sprach:
"So, und nun wechseln Sie bitte Platz und lassen die Lady an die Primär-Konsole"
Slypher stand auf und war noch etwas verwirrt. Doch der Computer hatte nur neu gestartet um auch Sid den Start beizubringen. Slypher stand auf und stellte sich neben den Guide.

Interessiert blickte er nach vorne zu Sid

[Konstrukt - Bahamut - Sid - Slypher - Guide]
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Beitrag Sid
Verfasst am: 27.05.2004, 18:11
: Orakel-Schüler(in) :

Anmeldungsdatum: 06.11.2003
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[Konstrukt - Bahamut - Sid - Slypher - Guide]

"So, und nun wechseln Sie bitte Platz und lassen die Lady an die Primär-Konsole"
Sid wurde ein wenig heiß. Konnte sie überhaupt so etwas. Aber schon war Slypher aufgestanden und weiste auf den Stuhl. Sie setzte sich.
Wie Slypher zuvor zog sie den Hebel herunter, und sofort bewegte sich die Bahamut. Bevor der Guide auch ihr Anweisungen geben konnte, legte sie den rot aufleuchtenden Knopf um. Sie hatte gedacht, dass sie das nun auch ohne Hilfe schaffen würde, doch da hatte sie sich getäuscht. Die Bahamut fing an zu Wackeln. Sie wackelte sogar ziemlich heftig.
"Aaah! Was ist das!" Sid geriet leicht in Panik.
Sie hatte den falschen Knopf erwischt und wusste nicht, wie sie das Problem nun beheben sollte.
Zum Glück war Slyphers rettender Arm zur Hand. Er schaltete den Hebel wieder zurück und sogleich wurde die Bahamut wieder ruhig.

[Konstrukt - Bahamut - Sid - Slypher - Guide]
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Beitrag fog
Verfasst am: 05.06.2004, 17:35
: Bürger(in) Zions :

Anmeldungsdatum: 13.11.2003

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[Konstrukt - Bahamut - Sid - Slypher - Guide]

Sid sah dankend zu Slypher hoch.
Der Guide begann wieder zu sprechen

"Solche Fehler geschehen am Anfang immer, zum Glück ist dies hier nur eine Simulation.
Sehen sie nochmal auf die Anzeige. Dieser rote Knopf."


Plötzlich tauchte die Hand des Guide vor der Konsole auf. Sid erschrak ein wenig.

Doch dann hörte man ein Knarren, und jeder der drei wusste, dass sie die Andockklammern gelöst hatte.

"Gut, dann fliegen wir mal raus. Beginnen wir mit einem leichten Anfänger-Flugkurs. Wenn nun der Herr wieder möchte."

Slypher und Sid tauschten wiederum Platz

Slypher spürte ein immenses Machtgefühl durch seinen gesamten Körper rauschen.

"Zuerst geben wir die Richtung ein. Dazu können Sie entweder die Anzeige über Ihnen benutzen und die Grade am Ziffernblock eingeben, oder aber sie lenken am Controller."
Slypher griff zielsicher zum Controller. Er hielt ihn fest in der Hand.

"Geben Sie nun bitte auf dem Hebel neben dem Controller Gas, doch zuerst öffnen Sie die Windschutzscheibe, hier." Wiederum erschien des Guide's Hand.

Slypher öffnete die Fenster. Sie flogen über eine grüne Wiese.
Über ihnen der blaue Himmel. Da war nichts anderes außer der grünen Wiese und dem blauen Himmel.

Slpyher gab langsam Gas. Die Bahamut bewegte sich.

"Ab nun haben Sie freies Commando. Fliegen sie, wohin sie auch wollen. Probieren Sie einige Manöver"

Slypher flog ein wenig nach oben, gab scharf Gas und stach anschliesend senkrecht nach unten. Was für ein Geführl. Einzigrtig so ein Ding zu fliegen.

Nach ein paar Loopings wechslten er und Sid wieder Position.

[Konstrukt - Bahamut - Sid - Slypher - Guide]
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Beitrag Sid
Verfasst am: 11.06.2004, 15:25
: Orakel-Schüler(in) :

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[Konstrukt - Bahamut - Sid - Slypher - Guide]

Slypher konnte die Bahamut fliegen, als ob er es schon tausend Mal getan hatte. Als Sid wieder an der Reihe war, traute sie sich immer noch nicht richtig.

"Schaffst du schon!"

Slypher klopfte ihr auf die Schulter. Schon fühlte sie sich ein wenig mutiger und setzte sich auf den Stuhl. Diesmal wollte sie mitnichten irgendetwas falsch machen.
Der Guide begann wieder zu sprechen:

"Sie können nun entweder den Kurs über die Grade am Ziffernblock eingeben und die Anzeige über Ihnen benutzen oder Sie benutzen den Controller, was vielleicht am Anfang ein wenig schwierig aussieht, aber trotzdem leichter ist."

Sid nahm den Controller in die Hand. Er fühlte sich an, wie ein Joystick von einem Computerspiel, dass sie mal in der Matrix gespielt hatte. Im Grunde genommen war es auch nur ein Spiel, eine Simulation.

"Mit dem Hebel neben dem Controller geben sie Gas"

Sid beschleunigte ein wenig. Es war wie in diesem Computerspiel gewesen. Zum ersten Mal seit langem fühlte sie sich wohl. Es war ein wunderschönes Gefühl, dieses Schiff zu fliegen.
Nach ein paar wenigen Flugmanövern probierte sie auch, wie Slypher zuvor, einiger Loopings aus. Schon bei seinen Loopings hatte sie sein kribbeliges Gefühl gehabt, aber es auf eigene Faust zu machen, war noch ein Stückchen mehr.
Danach landete sie ganz ruhig die Bahamut.

"Wollen wir jetzt mal ne Pause machen?" fragte Sid Slypher. "Hast du Lust was zu trinken"

[Konstrukt - Bahamut - Sid - Slypher - Guide]
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Beitrag fog
Verfasst am: 11.06.2004, 16:11
: Bürger(in) Zions :

Anmeldungsdatum: 13.11.2003

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[Konstrukt - Bahamut - Sid - Slypher - Guide]

"Gerne" antwortete Slypher

"Computer, Simulation beenden."

Slypher spürte wie sein Geist aus der Bahamut gezogen wurde.
Im nächsten Momen wachte er neben Sid wieder auf.

"Hat Spaß gemacht. Ich glaub das sollten wir öfters mal machen." sprach Slypher zu Sid.

"Oh ja, unbedingt."

"Gut, dann gehen wir." sagte Slypher noch, ging zur Tür und öffnete sie.

Dann gingen die beiden gemütlichen Schrittes in die Kantine

[Reale Welt - Zion - in den Gängen - Slypher - Sid]
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Beitrag Sid
Verfasst am: 06.07.2004, 17:34
: Orakel-Schüler(in) :

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[Reale Welt - Zion - Trainingshallen - Slypher, Steve, Zionis]

Steve machte sich auf zu den Trainingshallen. Auch wenn Slypher so rum tönte, würde er es ihm sicherlich nicht leicht machen. All die Kämpfe gegen seine Freunde und andere Bekannten hatte er gewonnen. Slypher hatte keine Chance.
Als er ankam, war Slypher schon da.

"Naaa, Lust auf Staubkriechen?"

Steve setzte ein hämisches Grinsen auf. Aber Slypher ließ sich nicht provozieren un sagte erstmal nichts.

"Dir schlottern wohl schon die Knie!"

"Lass uns anfangen"
,knurrte Slypher und ging auf einen freien Platz zu. Nachdem sie sich niederlaßen, fanden sie sich auch schon in einem völlig anderem Raum vor. Es war ein kleiner, runder Raum. Es schien als ob es nur eine kleine Hütte mit einem einzigem Zimmer wär. And den weißgestrichenen Wänden hingen Bambusrohre und handgestrickte Teppiche.
Steve hatte einen dunkelblauen Anzug an, Slypher einen weißen. Schon fingen sie an zu kämpfen. Doch immer wenn Steve Slypher angriff, wehrte der seinen Angriff geschickt ab. Slypher wollte Steve erstmal machen lassen, sollte er doch seine ganze Kraft verschwenden. Nach einer Weile kam Slypher auf Steve zu, drehte sich um die eigene Achse und trat mich seinem Fuß zu. Steve wehrte den Tritt zwar ab, in dem er Slyphers Fuß einfach festhielt, doch befand Slypher sich dann in einer besseren Kampfposition als zuvor. Dem nächsten Tritt konnte Steve nicht mehr standhalten und fiel auf den Boden.

"Spuckst du immer noch so große Töne, oder soll ich endlich richtig loslegen?", fragte Slypher.

"Ich hab noch nicht richtig angefangen"

Und wieder lief Steve auf ihn zu.

[Reale Welt - Zion - Trainingshallen - Slypher, Steve]
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Beitrag fog
Verfasst am: 10.07.2004, 19:07
: Bürger(in) Zions :

Anmeldungsdatum: 13.11.2003

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[Konstrukt - kleiner Raum - Steve - Slypher]

Steve lief mit Wut auf Slypher zu.

Slypher allerdings schloss seine Augen und konzentrierte sich auf seinen Kern. Nicht umsonst hatte er viele Stunden in den Tempeln verbracht.

Steve stieß sich vom Bogen ab und flog gerade auf Slypher zu.
Da öffnete Slypher plötzlich seine Augen in denen sich Ruhe und Ausgeglichenheit wiederspiegelten.

Steve schlug mit der Faust nach Slypher, aber der fokusierte seinen Geist auf Steves Faust. Er griff danach, packte Steve und warf ihn in die Luft. Dann rannte er zur Mauer, lief darüber, stieß sich von der Decke ab und rammte Steve, der inzwischen fast am Boden war den Ellenbogen in den Bauch. Dann stieß er sich mit der zweiten Hand ab, sprang einige Saltis und ging wieder in Kampfposition.

Steve sah etwas geknickt aus. Er stand auf und hustete einige Male.

"Warum nur, merke ich nichts von deiner ach so großen Kraft" sagte Slypher, ging zu Steve hinüber und beugte sich zu ihm runter
"Was ist los mit dir, ist dir das Lachen vergangen. Komm schon, zeig mir was!" Slypher packte Steve am Kragen und hob ihn zurück auf den Boden.

Steve sagte kein Wort. Innerlich begann er zu kochen. Was erlaubte sich dieser Vollidiot. Wollte er ihn provozieren. Wollte er ihn zur Raserei bringen. Gut, wenn er das haben wollte. Er würde drunter Leiden.

Steve wollte gerade einen neuen Angriff starten, da war Slypher nur mehr wenige Meter von ihm entfernt. Er zuckte erschrocken zurück. Slypher allerdings lies sich in keinster Weise ablenken. Mit viel Geschick griff er Steve immer wieder an. Steve konnte nur wenige seiner Schläge abwehren und so traf Slypher ihn zahlreiche Male am Kopf und in der Magengegend. Steve war ihm eindeutig unterlegen.

Slypher durchbrach nun wiederum Steves Verteidigung und schlug ihm mit voller Wucht wieder in den Magen.
Steve wurde zurückgestoßen und krachte schmerzhaft an die Mauer. Als er hinuntersackte fielen ein paar Mauerbrocken von der Wand ab.

Steve hielt es nicht mehr aus. Er musste Slypher fertig machen.
Noch einmal richtete er sich auf und schrie

"Sid gehört mir. Sie ist mein Mädchen. Du wirst sie nie kriegen!!"

Steve startete den letzten Angriff.

Jetzt oder nie dachte er.

Steve sprang in die Luft und versuchte Slypher mit seinem Fuß ins Gesicht zu treten.

Doch Slypher hatte noch zu viel Energie um durch diesen Angriff verletzt zu werden. Er griff nach Steves Bein. Die Wucht des Angriffs schob ihn wenige Zentimeter über den alten Holzboden.

Doch er hatte den Angriff abgewehrt.
Steve starrte Slypher unglaubend an, doch der warf ihn zu Boden.

Steve konnte nicht mehr, seine ganzen Bemühen waren umsonst.

Slypher ging langsam auf ihn zu, packte ihn am Hals und hob ihn zu sich hoch.

"Du hast Sid längst verloren." sagte Slypher mit ruhiger und doch leicht aggressiver Stimme zu Steve. Er warf ihn hinunter und verließ das Konstrukt.

Draußen angekommen jackte er auch Steve out.

[Reale Welt - Zion - Trainingshallen - Stevve - Slypher]
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Beitrag Sid
Verfasst am: 10.07.2004, 21:49
: Orakel-Schüler(in) :

Anmeldungsdatum: 06.11.2003
Wohnort: in the middle of nowhere
Beiträge: 1920
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[Reale Welt Zion - Trainingshallen - Slypher, Steve, Zionis]

Steve erwachte aus den Stühlen und zugleich fiel sein Blick wieder auf Slypher. Wie konnte es sein, dass er verloren hatte? Noch niemand hatte es auch nur gewagt.

"Betrüger!" murmelte Steve vor sich hin. "Was hast du gedreht? Was hast du umprogrammiert?"
Steve war außer sich vor Wut. Blinder Hass entfachte sich. Was erlaubte der sich einfach.
Slypher sah ihn ein wenig verständnislos an.
"Ich mach dich fertig. Aber unter realen Bedingungen!"
Wieder stürmte Steve auf Slypher zu. Nur das der darauf nicht gefasst war. Polternd krachten beide auf den Boden. Sofort kam ein Außenstehender zur Hilfe.
"Was ist denn hier los!" Er rieß die Beiden wieder hoch. "Könnt ihr euch nicht benehmen? Geht nach Hause! Ihr Raufbolde"
Dann "begleitete" er sie zur Tür.
"Sollte das noch einmal passieren, wird das Konsequenzen haben!"
Steve warf Slypher noch einmal einen vernichtenden Blick zu, machte sich dann aber lieber auf den Weg in sein Quartier, Slypher tat es ihm gleich.

[Reale Welt Zion - Trainingshallen - Slypher, Steve, Zionis]
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Verfasst am: 10.09.2004, 17:59
: Befreite(r) :

Anmeldungsdatum: 27.01.2004
Wohnort: Köln
Beiträge: 251
Titel:

[Reale Welt Zion - Trainigshallen - Aithra, Latisha]

Als Aithra und Latisha die Trainigshallen betraten, hatten sie keine Mühe zwei leere Stühle nebeneinander zu finden. Kurze Zeit später fanden sich die Schwestern in einem kleinen Raum wieder, allerdings bot er doch genug Raum zum Kämpfen. An den Wänden hingen Gestelle, die verschiedene Waffen beinhalteten. Aithra hatte schon auf dem Weg für einen Stockkampf plädiert und so bereitete ihnen die Auswahl der Waffen keine Probleme. Die beiden gingen in Verteidigungsstellung, lauernd, jede von ihnen wartete auf den Angriff des anderen. Aithra verinnerlichte sich nochmal alles, was sich in den letzten Wochen in ihrem Kopf zum Nahkampf abgespeichert hatte. Dies war der erste Kampf, den die beiden Schwestern gegeneinander führten und Aithra fühlte eine ihr unbekannte Anspannung. Plötzlich ging Latisha zum Angriff über. Mit 2 schnellen Schritten überwand sie den Abstand zwischen ihnen und schlug zu. Aithras Anspannung verschwand sofort, als sie parierte und nun ihrerseits zum Angriff überging. Angriff, Parade, Angriff, Parade, alles folgte schnell aufeinander. Als Latisha versuchte, ihrer Gegenerin die Beine wegzuschlagen, rettete Aithra sich mit einem Rückwärtssalto. Und da spürte sie es. In diesem Programm war ihr alles möglich. Die Worte: 'Befreie deinen Geist' bargen plötzlich einen Sinn. Aithra warf ihren Stock weg. 'Lass uns so weiter machen' forderte sie ihre Schwester auf. Latisha gehorchte sofort.

[Reale Welt Zion - Trainigshallen - Aithra, Latisha]
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Beitrag mcp
Verfasst am: 14.09.2004, 20:22
: Programm-Dealer(in) :

Anmeldungsdatum: 25.04.2004
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Beiträge: 113
Titel:

[Reale Welt Zion - Trainigshallen - Aithra, Latisha]

Als Aithra sie aufforderte, den Stock wegzulegen, gehorchte Latisha sofort.Das in diesem Programm alles möglich war, hatte sie bereits vor ihrer kleinen Schwester bemerkt, doch sie wollte warten bis auch Aithra soweit war. Diesmal war Aithra schneller, und Latisha musste ausweichen, bevor sie ihrerseits angreifen konnte. Dann folgte wieder Schlag auf Schlag, mal war Latisha stärker, mal Aithra. Latisha wurde immer unaufmerksamer, bis Aithra sie schließlich zu Fall brachte. danach riss sie sich zusammen, und sie wunderte sich über die Geschicklichkeit ihrer kleinen Schwester. Trotzdem war es Aithra, die schließlich aufgab: Lass uns aufhören ich kann nicht mehr. Okay, ich kann eigentlich auch nicht mehr. meinte Latisha und loggte sich aus.

[Reale Welt Zion - Trainigshallen - Aithra, Latisha]
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Verfasst am: 14.09.2004, 20:53
: Befreite(r) :

Anmeldungsdatum: 27.01.2004
Wohnort: Köln
Beiträge: 251
Titel:

[Reale Welt Zion - Trainingshallen - Aithra, Latisha]

Im nächsten Moment fühlte Aithra wieder den gepolsterten Stuhl unter sich, und als sie die Augen öffnete, empfing sie die graue Trainingshalle. Auch das Gefühl der Leichtigkeit hatte sich verflüchtigt. Aithra fühlte Latishas Blick auf sich ruhen. Sie wandte den Kopf und erwiederte den Blick. 'Was gibts?'
'Nichts' Latisha lächelte, 'ich bin nur von deiner Geschicklichkeit überrascht.'
'Danke, gleichfalls! Du hast mich auch ziemlich hart dran genommen...' Aithra lächelte zurück. 'Ich brauche jetzt jedenfalls erstmal was zu essen. Was meinst du?'
'Wir haben die gleichen Gedanken, Schwesterchen!' grinste Latisha und erhob sich aus dem Stuhl. Aithra tat es ihr gleich und die Schwestern verließen untergehakt die Trainingshallen Richtung Kantine.

[Reale Welt Zion - Trainingshallen - Aithra, Latisha]
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Verfasst am: 06.02.2005, 01:56
: Orakel-Schüler(in) :

Anmeldungsdatum: 06.11.2003
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1794
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[Reale Welt – Zion – Trainingshallen – Dienst habender Operator – Kiawa]

Kiawa war schon lange nicht mehr in den Trainingshallen gewesen. Wenn sie im Konstrukt trainierte, dann tat sie das meistens auf ihrem Schiff.
Doch nun war sie hier in die Hallen gekommen und ging auf den müde wirkenden Operator zu. Er gähnte kräftig, als sie vor ihm stand.
„Entschuldigen sie bitte, aber ich bin schon seit einigen Stunden im Dienst. In zwanzig Minuten ist Schichtwechsel – besser ist das.“ Wieder gähnte er, jedoch hielt er sich diesmal die Hand vor den Mund.
„Kein Problem“, sagte Kiawa lächelnd. „Ich wäre froh, wenn ich so müde wär wie sie.“
Sie reichte ihm ihre Diskette: „Könnten sie das bitte für mich laden?“
„Na klar Ma`am, setzen sie sich.“
Mit dem Kopf deutete er auf die Stühle und Kiawa folgte seiner Aufforderung. Der Operator steckte ihr den Dorn in den Nacken und lud dann ihr Programm.

[Konstrukt – Kiawa]

Kiawa stand an einem weitläufigen See. Hohe, schlanke Bäume mit weißer Rinde säumten sein Ufer und der Wind sang leise sein Lied in ihrem Blattwerk. Die Sonne schien warm, ihr gold-gelbes Licht wurde von der glatten Wasseroberfläche reflektiert.
Der See wirkte wie ein riesiger Spiegel, in seinem Innern fanden sich das Abbild des Ufers und des Himmels wider. Kiawa trat an dessen Rand und nun hielt das flüssige Glas auch ihre Gestalt gefangen.
Kiawa trug einen weiten Kimono aus rotem Leinen. Die breite Schärpe um ihre Taille, war ebenfalls rot. Schuhe trug sie keine. In ihrer rechten Hand hielt sie ein asiatisches Krummschwert, dessen Griff mit weißem Leinen umwickelt war.
Kiawas Haare hingen ihr offen den Rücken herunter und wirkten wie fließende, schwarze Seide.

Sie schloss die Augen, machte drei Schritte rückwärts und drehte sich herum, so dass sie nun mit dem Rücken zum See stand.
Langsam hob sie ihr Schwert in Augenhöhe und zog es gefühlvoll aus der fein gearbeiteten Scheide.
Die Klinge vibrierte kaum hörbar, in Kiawas Ohren war das die Melodie des Stahls, der zu ihr sprach.
Die Scheide legte sie neben sich ins Laub, trat noch einen Schritt zur Seite und umfasste dann mit beiden Händen den Schwertgriff. Sie war bereit.
Die silberne Klinge bildete eine Parallele zu Kiawas Körper und nun ließ sie sie langsam sinken und während sie gleichzeitig genau gezielte Schritte machte, ließ sie das Schwert über ihrem Kopf kreisen, ihren Körper umrunden und wieder parallel zu sich selbst zum stehen kommen.
Während Kiawa diesen Rhythmus immer wieder verfolgte, hielt sie ihre Augen ständig geschlossen und erinnerte sich an ihr Training aus Kindertagen.
Die Schrittfolge – anfangs immer dieselbe – hatte sich nun geändert. Kiawa bewegte sich schneller, immer schneller. Das feine Metall ihrer Klinge durchschnitt sirrend die Luft um sie herum und der weite Stoff ihres Kimonos folgte ihren Bewegungen, wie die Wellen den Strömen unter Wasser.
Kiawa konzentrierte sich voll und ganz auf ihr Können. Ihr Geist war frei, sie hatte ihn aus den Zwängen der Logik und Synthese gerissen und folgte nun ihren eigenen Gesetzen.
Kiawa sprang in die Luft. Sie flog. Ihr Körper drehte sich und schoss wie ein Pfeil nach oben. Das Schwert hatte sie dicht zu sich herangezogen, doch plötzlich öffnete sie ihre Haltung. Die Klinge schnellte nach vorne und sie nahm eine Kampfstellung ein. Die Regeln der Schwerkraft waren unwichtig geworden und so schwebte Kiawa regungslos über dem See.
Die Augen noch immer geschlossen, machte sie einen Salto. Mit dem Schwert durchschnitt sie die Wasseroberfläche und das Wasser, das sie mit ihrer Klinge nach oben riss, folgte dem schillernden Metall Tropfen für Tropfen und schien in einer anderen Zeit zu existieren. Kiawa hatte auch die Regeln der Zeit gebrochen. Ihr Geist hatte Stunden, Minuten und Sekunden bezwungen und nun hatte es den Anschein, als würde sie sich in Zeitlupe bewegen.
Kiawa kam auf der spiegelnden Fläche des Sees zum stehen und führte hier ihren Tanz mit dem Schwert fort. Das Wasser trug sie, als wäre es tatsächlich Glas, auf dem sie lief.
Noch einmal stieß sie sich kraftvoll ab und genauso schnell, wie ihr Körper nach oben schnellte, stürzte er scheinbar unkontrolliert wieder in die Tiefe.

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Kiawa schrie, doch es war kein Angstschrei. Es war ein Schrei der Freiheit und der Freude. Kurz bevor sie auf dem Boden hätte aufschlagen müssen, drehte sie sich um die eigene Achse und kam wenige Zentimeter über dem Boden zum stehen.
Kiawa gab sich ihrer Vorstellungskraft hin und unterwarf die Gesetze der Physik ihrem eigenen Willen. Sie beherrschte das Programm und nicht anders herum.
Dieses Gefühl der Macht, gab ihr viel Sicherheit und Stärke. Dennoch wusste sie, wie weit sie gehen konnte. Wenn sie auch die Regeln der Physik außer Kraft setzen konnte, so war es ihr jedoch nicht möglich, die Grenzen des Programms an sich zu überschreiten. Das Programm stand fest, so wie es war. Kiawa konnte sich, Kraft ihres Willens, vollkommen frei darin bewegen. Doch ändern konnte sie es nicht. Und genau so verhielt es sich auch mit der Matrix. Befand sie sich in ihr, musste sie sich den Gegebenheiten fügen. Sicher, sie konnte von Dach zu Dach springen und an Wänden hoch laufen, aber die Wände zum Verschwinden bringen, das war nicht möglich.

Kiawa befand sich inzwischen wieder auf dem Waldboden. Der Wind zerrte an ihrem Kimono, ihren Haaren und wirbelte gelbe Blätter vom Boden auf und trug sie davon.
Sie setzte sich auf einen umgefallenen Baumstamm und atmete tief durch. Zum ersten Mal seit sehr langer Zeit, fühlte sie sich wieder richtig gut. Ruhe war in sie zurückgekehrt, Ruhe und Zufriedenheit. Sie konnte loslassen. Sie konnte an Espore denken, ohne diesen Stich im Herzen zu spüren. Sie ließ ihn gehen. Hier und jetzt, ließ sie ihn gehen und ein Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus.
Bitterkeit, Verzweiflung und Wut waren endgültig verflogen.
Kiawa gehörte wieder sich selbst.

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[Konstrukt – Kiawa]
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Verfasst am: 01.05.2005, 17:23
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Anmeldungsdatum: 23.04.2005

Beiträge: 16
Titel:

[Reale Welt – Zion – Gänge – Chase, Zionis]

Chase war durch die Gänge Zions gegangen, ohne weiter auf seinen Weg zu achten. Er vertraute auf sich selbst und wusste genau, dass er am Ende irgendwo landete, wo er schon einmal gewesen war und mehr wollte er auch gar nicht.
Er sah sich um, doch eigentlich glitt sein Blick durch alles hindurch. Gesichter zogen an ihm vorbei, ohne dass er die Ausdrücke darin in sich aufnahm, er hörte die Stimme um sich und zugleich wusste er doch nicht, was sie sagten. Hätte ihn jemand gebeten irgendetwas von diesem Weg zu berichten, hätte er sich ehrlich eingestehen müssen, dass er sich später an nichts mehr erinnern konnte. Vielleicht war es einfach nicht bedeutend genug, nicht?
Ein seltsames Gefühl lauerte ihm dabei wieder auf, er hatte es sehr lange nicht mehr gespürt und glaubte es schon vergessen ... Unwirklichkeit. Das Gefühl über eine Straße zu gehen und gleichzeitig der Glaube zu wissen, dass diese Straße, so real sie vor ihm erscheinen mochte, nicht an diesem Ort war. Das dieser ‚Ort' überhaupt nirgendwo war. Eine endlose Wüste ... aus Daten. Was zählte, war, dass man sich diesem Gefühl nicht hingab, jedenfalls nicht hier in Zion.

[Reale Welt – Zion – Gänge – Chase, Zionis]
[Reale Welt – Zion – Trainingshallen – Chase, Operator]

Einen Moment innehaltend erkannte er, wo er sich befand. Vor ihm lagen die Trainingshallen Zions. Sie konnten durchaus imposant wirken, wenn man sie nie zuvor gesehen hatte ... er war oft hier gewesen. Ganz am Anfang ...
Die letzte Zeit über hatte er sich von hier ferngehalten. Chase konnte nicht genau erklären warum, vielleicht stand es in Zusammenhang mit seiner Entscheidung. Er meinte sich verschwommen daran erinnern zu können irgendwann beschlossen zu haben, dass ihm seine Entscheidung leichter fallen würde, wenn er nicht mehr so oft herkam. Warum? Vielleicht, weil er wusste, dass, wenn er diese Entscheidung so traf wie er es letztendlich heute getan hatte, er mehr als genug Zeit in einer computeranimierten Welt verbringen würde, zurück an dem Ort aus dem er ‚geflohen' war und vermutlich, so hatte er sich gesagt, würde er sich genau dann wünschen zu wissen was es hieß seine Zeit in aller Ruhe in der realen Welt zu verbringen ...

Nach einem kurzen Zögern entschied er sich dafür seinem Beschluss von vor einigen Stunden nachzukommen. Training konnte schließlich nie schaden.
Chase betrat die Halle und ging mit langsamen Schritten bis ans Ende. Der Operator an seiner Konsole blickte auf und als er ihn erkannte, warf er ihm einen leicht verwunderten Blick zu. Es war der gleiche OP, der Chase schon einige Stunden zuvor durch mehrere Simulationen geführt hatte.

„Hm ... Sie haben doch vorhin schon einige Hintern versohlt und dabei nicht schlecht abgeschnitten ... war das immer noch nicht genug?“
Auf Chase’s Gesicht stahl sich ein leichtes Grinsen. Er blickte erst den Mann an der Konsole an und dann auf die Bildschirme vor ihm. „Es macht nicht viel aus sie besiegt zu haben. Ihre Hintern wurden dazu programmiert versohlt zu werden und ich komme mir bei dem Gedanken nicht überlegen vor die gleichen Hintern nochmal zu versohlen, wenn ich wieder einjacke, nur um festzustellen, dass sie noch nicht einmal mehr die Spur eines Kratzers aufweisen."
Der OP sah ihn unsicher an und blickte sich kurz um. „Wollen sie wirklich jetzt noch ran? Es werden doch bald die Lichter gelöscht ...“
Chase warf ihm einen Blick zu. Dann fuhr er in einer flüssigen Bewegung aus seiner Starre und setzte sich auf den Stuhl. „Ich wäre nicht hier, wenn ich etwas anderes wollte."
„Also gut, Sir." Er kam zu ihm herüber um ihn anzustöpseln und setzte sich dann wieder, Chase warf ihm von seinem Platz aus eine Disk zu. „Danke.", meinte er, bevor der Operator noch etwas anderes sagen konnte und spürte kurz darauf auch schon, wie sein Geist seinen Körper hinter sich ließ.

[Reale Welt – Zion – Trainingshallen – Chase, Operator]
[Konstrukt – Chase]

Als er die Augen wieder aufschlug, fand Chase sich auf einer weitläufigen, einsamen Ebene wieder. Der Wind fegte um ihn auf, zerrte an seiner Kleidung und zauste durch sein Haar, sein Rauschen fuhr durch die wenigen Bäume und das Gras kräuselte sich darunter.
Highlands. Schottland.
Seine eigentliche ‚Heimat‘ ehe er später in die Metropole nach Capitol City gezogen war. Ein ziemlicher Umschwung, aber nicht ganz unvorhergesehen und daher hatte er ihn auch schnell bewältigt. Er war weder an diesem Ort noch an irgendeinem anderen je gehangen ... und jetzt wusste er, dass er eigentlich nie wirklich dort gewesen war. Schon verrückt ...
Manchmal stellte sich ihm die Frage wie dieser Platz wohl heute aussah. Von der realen Welt hatte Chase bisher nie mehr gesehen als die Tunnelsysteme und Zion selbst ~ doch draußen war er nie gewesen. War eigentlich irgendjemand seither dort draußen gewesen? Man sagte dort wären Felder, weite, endlose Felder, auf denen die Menschen fortan gezüchtet wurden ... wenn man das wusste, dann war doch sicher schon jemand draußen gewesen ...
Die Gedanken vorerst beiseite schiebend blickte er sich um bis seine Augen an dem hängen blieben, wonach er suchte. Nur ein paar Schritte von ihm entfernt stand ein Motorrad. Yamaha. Ein kurzes Grinsen zuckte wieder über seine Lippen als er näher trat und die Lenkstange mit einer Hand berührte, die von einem schwarzen Handschuh bedeckt war.

Also gut, dann fangen wir damit an ...

In einer raschen Bewegung schwang er sich auf die Yamaha und faste die Lenker fest. Nur einen kurzen Moment später jagte er über die weitläufige Ebene davon auf einem schmalen Weg, den man schon eher als Pfad bezeichnen konnte. Vertrautes und Unbekanntes vermischten sich während Bäume und Bergspitzen in der Ferne an ihm vorbeiflogen und es in rascher Folge auf und ab ging. Immer wieder verließ er den Weg und fuhr quer durchs Gelände um ein paar Kunststückchen aufzufrischen, die er einmal beherrschte. Es dauerte eine Weile, bis er die Sache wieder raushatte, doch er schaffte es. In der Matrix hatte er ein Motorrad besessen, er war oft gefahren und auch ganz gut, allerdings war er damit bisher nie im Hochland unterwegs gewesen ... jedoch hielt ihn dieses Gefühl der Unbekanntheit nicht auf, eher spornte es ihn zu noch mehr an.
Eine ganze Weile jagte er so im rauschenden Wind dahin, kratzte knappe Kurven, stand leicht auf, um von Vorsprüngen direkt zurück auf den Weg zu springen, fuhr nur auf dem hinteren Reifen, alles, was ihm in den Sinn kam. Es gab ihm ein Gefühl von Freiheit, sowie fliegen ohne Flügel, so unwirklich es auch sein mochte.
Erst als er die letzten paar Meter auf dem Weg dahinfuhr ließ er es zu, das wieder Gedanken auf ihn eindrangen, alle seine Überlegungen und er landete bei der Bahamut. Er war jetzt doch wirklich gespannt das konnte er nicht verleugnen, immerhin hatte er keinen bestimmten Platz angestrebt ~ im Grunde war er aber froh seine Aufgabe noch nicht zu kennen, nicht zu wissen, was auf ihn zukam. Es gab diese eigenartige Angewohnheit über etwas Bekanntes vielmehr nachzudenken als über das Unbekannte. Man berechnete vielmehr mit ein, dachte über diesen und jenen Weg nach alles zu meistern wägte Pro und Kontra hunderte Male ab ~ das waren viel zu viele Gedanken. Wie beim Training, so sollte man auch bei seiner Aufgabe seinen Geist befreien und seine Gedanken hinter sich lassen, nur dann konnte man den einfachsten Weg zur Lösung finden. Das war jedenfalls seine bescheidene Ansicht.
Chase ließ die Yamaha ausfahren und hielt schließlich. Er stand von dem guten Stück auf, setzte den Helm ab und streckte sich ein wenig. Dieses Pogramm bestand aus 3 Bereichen und war in ein Zeitlimit eingeteilt. Ähnlich einem Computerspiel. Wenn die Zeit um war, wechselte die Ebene automatisch, waren alle drei gemeistert kehrte er in die reale Welt zurück. Eine kleine Spielerei, die im irgendeiner der jüngeren Zionis einmal ganz aufgeregt gegeben hatte, nachdem er ihn gebeten hatte sie einmal für ihn durchzugehen, um zu sehen, wie sie funktionierte. Er hatte den Jungen zwar nicht wiedergesehen aber in diesem Moment war er ihm ganz dankbar für sein kleines Geschenk.
Auf einen Schlag drehte der Wind und Chase, der wusste was das bedeutete entspannte sich wieder und schloss die Augen. Beim Öffnen fand er sich direkt am Anfang eines Trainingsparcours wieder, der eine lange Allee entlangführte ... eine kleine Spielerei um die Treffsicherheit etwas zu verbessern oder einfach ausgedrückt: Eine Schießübung.
Die Simulation löste sich nach ihrer Bewältigung ebenso um ihn herum auf, wie zuvor das schottische Hochland, die letzte Stufe fand in einem japanisch perfekt nachgeahmten Dojo statt mit variierender Gegnerzahl und Stärke. Chase bewältigte sie vorzugsweise zuerst mit der Auffrischung seiner Kenntnisse in Jiu Jitsu, danach griff er zum Schwert.
Der letzte seiner virtuellen Freunde fiel nach einer ganzen Weile erst.

Chase atmete tief durch und richtete sich auf. Das Schwert fiel klappernd zu Boden, doch er machte nicht den Fehler nach Luft ringen zu wollen, wie beim allerersten Mal, das er in einem Konstrukt verbracht hatte. Zufrieden mit sich selbst, aber doch durchaus verschwitzt öffnete er die Tür des Dojos und fand sich im Zen – Garten wieder. Ein kurzes Lächeln stahl sich über seine Lippen und er zog die Sonnenbrille ab, die er bis eben aufbehalten hatte, um dem Sonnenuntergang einen Moment lang zuzusehen, der sich vor ihm abspielte. Ruhig ging er einige Schritte durch den Garten, die Lampen glommen auf, nachdem die Sonne verschwunden war und er spürte, wie der Wind kälter wurde der er über seine Haut wegzog.
Chase vermisste die Zeit in der Matrix kein Stück. Und wenn ihn heute jemand vor die Wahl stellen würde, dann würde er wieder Rot wählen trotzdem war hier zu sein einfach ein völlig anderes Gefühl, wie ein anderes Bewusstsein.
Sicher, sie hätten all das hier haben können, noch immer. Die Welt draußen wie sie heute war war ihre Schuld gewesen. Vielleicht nicht allein, aber sie baute darauf auf. Und er war sich bei der Frage ob alle Menschen, die heute in Zion lebten, nicht noch einmal das gleiche Chaos draußen anrichten würde, würde es eine Möglichkeit geben alles noch einmal aufzubauen, noch immer nicht sicher. Einige vielleicht nicht ... aber andere würden wahrscheinlich sogar alles genauso wiederholen, wie es passiert war, trotz allem Leid, das sie hier gesehen hatten und am Ende würden sie alle wieder da landen, wo sie jetzt waren.
War das hier also genau der Platz, den sie verdient hatten?
Hinter Chase knackte der Ast eines Baumes. Sehr leise, aber laut genug für ihn um es zu hören. Er hielt inne, wartete, zählte im Geiste ... dann fuhr er herum und fand sich direkt gegenüber des letzten verbliebenen Feindes wieder. Ohne jedwede Überraschtheit griff er ihn mit Tritten und Schlägen an, kassierte selbst einige. Sie kämpfte sich ihren Weg durch den Zen – Garten, ließen kaputte Laternen und verwüstete Steinaufstellungen hinter sich, balancierten verbissen in jede Bewegung über das Geländer einer Brücke, bis Chase seinem Gegenüber mit einem letzten Schlag zwischen die Schulterblätter den freien Fall vom Geländer offenbarte und selbst zurück auf die Brücke sprang, um darauf zu warten, dass sein Geist sich wieder mit seinem Körper vereinte.
Während er das tat, hob er langsam die rechte Hand und hielt sich die Handkante ein Stück von sich weggestreckt exakt auf Nasenlinie vor Augen, diese schließend.

Überraschungen waren nur dann solche, wenn man sie nicht erwartete..
Kontrolle. Das Beherrschen einer Sache bis zu einem gewissen Grad, der den Wendepunkt der Kontrolle darüber darstellte.
Wissen. Nicht Denken sondern der Schluss, den man aus Kontrolle und Übung zog.
Diese Simulation war programmiert, sie umfasste nur Bewegung und Ablauf, sie konnte zwischen Variationen des Programms wählen die mitgespeichert wurden aber anders als das Programm, die Maschinen, gegen die sie vorgingen, umfasste es kein eigenes Bewussteins und konnte nicht über die gesetzte Grenze hinaus.
Die letzte Ebene endete nicht nach einem Zeitlimit, sondern nachdem die Aufgabe bewältigt war. Endete sie dann nicht ... war also ergo die Aufgabe nicht vorüber. Wissen.

[Konstrukt – Chase]
[Reale Welt – Zion – Trainingshallen – Chase, Operator]

Chase erwachte und spürte das unangenehme Ziehen im Nacken welches ankündigte, dass er von dem Dorn befreit wurde. Er schlug die Augen erst nach einem Moment auf und setzte sich langsam hoch. Wie vor einigen Stunden waren seine Muskeln angespannt, überhaupt war sein ganzer Körper verspannt. Verdammte Realität, er hätte wohl doch eher anfangen sollen wieder zu trainieren ...
Sein Blick glitt hoch und er sah den OP an. Dieser überreichte ihm schweigend seine Disk.
Chase nahm sie entgegen, beförderte sich selbst aus dem Sitz, nickte dem Operator zum Abschied schweigend zu und verließ die Trainingshalle, ohne noch einmal einen Blick zurückzuwerfen, während er eine Hand darauf verwand seine rechte Schulter leicht zu massieren.
Er verzog das Gesicht.

Ein Königreich für ein Bett und ein paar Stunden wirklichen Schlafs ...

Konnte man sein Leben eigentlich komplett verschlafen? Okay, zugegeben er sollte darüber vielleicht nicht witzeln, aber die ganze Sache war im Grunde doch so verdammt ernst, dass man gar nicht anders konnte, als Witze darüber zu reißen.
Die Lichter waren noch an und er fragte sich im Gehen, wie lange er wohl dadrin gebraucht hatte, ließ die Frage aber bald wieder fallen. Die Lust auf noch eine Runde Spaziergang am Dock war ihm vergangen, alles, was er wollte, war eine heiße Dusche, ein nicht unbedingt soo weiches aber doch akzeptables Bett und wenn es nicht zu viel verlangt war, bald eine Nachricht, dass die Bahamut zurück war ...

[Reale Welt – Zion – Gänge – Chase, Zionis]
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